Keine Maske getragen: Magnitz muss Bürgerschaft verlassen – #schauhin #covidioten

Auf Anordnung des Bürgerschaftsdirektors musste der AfD-Abgeordnete die Bürgerschaft verlassen. Magnitz hatte ein Attest, das ihn von der Maskenpflicht befreien soll Das erkannte der Direktor aber nicht an. (…) Hintergrund sei, dass Magnitz keinen Mund-Nasen-Schutz tragen wollte. Das ist seit gestern aber Pflicht, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu unterbinden. Zwar habe Magnitz ein Attest vorgelegt, nachdem er von einer solchen Pflicht befreit sei. Bürgerschaftsdirektor Hans-Joachim von Wachter erkennt dieses jedoch nicht an. “Man ist befreit von der Mund-Nase-Bedeckung, wenn man ein Attest vorlegt und das auch glaubhaft ist. Heute haben mir zwei Abgeordnete der Partei AfD ein Attest gezeigt, und eines der Atteste – das von Herrn Magnitz – habe ich für nicht glaubhaft gehalten. Und deswegen habe ich Herrn Magnitz gebeten, entweder eine Maske zu tragen oder das Haus zu verlassen.”

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Von Hans Pronath – eigene Grafik, PD-Schöpfungshöhe, Link

“Das überfordert mich emotional”: Markus Lanz reagiert auf #Rassismus einer #Trump-Anhängerin – #schauhin #hetze #naziideologie

Markus Lanz wollte mit einer Trump-Anhängerin über die gespalteten USA sprechen. Doch das Gespräch geriet schnell aus den Bahnen. Am Ende ließ Tina Chittom ihrem rassistischen Gedankengut freien Lauf. (…) Mit der Corona-Pandemie und der Umgangsweise Donald Trumps mit dem Virus fing alles an. Chittom, Übersetzerin und selbst Mitglied der “Republican Overseas”, ist der gleichen Meinung wie der US-Präsident: Das Coronavirus stelle keine Gefahr dar. “99 Prozent der unter 70-Jährigen überleben. Ich finde, das wird medial so aufgebauscht. Einfach so die größte Wirtschaft der Welt zuzumachen, hat schlimmere Konsequenzen”, sagte sie. Lanz hielt dagegen, wollte von seinem Talk-Gast wissen, wie sie sich unter diesem Gesichtspunkt erkläre, dass mehr als 200.000 Menschen mittlerweile verstorben seien. “Ich bin keine Epidemiologin. Das Ganze wird politisiert”, antwortete Chittom und zweifelte dann noch die Wirksamkeit von Masken an. (…) Chittom erklärte, in den USA würden Afroamerikaner nur sechs Prozent der Bevölkerung stellen, aber 40 Prozent der Verbrechen begehen. Woran das ihrer Meinung nach liege? Schwarze Väter würden ihre Familien zu oft verlassen und sich nicht richtig um die Kinder kümmern. Das sei “deren Kultur”, sagte sie, woraufhin Schauspieler Christian Berkel entsetzt nachfragte: “Welche Kultur?” Während die “Proud Boys”, die Trump während der ersten Debatte mit Joe Biden erwähnte, zwar rechts seien, halte Chittom die “Black Lives Matter”-Bewegung für “rassistisch gegen Weiße”. Berkel platzte der Kragen, als er sagte, dass sich die Bewegung für den Kampf gegen Polizeigewalt einsetze, nachdem immer wieder Schwarze von Polizisten erschossen würden. “Das ist eine anarcho-marxistische Bewegung. Die gab es schon früher. Die wollen die Polizei abschaffen und die kapitalistische Gesellschaft umwälzen”, antwortete die Trump-Anhängerin.
Lupenreiner Rassismus Auch Lanz selbst schien schockiert. Er erinnerte sich an einen Trip nach Baltimore, wo er in einem armen Viertel schwarze Kinder gesehen habe, die aus der Schule kamen. Er habe sich damals vorgestellt, dass diese Kinder alles im Leben schaffen könnten, aber allein wegen ihrer sozialen Strukturen vermutlich in die Kriminalität abrutschen würden. “Sie negieren diese strukturellen Probleme”, sagte er an Chittom gerichtet. Was die darauf antwortete, sorgte für einen Schock-Moment im Studio. “Das hat nichts mit Rassismus zu tun. Das hat soziologische Gründe. Oder auch genetische”, sagte sie. “Bitte was?”, wollte Lanz völlig perplex wissen. “Das ist die Grundlage von Rassismus”, empörte sich Berkel

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Transfeindlichkeit im Parlament – Belgien: Rechtsextreme attackieren erste trans Ministerin

Die neue Vize-Regierungschefin Petra De Sutter wolle “alle Eckpfeiler der westlichen Zivilisation zerstören”, warnte ein “Vlaams Belang”-Abgeordneter. Die trans Frau sei “Personifizierung des kulturellen Marxismus”. Noch am Sonntag, nur wenige Stunden nach ihrer Vereidigung als vermutlich erste trans Ministerin der Welt, hatte sich Petra De Sutter auf Twitter gefreut, “dass in Belgien und den meisten EU-Ländern meine Geschlechtsidentität mich nicht als Person definiert und kein Thema ist”. Nur wenige Tage später wurde sie zur Zielscheibe einer transfeindlichen Attacke der rechtsextremen Opposition. De Sutter sei die “Personifizierung des kulturellen Marxismus”, attackierte der Abgeordnete Bart Claes von der rechtsextremen Partei “Vlaams Belang” die Grünen-Politikerin am Donnerstag auf Facebook – eine offensichtliche Anspielung auf ihre Transition. Die 57-jährige frühere EU-Abgeordnete wolle “alle Eckpfeiler der westlichen Zivilisation zerstören und ersetzen”, schrieb Claes in seinem Post. Bei der Parlamentswahl im vergangenen Jahr erzielte “Vlaams Belang” einen landesweiten Stimmenanteil von 12 Prozent. Die Entgleisung des rechtsextremen Politikers löste in Belgien eine Welle der Empörung aus. Der Fraktionschef der flämischen Grünen Björn Rzoska verurteilte Claes’ Äußerungen laut einem Bericht der “Brussel Times” als Versuch, seine Parteifreundin zu entmenschlichen.

via queer: Transfeindlichkeit im Parlament – Belgien: Rechtsextreme attackieren erste trans Ministerin

“Proud Boys”: Mehr als nur ein Neonazi-Schlägertrupp

Die “Proud Boys” werden als Schattenarmee Trumps gelesen, aber sie sind popkulturell vielschichtig, arbeiten mit Albernheiten und Ironie. Gerade das bedeutet Gefahr. (…) Doch die “Proud Boys” sind mehr als eine weitere Neonazi-Schlägertruppe. Sie sind das Ergebnis einer vielschichtigen Verflechtung von Popkultur, Neo-Faschismus, Porno, Troll-Kultur und Incels (Involuntary Celibates). Der Code ist dezidiert uneindeutig, schon allein visuell: Sturmgewehr, Tarnhose und Trumps rotes “Make America Great Again”-Basecap mag man auch von anderen rechten Milizen kennen, jedoch eher nicht die mal gezwirbelten und mal zotteligen Hipsterbärte sowie schwarz-gelbe Polohemden des Modelabels Fred Perry (das jüngst verkündet hat, die Produktion dieser Modelle einstellen zu wollen). Dass die Mitglieder der “Proud Boys” meist eher bullige Männer zwischen 20 und 40 sind, die zurück wollen zu einer brachialen, gewalttätigen Männlichkeit, ist unzweifelhaft. Andererseits baut das aber erklärtermaßen auf einem “Fight Club”-Gedanken auf. Sollte der Bürgerkrieg, wenn er denn – “Haltet euch bereit” – wirklich kommt, ernsthaft in einem Topos gründen, dem das liberale Hollywood zu entscheidender Bekanntheit verholfen hat?

via zeit: “Proud Boys”: Mehr als nur ein Neonazi-Schlägertrupp

Holocaust-Leugner in Dresden zu Geldstrafe verurteilt

Der mehrfach verurteilte Holocaust-Leugner Gerhard Ittner ist vom Amtsgericht Dresden zu einer Geldstrafe von 5.100 Euro verurteilt worden. Ittner hatte im Februar 2017 eine Demonstration in der sächsischen Landeshauptstadt geleitet, bei der – sowohl er – als auch zwei weitere Rechtsextremisten mehrfach den Massenmord an den europäischen Juden geleugnet beziehungsweise verharmlost hatten

via deutschlandfunk: Holocaust-Leugner in Dresden zu Geldstrafe verurteilt