Rechte Szene-Kleidung: #Bundeswehr will nicht prüfen – #rechtsblindheit #rosenaufdenweg

Obwohl ein Soldat öffentlich in rechtsextremer Szenekleidung auftritt, liegen aus Sicht der Bundeswehr keine “Verdachtsmomente” gegen den Mann vor. Auf Anfrage von Panorama sagte ein Sprecher, das Tragen von solcher Kleidung stelle für sich alleine keinen “tatsächlichen Anhaltspunkt” für ein Fehlverhalten dar. Nach Recherchen von Panorama posiert ein Soldat aus Mecklenburg-Vorpommern mit rechter Szenekleidung im Internet. Auf mehreren Fotos, die von dem Soldaten privat auf der Plattform “Instagram” hochgeladen wurden, präsentiert sich der Mann mit T-Shirts der Marke “Label 23”. Diese ist laut dem Verfassungsschutz in Brandenburg aus dem Label eines bekannten Cottbusser Rechtsextremisten hervorgegangen.

via ndr: Rechte Szene-Kleidung: Bundeswehr will nicht prüfen

Wilhelm #Heitmeyer über Kampf gegen #Rechtsextremismus – „Ich sehe partielle #Blindheit bis hin zu #Staatsversagen“ – #polizeiproblem #copculture

Es braucht eine unabhängige Polizeistudie, sagt der Soziologie Wilhelm Heitmeyer. Horst Seehofer kritisiert er scharf. 17 Jahre lang war Wilhelm Heitmeyer Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Soeben ist sein neues Buch „Rechte Bedrohungsallianzen“ erschienen, in dem er vor der Gefährlichkeit der AfD und der Unterwanderung deutscher Sicherheitsbehörden warnt. Herr Heitmeyer, nach Krach in der Großen Koalition hat Innenminister Horst Seehofer (CSU) diese Woche noch einmal klargestellt, dass es „keine Rassismusstudie in der Polizei“ geben wird, wohl aber eine Untersuchung des Polizeialltags. Was halten Sie davon? Entscheidend wird sein, ob ein seriöses Forschungsdesign allein nach wissenschaftlichen Standards entwickelt und extern begutachtet wird. Sonst sind die Wissenschaftler nicht zu beneiden angesichts der Neigungen von Innenministerien, Eingriffe sowohl bei Fragestellungen als auch Interpretationen vorzunehmen. Der Ermittlung der Ausmaße von Rassismus sind angesichts der zur Zeit überhitzten Debatte methodisch enge Grenzen gesetzt – anders sieht es bei den Mechanismen aus. Zwei Fragen sind wichtig: Welche Personen gehen zur Polizei? Welches Verhalten erzeugen die Risikokonstellationen im Polizeialltag einschließlich rassistischer Grenzüberschreitungen? Seit Monaten sträubt sich Seehofer gegen eine unabhängige Polizeistudie – trotz zahlreicher aufgeflogener Chatgruppen, rechtsradikaler Verdachtsfälle und auffälliger Adressabfragen von Polizeicomputern… Dafür habe ich kein Verständnis. Jede Gesellschaft hat ein Recht darauf zu wissen, was in den Institutionen vor sich geht, die sie selbst mit dem Gewaltmonopol, mit Macht und Waffen ausgestattet hat. Eine solche Abschottung sollte sich keine Gesellschaft bieten lassen. Diesen Monat hat der Minister allerdings einen Lagebericht zu Rechtsextremisten in Sicherheitsbehörden vorgestellt. Dort sind 319 rechtsextreme Verdachtsfälle in den eigenen Reihen aufgeführt. Ein reines Ablenkungsmanöver. Die 319 Fälle sind doch nur das Hellfeld – die waren schon aufgedeckt. Selbst der Verfassungsschutz sagt, dass es aufs Dunkelfeld ankommt. Für dieses Lagebild wurde auch nichts untersucht, es gab nur eine Abfrage bei den Innenministerien der Länder. Neu sind derartige Ablenkungsmanöver allerdings nicht. (,…) Wie schlägt sich der Rechtsstaat im Kampf gegen Rechtsextremismus außerhalb der eigenen Reihen? Ich sehe dort partielle Blindheit bis hin zu Staatsversagen. Letzteres betrifft etwa den Verfassungsschutz, jedenfalls bis zur Ablösung von Hans-Georg Maaßen. Unter seinem Nachfolger Thomas Haldenwang weht spürbar ein anderer Wind, der ist auch dringend notwendig. In Ihrem neuen Buch „Rechte Bedrohungsallianzen“ sprechen Sie zudem von „moralischem Versagen“. Das besteht darin, dass der Staat seine Aktivitäten gegen Rechtsextremismus erst deutlich gesteigert hat, als mit Walter Lübcke im Juni vergangenen Jahres ein Politiker, ein prominenter Vertreter des Staates, ermordet wurde. Aber die vielen Menschen, die schon vorher getötet worden sind, etwa durch den NSU, diese Menschen sind auch prominent, für ihre Familien und Freunde. Und es ist kaum etwas passiert. Das heißt, der Staat ist jetzt aufgewacht? Ich fürchte, dass Teile der Politik immer noch nicht begriffen haben, wie gefährlich die Situation inzwischen ist. Es gibt eine Ausdifferenzierung und Dynamisierung von Gruppen bis zur erhöhten Terrorfähigkeit. Das gesamte rechte Spektrum ist in die Offensive gegangen.

via tagesspiegel: Wilhelm Heitmeyer über Kampf gegen Rechtsextremismus „Ich sehe partielle Blindheit bis hin zu Staatsversagen“

#Polizist muss sich wegen #Rassismus-Vorwürfen vor dem #Amtsgericht #Augsburg verantworten – #schauhin #polizeiproblem

Während bundesweit über Rassismus bei der Polizei diskutiert wird, steht nun in Augsburg seit Freitag ein 44-jähriger Polizeibeamter wegen Rassismus-Vorwürfen vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Augsburg wirft ihm unter anderem Volksverhetzung und Beleidigung vor. In einem Café am Rathausplatz soll der Polizist betrunken rassistische Beleidigungen gebrüllt zu haben. Als die Anwesenden ihm damit drohten, die Polizei zu rufen, zückte der Angeklagte selbst seine Dienstmarke. Auch einen anderen Gast des Cafés soll der gebürtige Augsburger beleidigt haben. Teil der Anklage ist außerdem auch eine Sachbeschädigung. In der Toilette des Lokals soll der 44-Jährige mit solcher Wucht gegen die Trennwände gesprungen sein, dass diese sich von der Wand lösten. Zu dem Zwischenfall kam es laut Anklage am 15. August vergangenen Jahres im Außenbereich eines Cafés am Augsburger Rathausplatz. Der Angeklagte soll dort im alkoholisierten Zustand zunächst einen 21-Jährigen angepöbelt haben, da seiner Meinung nach dessen neongrüne Schuhe nicht zum Rest der Kleidung passten. In der darauf folgenden Diskussion soll er den jüngeren Mann noch mit dem Wort “Schwuchtel” beleidigt und sich darüber amüsiert haben. Zudem soll er in dem Bistro laut rassistische Beleidigungen gerufen haben, darunter laut Anklageschrift Ausrufe wie „Drecks Schwarzafrikaner“ und „alle Schwarzafrikaner sind scheiße“. Als ihn dann mehrere Gäste baten, das Lokal zu verlassen, da ansonsten die Polizei verständigt würde, zog er seinen polizeilichen Dienstausweis hervor und forderte die Gäste auf, ruhig seine Kollegen zu rufen, da er von diesen als Polizist sowieso nichts zu befürchten habe

via stadtzeitung: Polizist muss sich wegen Rassismus-Vorwürfen vor dem Amtsgericht Augsburg verantworten

#AfD-Politiker missachtet #Corona-Regeln: Wird ihm ein Foto zum #Verhängnis? – #brandner #verantwortungsloser #covidiot #gefaehrder

Die AfD hält bekanntermaßen nicht sonderlich viel von den aktuellen Maßnahmen während der Corona-Pandemie und stellt das immer wieder zur Schau. Einem Politiker könnte wegen einer erneuten Missachtung der Regeln nun allerdings richtig Ärger drohen. “Heimweg mit dem – wieder nicht pünktlichen”, schrieb Stephan Brandner (54, AfD) auf seinem Twitter-Profil. (…) Unter seinem Text fügte er dann noch ein Foto von sich ein, wie er aus dem Zug schaut. Doch ein Detail fiel bei dem Post des Abgeordneten besonders auf: Brandner trug keine Maske. Dabei ist eine Mund-Nasen-Bedeckung während der Fahrt eigentlich Pflicht. Ein Nutzer wollte bei Brandners Regelstoß wohl nicht einfach wegschauen und meldete den Tweet den Behörden. “@Polizei Thüringen kümmern Sie sich um den typ?”, schrieb er und verlinkte auch die Bahn. “@Deutsche Bahn erteilen Sie bitte ein allgemeines Nutzungsverbot für den Spinner der es offenbar trotz Studiums der Rechtswissenschaft nicht hinbekommt die Maskenpflicht umzusetzen? Vermutlich ist er wieder auf die Toilette geflüchtet”, schrieb er. (Rechtschreibung übernommen) (…) Die Polizei Thüringen reagierte nämlich auf die Zeilen des Nutzers und schrieb: “Wer bereits das Tragen einer Maske als unangenehm empfindet, wird ein Beatmungsgerät hassen. Wir haben den Tweet gesichert und leiten ihn zuständigkeitshalber an die Kollegen der Bundespolizei weiter.”

via tag24: AfD-Politiker missachtet Corona-Regeln: Wird ihm ein Foto zum Verhängnis?

Der Mann beleidigte und schlug eine Schwarze vor den Augen ihrer Tochter – Rassistische Attacke: #Bewährungsstrafe für #Schläger in #Hannover – #schauhin #leitkultur #intensivtäter

Der Rassist Christian M. hat im November in Hannover-Wülfel eine Schwarze vor den Augen ihrer damals neunjähriger Tochter beleidigt und verprügelt. Das Mädchen ist seitdem traumatisiert. Jetzt musste sich der 41-Jährige vor dem Amtsgericht verantworten. Er entging aber dem Gefängnis und wurde wegen Körperverletzung und Beleidigung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt. Schläge und Tritte ins Gesicht und in den Bauch. Die vierfache Mutter war am 30. November gegen 20 Uhr zu Fuß mit ihrer Tochter unterwegs, als Christian M. plötzlich an der Pieperstraße (Wülfel) mit Fahrrad und Hund auf sie zukam, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Laut Anklage beleidigte der 41-Jährige die Frau zunächst wiederholt mit dem N-Wort. Die heute 40-Jährige habe zunächst so getan, als ob sie ihn nicht höre, weil ihre Tochter nichts bemerken sollte, heißt es laut HAZ. Als die Frau fragte, was sein Problem sei, habe der Alkoholiker seinem Hund befohlen: “Fass!” Doch das nur kniehohe Tier habe den Rückzug angetreten – woraufhin M. laut Anklage selbst auf die Mutter losging. Die Staatsanwältin berichtete von anfänglichen Schlägen ins Gesicht und gegen den Hals, heiß es in der Haz. Als die Senegalesin zu Boden ging, trat der 41-Jährige auf die Frau ein und traf sie drei- bis viermal an Hüfte und Bauch. (…) Christian M. ist unter anderem wegen Beleidigung, Körperverletzung, Drogenbesitz, Sachbeschädigung, Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole und Schwarzfahren vorbestraft, berichtet die HAZ. Beim jetzigen Prozess trat er ohne Verteidiger auf und leugnete zunächst die Attacke, heißt es weiter. Die Staatsanwältin attestierte Christian M. letztlich eine “hohe Rückfallgeschwindigkeit” und keine positive Sozialprognose.

via rtl: Der Mann beleidigte und schlug eine Schwarze vor den Augen ihrer Tochter
Rassistische Attacke: Bewährungsstrafe für Schläger in Hannover

Propagandavideos für Jugendliche: TikTok und die AfD

So sieht es wohl aus, wenn die AfD auf jung und divers machen will: Menschen sitzen in einem schwarzen Sessel, verschiedene Berufe und Herkunftsorte werden aufgezählt. Und am Ende sagen diese Leute, sie seien in der AfD. Dieses Filmchen findet sich auf dem sozialen Netzwerk TikTok, wo es bislang mehr als 160.000-mal angeklickt worden ist. Der Clip mit dem AfD-freundlichen Content wirkt wie ein Wahlwerbevideo, aber die lässt TikTok eigentlich gar nicht zu. Eigentlich. Zumindest nicht, wenn jemand dafür bezahlt. Das Video ist der meistgesehene Clip des TikTok-Kanals “btw2021”. Der Account wirkt dubios, erscheint wie ein offizieller Auftritt des Bundes: Im Profilbild sind schwarz-rot-goldene Wahlkreuze zu sehen, und in der Selbstbeschreibung steht etwas von Aufklärungsarbeit und der Bundestagswahl 2021. Das Logo scheint von der Website “Bundestagswahl 2021” genommen. Entworfen hat es, nach eigenen Angaben, der Betreiber der Seite, Johannes Eva. Er bespielt auch Social Media unter diesem Logo, einen TikTok-Account, sagt er, betreibe er allerdings nicht.

via spiegel: Propagandavideos für Jugendliche: TikTok und die AfD

#Landgericht Baden-Baden entscheidet gegen ehemaligen #AfD-Politiker Stefan #Räpple – Darf als #Antisemit bezeichnet werden

Der Landtagsabgeordnete Stefan Räpple darf nach einer Entscheidung des Landgerichts Baden-Baden als Antisemit bezeichnet werden. Mit einer Unterlassungsklage gegen die Bezeichnung «erklärter Antisemit» und «Holocaust-Relativierer» war das ehemalige AfD-Mitglied gescheitert, berichten mehrere Medien. Stefan Räpple wollte die von einer Stiftung auf einem Online-Nachrichtenportal gemachten Äußerungen mit einer Unterlassungsklage vor dem Landgericht Baden-Baden verbieten lassen. Die vierte Zivilkammer habe die Äußerung in der Berichterstattung über einen AfD-Parteitag als ein Werturteil angesehen, das der Meinungsfreiheit unterfalle, habe das Gericht am Donnerstag mitgeteilt

via goodnews4: Landgericht Baden-Baden entscheidet gegen ehemaligen AfD-Politiker Stefan Räpple – Darf als Antisemit bezeichnet werden

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Von <a href=”//commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:StuttgartUser&amp;action=edit&amp;redlink=1″ class=”new” title=”User:StuttgartUser (page does not exist)”>Leon Wallis</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 4.0, Link