Peter Fitzek, selbsternannter “oberster Souverän” des Fantasiestaates “Königreich Deutschland”, bleibt weiter in Untersuchungshaft. Was dem “König” vorgeworfen wird und wieso der Generalbundesanwalt zuständig ist, beleuchtet Simon Gauseweg. Vor etwas mehr als einem Jahr, am 14. Mai 2025, verkündete Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) das Verbot des sogenannten “Königreich Deutschland” (KRD). Am selben Tag wurden vier Rädelsführer des KRD festgenommen und befinden sich seither in Haft. Dabei wird es auch bleiben, wie aus einem Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) über eine Haftbeschwerde des selbsternannten “Obersten Souverän” des KRD, Peter Fitzek, hervorgeht (BGH, Beschl. v. 26.05.2026, Az. 3 StB 27–34/26). Neben Fitzek, der sich selbst auch royal “Peter I.”, christlich verbrämt “Peter Menschensohn” oder auch prätentiös “Imperator Fiduziar” nennt und gern das deutsche Staatsoberhaupt wäre, sind zunächst Benjamin M. und Martin S. in Haft. Bei ihnen dürfte es sich um KRD-Gründungsmitglieder (und selbsternannte “Freiherren”) handeln, die in der von Fitzek erdachten Ständehierarchie des KRD dem höchsten Stand der “Deme” angehören. Der ebenfalls inhaftierte Mathias B. hatte – zeitweise als von Fitzek ernannter “Amtmann im Staatsdienst” – eine Fantasie-“Bank” für ihn geleitet. Mutmaßlich in Freiheit ist ein weiterer Beschuldigter im Verfahren, bei dem im Mai 2025 ebenfalls Durchsuchungen stattfanden. Hierbei könnte es sich um den Schweizer Staatsbürger Marco G. handeln, der sich in den letzten Jahren des “Königsreichs” zur rechten Hand Fitzeks gemausert hatte. (…) Dem selbsternannten “König” dürfte die Situation bekannt vorkommen: Bereits in den Jahren 2016–2018 befand sich Fitzek in Untersuchungshaft. Vorgeworfen hatte man ihm Untreue zu Lasten der Einleger seiner verbotenen Bank. Zwar hob der BGH eine zwischenzeitliche Verurteilung auf und verwies die Sache zurück (woraufhin sie letztlich eingestellt wurde). Seine Haftzeit wurde aber auf eine ganze Reihe rechtskräftiger Verurteilungen, u.a. wegen etlicher Fahrten ohne Fahrerlaubnis, aber auch wegen des Betreibens unerlaubter Versicherungsgeschäfte, angerechnet.
Bericht von Europol – Männer betäubten und missbrauchten Partnerinnen – Ermittlern gelingt Schlag gegen Netzwerke
Die Fälle weisen Parallelen zum Fall Gisèle Pelicot auf: Dutzende Täter sollen den Missbrauch ihrer Partnerinnen gefilmt, ins Internet gestellt und Tipps ausgetauscht haben. Nun berichten Ermittler von einem Erfolg. Die Verbrechen erinnern an den Fall der Französin Gisèle Pelicot: Männer betäuben ihre Partnerinnen, missbrauchen sie sexuell und stellen Aufnahmen der Tat ins Internet. Internationale Ermittler sind nach einem Bericht von Europol nun erstmals gezielt gegen solche Onlinenetzwerke vorgegangen. 156 mutmaßliche Opfer und Täter seien identifiziert worden, teilt Europol in Den Haag mit. An dem Projekt »Medusa« waren maßgeblich das Bundeskriminalamt und das Hamburger Landeskriminalamt beteiligt. Der Einsatz im Juni führte nach Angaben von Europol zu 274 neuen Spuren. Insgesamt waren neun Länder am Einsatz beteiligt. Deutsche und britische Behörden hatten die Leitung. Die europäische Polizeibehörde koordinierte den Einsatz. Einzelheiten über Täter oder Opfer, wie etwa Heimatländer, nannte Europol mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Täter tauschten im Netz Tipps aus Täter sind nach Angaben von Europol vorwiegend Männer, die ihre eigenen Partnerinnen erst betäuben und sie dann sexuell missbrauchen. Aufnahmen davon würden sie dann in frauenfeindlichen Gruppen in sozialen Medien teilen. Dort tauschten die Täter auch ihre Erfahrungen aus sowie Tipps. Sie informierten auch über die Wirksamkeit der Drogen oder Betäubungsmittel und wie man sich diese beschaffen könne. Im Zuge der jüngsten Operation waren vier neue solcher Netzwerke entdeckt worden. Das Projekt »Medusa« war im April gestartet, mit dem Ziel, die Onlinenetzwerke hinter diesem Missbrauch zu zerschlagen. Seit April gab es Europol zufolge in den beteiligten Ländern 57 Festnahmen, 158 Opfer wurden in Sicherheit gebracht
via spiegel: Bericht von Europol Männer betäubten und missbrauchten Partnerinnen – Ermittlern gelingt Schlag gegen Netzwerke
siehe auch: Ermittler gehen europaweit gegen Netzwerk von Sexualstraftätern vor In neun Ländern sind Ermittler gegen Netzwerke vorgegangen, deren Mitglieder Frauen betäubt und sexuell missbraucht haben sollen. Das »Projekt Medusa« läuft weiter. Erstmals ist ein internationales Ermittlungsteam gezielt gegen Netzwerke von Männern vorgegangen, die ihre Partnerinnen betäuben und dann sexuell missbrauchen. Aufnahmen des Missbrauchs würden sie dann im Netz teilen, hieß es einem Bericht von Europol zufolge. 156 mutmaßliche Opfer und Täter seien identifiziert worden, teilte Europol in Den Haag mit. An dem sogenannten Projekt Medusa waren maßgeblich das Bundeskriminalamt und das Hamburger Landeskriminalamt beteiligt. Der Einsatz im Juni führte nach Angaben von Europol zu 274 neuen Spuren. Insgesamt waren neun Länder am Einsatz beteiligt. Deutsche und britische Behörden leiteten die Ermittlungen, die europäische Polizeibehörde koordinierte den Einsatz
Nach Explosion in Monaco – Interpol fahndet nach Ukrainerin aus Deutschland
Bei einer Explosion in Monaco wurden am Montag drei Menschen schwer verletzt. Nun wird eine 39-jährige Ukrainerin aus Deutschland per internationalem Haftbefehl gesucht. Die Spuren führen auch nach Hessen. Nach der Explosion in Monaco mit drei Schwerverletzten suchen die Behörden eine Ukrainerin mit Wohnsitz in Deutschland. Anders als zunächst gedacht, handle es sich bei der verdächtigen Person um eine Frau und nicht um einen Mann, sagte Morgan Raymon von der Staatsanwaltschaft Monaco. Die Verdächtige Anastasija B., die sich als Mann verkleidet hatte, werde mit internationalem Haftbefehl gesucht.”Nach ersten Erkenntnissen und Ermittlungen der monegassischen Strafverfolgungsbehörden hatten sich Bezüge nach Hessen ergeben”, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Hessen mit. Am Donnerstag sei im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens eine von der 39 Jahre alten Ukrainerin angemietete Wohnung im Main-Taunus-Kreis durchsucht worden. “Des Weiteren wurde ein von ihr genutztes Fahrzeug durchsucht und sichergestellt.” (…) In der Ukraine zählt Jermolajew zum sogenannten “Monaco-Bataillon”, einer Gruppe von Geschäftsleuten und früheren Oligarchen, die sich nach Beginn des russischen Angriffskriegs an der Mittelmeerküste niedergelassen haben. Seit 2023 unterliegt Jermolajew in der Ukraine Sanktionen wegen seiner geschäftlichen Aktivitäten auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim
via tagesschau: Nach Explosion in Monaco Interpol fahndet nach Ukrainerin aus Deutschland
siehe auch: ANSCHLAG AUF OLIGARCHEN: Spur von mutmaßlicher Monaco-Attentäterin führt nach Hessen. Die Ermittlungen zum Sprengstoffanschlag auf einen ukrainischen Oligarchen in Monaco führen nach Hessen. Ermittler haben die Wohnung einer Ukrainerin durchsucht, bei der es sich um die gesuchte Attentäterin handeln soll. Nach dem Anschlag auf den ukrainischen Oligarchen Wadim Jermolajew in Monaco, bei dem am Montag Jermolajew sowie eine Frau und ein Kind zum Teil schwer verletzt worden sind, führt die Spur nach Hessen. Derzeitigen Erkenntnissen zufolge haben Beamte eine Wohnung im Main-Taunus-Kreis durchsucht. Dem Vernehmen nach soll es sich um die Wohnung der mutmaßlichen Attentäterin handeln, die über ein Video identifiziert worden sein soll. Es handele sich um eine Ukrainerin, wie die Generalstaatsanwaltschaft und die Staatsanwaltschaft Frankfurt sowie das Hessische Landeskriminalamt am Freitag mitteilten.
AfD-Bundesparteitag: Polizei in Erfurt bereitet sich auf bis zu 50.000 Demonstrierende vor
Demos, Blockaden, Konzerte: Der AfD-Parteitag in Erfurt am Wochenende ist für die Polizei ein Großeinsatz. Tausende Beamte sind vor Ort, es gibt viele Straßensperrungen. Am Tag vor dem AfD-Bundesparteitag in Erfurt befindet sich die thüringische Landeshauptstadt im Ausnahmezustand. Die Polizei rechnet nach eigenen Angaben mit bis zu 50.000 zumeist friedlichen Demonstranten. Aber auch bis zu 2.500 gewaltbereite Aktivisten sollen laut Polizei dabei sein, Straßen könnten blockiert werden. Zufahrtswege zu dem Tagungsort der AfD auf dem Messegelände werden gesperrt, eine Ikea-Filiale und die weitläufige Gartenausstellung egapark schließen vorsorglich. Die Straßenbahn endet am Gothaer Platz und fährt nicht wie sonst den Berg hoch zum Messegelände – der wichtigste Weg aus der Innenstadt zum Tagungsort. Die Polizei ist mit mehreren tausend Beamten vor Ort. Einheiten aus fast allen Bundesländern sind im Einsatz. Dazu kommen Pferdestaffeln und Wasserwerfer. Reporter des MDR berichten, dass schon am Freitagvormittag viele Polizisten am Erfurter Hauptbahnhof und in der Innenstadt unterwegs gewesen seien. Das nahe der Messe gelegene Dorf Schmira ist mit Gitterabsperrungen und vielen Mannschaftswagen der Polizei gesichert. Durch das Dorf führt der zweite Hauptzufahrtsweg zum Gelände. Das sich als antifaschistisch verstehende Bündnis Widersetzen verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, den AfD-Parteitag »mit Aktionen des massenhaften Ungehorsams zu verhindern«. »Wir werden diesen Parteitag zum Desaster machen«, sagte Bündnissprecher Noa Sander. »Unser klares Ziel ist, alle Zufahrtswege zu diesen Messehallen zu blockieren. Wir kommen von allen Seiten.« Man werde sich »mit Zehntausenden, mit unseren Körpern entschlossen dem Faschismus entgegenstellen«.
via zeit: AfD-Bundesparteitag: Polizei in Erfurt bereitet sich auf bis zu 50.000 Demonstrierende vor
siehe auch: Parteitag der AfD: Ausnahmezustand in Erfurt erwartet Die Polizei rechnet mit rund 50.000 Gegendemonstranten, wenn die AfD vom 4. bis 5. Juli in Erfurt tagt. Auf dem Parteitag selbst wird ein Machtkampf um Einfluss im Bundesvorstand erwartet. Schon vor Beginn ihres Parteitags sorgt die in Teilen rechtsextreme AfD für zahlreiche Schlagzeilen. Die Spannbreite ist groß: Die angekündigten Massenproteste gegen die AfD, Diskussionen um ein mögliches Verbotsverfahren und auch die Machtkämpfe innerhalb der Parteispitze. Dabei gehen die jüngsten rassistischen Ausfälle von AfD-Funktionären fast unter: Mehrere Politiker äußerten sich in den vergangenen Tagen abfällig über die deutsche Fußballnationalmannschaft: Der Brandenburger AfD-Landtagsabgeordnete Dominik Kaufner sprach Nationalspielern ab, Deutsche zu sein, weil sie keine “Volksdeutschen” seien. Der Begriff wurde vor allem in der Zeit des Nationalsozialismus geprägt, um Juden, Schwarze Menschen, Sinti und Roma als “Nicht-Deutsche” auszugrenzen. Und der einflussreiche AfD-Landesvorsitzende von Thüringen, Björn Höcke, machte rassistische Witze über Schwarze Menschen in der Nationalmannschaft.
Reichsbürger hortet vollautomatische Waffen und Munitionskisten
Ein 59-Jähriger aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf sitzt in Untersuchungshaft. Rund 70 Beamte durchsuchten drei Tage lang drei Objekte. Neustadt – Ermittler des Staatsschutzes beim Polizeipräsidium Mittelhessen haben Mitte vergangener Woche gemeinsam mit zahlreichen weiteren Polizeikräften mehrere gerichtliche Durchsuchungsbeschlüsse in Rabenau (Landkreis Gießen), Wohratal und Neustadt (beide Landkreis Marburg-Biedenkopf) vollstreckt. Wie das Polizeipräsidium Mittelhessen jetzt mitteilte, richteten sich die Maßnahmen gegen einen 59-jährigen deutschen Staatsangehörigen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der Beschuldigte aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf wird nach aktuellem Stand der Ermittlungen der Reichsbürgerszene zugeordnet. Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise darauf, dass er im Besitz von Waffen sein könnte, woraufhin das Amtsgericht Marburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechende Durchsuchungsanordnungen erließ. (…) Die Ermittler fanden dabei eine Vielzahl von Beweismitteln: Lang- und Kurzwaffen, vollautomatische Waffen, diverse Waffenbauteile, mehrere Kisten Munition sowie militärische Schutzausstattung und zahlreiche Hieb- und Stoßwaffen. Die sichergestellten Gegenstände werden nun einer waffenrechtlichen Untersuchung unterzogen.
via hna: Reichsbürger hortet vollautomatische Waffen und Munitionskisten
siehe auch: Mutmaßlicher Reichsbürger festgenommen – Waffen sichergestellt Ein 59-Jähriger aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf sitzt in Untersuchungshaft: Bei ihm wurde ein Arsenal von Waffen und Munition gefunden. Er soll der Reichsbürgerszene angehören. (…) “Lang- und Kurzwaffen, vollautomatische Waffen, diverse Waffenbauteile, mehrere Kisten Munition sowie militärische Schutzausstattung und zahlreiche Hieb- und Stoßwaffen auf”, hieß es in einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag; Mutmaßlicher Reichsbürger nach Waffenfunden in Neustadt und Wohratal in Haft Nach Durchsuchungen in Neustadt, Wohratal und in Rabenau im Kreis Gießen und umfassenden Waffenfunden sitzt ein mutmaßlicher Reichsbürger aus dem Landkreis in Untersuchungshaft. Ermittler des Staatsschutzes beim Polizeipräsidium Mittelhessens haben Mitte der vergangenen Woche gemeinsam mit einer Vielzahl weiterer Polizeikräfte mehrere richterliche Durchsuchungsbeschlüsse in Rabenau, Wohratal und Neustadt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz vollstreckt. (…) Dabei fanden die Ermittler eine große Vielzahl von Beweismitteln, wie zum Beispiel Lang- und Kurzwaffen, vollautomatische Waffen, diverse Waffenbauteile, mehrere Kisten Munition sowie militärische Schutzausstattung und zahlreiche Hieb- und Stoßwaffen. Was der Beschuldigte mit dem Arsenal vorhatte, ist offen.
Brandanschlag in Cottbus: Verdacht des versuchten Mordes – #terror
Eine Synagoge wird mit einem Hakenkreuz beschmiert, alternative Projekte werden attackiert. Nun ermittelt die Polizei wegen versuchten Mordes. Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf ein alternatives Wohnprojekt in Cottbus ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Die Polizei gehe davon aus, dass die zwei Tatverdächtigen aus dem rechtsextremen Spektrum stammten, sagte ein Sprecher. 2025 war es bereits zu mehreren Angriffen mit Pyrotechnik auf das Wohnprojekt »Zelle 79« gekommen. »Ich schlief bereits fest, als mich ein Knall weckte. In Sekunden war ich am Fenster«, teilt Fabi Buchholz von »Zelle 79« mit. »Dort rief ich den zwei Angreifern zu, sie sollen verschwinden, und habe die Kamera auf sie gerichtet. Sie schrien zurück, dass wir runterkommen sollen. Danach und damit im vollen Wissen darüber, dass Menschen im Haus sind, haben sie die Brandsätze geworfen.« Die Polizeibeamten wurden in der Nacht zum Donnerstag alarmiert. Unbekannte haben mehrere Flaschen gegen die Fassade des Hauses geworfen, die mit brennbaren Flüssigkeiten gefüllt waren, heißt es von der Polizei. Die Beamten konnten einen kleinen Brand nahe dem Wohnprojekt löschen. Verletzt wurde niemand. »Aufgrund der Tatsache, dass sich zur Tatzeit Personen in dem Haus aufhielten, ermittelt die Polizei zunächst wegen des Verdachts des versuchten Mordes, vorbehaltlich der konkreten Bewertung der Staatsanwaltschaft«, so die Polizei selbst. Da es sich um ein alternatives Szeneobjekt handele, habe der Staatsschutz eine Ermittlungsgruppe mit der Mordkommission gebildet. Der Schutz des Hauses werde verstärkt. Nach ersten Zeugenaussagen wurden den Ermittlern zufolge zwei Männer bei der Tat beobachtet, die etwa 15 bis 20 Jahre alt und schwarz gekleidet gewesen sein sollen. Einer habe eine Tätowierung am linken Unterarm und eine schwarz-weiß-rote Sturmhaube getragen, ein anderer ein Langarm-Shirt mit weißem Aufdruck auf der Brust. Der Brandanschlag ereignete sich während der Christopher-Street-Day-Aktionswochen in Cottbus. Laut Mitteilung von »Zelle 79« hingen am Haus ein CSD-Plakat und eine Regenbogenflagge. »Dieser Brandanschlag ist ein Angriff auf queeres Leben in Cottbus. Es wird wieder einmal deutlich, mit welchem Selbstbewusstsein und mit welcher Skrupellosigkeit die rechte Szene in Cottbus agiert«, sagt Lukas Pellio von der Initiative Sichere Orte Südbrandenburg. Die Initiative hatte sich angesichts zunehmender rechter Anschläge in der Niederlausitz im vergangenen Jahr gegründet. Die Stadt Cottbus gilt als ein Schwerpunkt des Rechtsextremismus in Brandenburg. Im Frühjahr war ein schwarzes Hakenkreuz an die Synagoge in der Fußgängerzone der Stadt geschmiert worden. In den Flur eines anderen alternativen Wohnprojekts wurde eine Leuchtfackel geworfen. Es gab Drohungen unter anderem an der Wohnung eines Studentenpfarrers, der sich gegen Rechtsextremismus engagiert. Ende April hatten mehrere Hundert Menschen in Cottbus gegen rechte Gewalt demonstriert.
via nd: Brandanschlag in Cottbus: Verdacht des versuchten Mordes
siehe auch:_ Woidke nach Anschlag: «Klare Kante gegen rechte Gewalt». Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat sich bestürzt nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf ein Wohnprojekt in Cottbus gezeigt und «klare Kante» gegen rechts angekündigt. «Die jüngsten Ereignisse in Cottbus machen mich fassungslos und entsetzt», erklärte der SPD-Politiker. «Die Landesregierung wird weiterhin klare Kante gegen rechte Gewalt zeigen. Solche Taten müssen mit aller Härte bestraft werden.»Die Polizei ermittelt nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf das alternative Wohnprojekt «Zelle 79» in Cottbus wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Sie geht davon aus, dass die zwei Tatverdächtigen aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. Im vergangenen Jahr gab es bereits Angriffe auf das Wohnprojekt.
Nach Eskalation am Pizzastand : Staatsschutz ermittelt gegen AfD-Politiker
Ausraster eines bayerischen AfD-Stadtrates: Markus Leopold soll nach BILD-Informationen bei der „Italienischen Nacht“ in seiner Heimatstadt Burglengenfeld Angestellte einer Pizzeria beleidigt, sich mit der Security angelegt und dann auch noch einen Polizisten angegriffen haben. Jetzt ermittelt der Staatsschutz – denn laut Sicherheitsdienst soll der Kommunalpolitiker zudem ausländerfeindliche Sprüche gerufen haben! Nach Angaben von Gastwirt Slimen Ben Dhafer (48) eskalierte die Lage, als Leopold gegen 1:30 Uhr am Stand der Pizzeria „Olive“ kein Bier mehr bekam. „Er war schon öfter unser Gast, ich hatte nie ein Problem mit ihm. Doch diesmal gab es Streit um den Ausschank von Alkohol, er hatte schon zu viel getrunken“, schildert Ben Dhafer BILD. „Als er zu schubsen begann und ‚weg, weg, nicht anfassen‘ schrie, hat ihn die Security gepackt und mitgenommen.“ Die Sicherheitsleute soll Leopold als „Rindviech“ und „Arschloch“ tituliert haben. Christian Ach (45), Geschäftsführer des gleichnamigen Sicherheitsdienstes, sagte BILD: „Meiner Mitarbeiterin sagte er, sie soll dahin gehen, wo sie hergekommen ist.“ (…) „Nachdem er einen polizeilichen Platzverweis missachtete und während einer Identitätsfeststellung versuchte, auf ein polizeiliches Einsatzmittel zuzugreifen, musste polizeilicher Zwang angewendet werden.“ Offenbar hatte Leopold an den Gürtel eines Beamten gegriffen, wo Schlagstock, Taschenlampe, Reizgas und Ersatzmagazin befestigt sind. Zum Nachweis seiner Identität soll Leopold übrigens seinen AfD-Mitgliedsausweis gezückt haben. Danach wurde er gefesselt und musste den Rest der Nacht im Polizei-Gewahrsam verbringen
via bild: Nach Eskalation am Pizzastand : Staatsschutz ermittelt gegen AfD-Politiker