Vom Wunsch zur Realität: Rechtsextremer US-Blogger wird abgeschoben

„Wir müssen Millionen Menschen abschieben“, schrieb Milo Yiannopoulos Anfang 2025 an die Trump-Regierung gerichtet. Jetzt wurde der rechtsextreme Blogger von der US-Einwanderungsbehörde ICE festgesetzt und in sein Heimatland zurückgeführt. Der rechtsextreme Blogger Milo Yiannopoulos wurde von der US-Migrationsbehörde ICE außer Landes gebracht. Ein Sprecher des US-Heimatschutzministeriums bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass Yiannopoulos am Freitag in das Vereinigte Königreich abgeschoben wurde. Die ICE-Beamten hatten ihn am Flughafen New Orleans im Bundesstaat Louisiana festgenommen, da er sein Aufenthaltsrecht überschritten hatte. Offiziellen Angaben zufolge war Yiannopoulos am 14. Mai 2019 legal über New York in die USA eingereist. Nachdem er jedoch länger als erlaubt im Land geblieben war und zudem zu einer Anhörung nicht erschienen war, erließ ein Einwanderungsrichter am 22. Juli dieses Jahres eine endgültige Ausweisungsverfügung. „Abermillionen Menschen abschieben“ Yiannopoulos galt lange Zeit als eine prominente Figur unter amerikanischen Rechtsextremisten. Der offen homosexuelle Brite verbreitete Hassbotschaften gegen Frauen, Schwarze, Eliten und Liberale. 2017 wandte sich die Szene von ihm ab, nachdem ein Interview auftauchte, in dem er sexuellen Kontakt zwischen Männern und Jungen verteidigte: Er verlor seinen Buchvertrag beim Verlag Simon & Schuster, wurde von der Conservative Political Action Conference (CPAC) von der Rednerliste gestrichen und vom rechten Onlineportal Breitbart News entlassen. Zuletzt war Yiannopoulos vor allem für seine Verbindungen zum US-Rapper Ye (ehemals Kanye West) bekannt, berichtete das Promi-Portal TMZ. Er arbeitete fast zwei Jahre für ihn, bevor die Zusammenarbeit 2024 beendet wurde.

via audimax: Vom Wunsch zur Realität: Rechtsextremer US-Blogger wird abgeschoben

Verurteilter Bankräuber kandidiert für die AfD in Mecklenburg-Vorpommern

Bei einem Raubüberfall auf eine Volksbank in Duisburg hatte Sascha Gläser Geld erbeutet. Nun wollte er für die AfD ins Schweriner Landesparlament. Am 19. Dezember 2012 betritt ein unmaskierter Mann eine Volksbank-Filiale im Duisburger Stadtteil Rumeln. Aus seiner Jacke zieht er eine vermeintliche Pistole, bedroht damit die Kassiererin und fordert Bargeld. Die Frau händigt dem Mann das Geld aus, der Täter flüchtet zu Fuß. Die Duisburger Polizei veröffentlicht noch am gleichen Tag ein Foto des Täters. Er habe „eine gepflegte Erscheinung und kurze Haare mit einem Ansatz von Geheimratsecken“, heißt es in der Öffentlichkeitsfahndung. Über den Banküberfall berichtet vor fast 14 Jahren auch die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, die wie diese Redaktion zur FUNKE Mediengruppe gehört. Übereinstimmende Medienberichte zeigen nun, dass es sich bei dem Mann um den heute 41 Jahre alten AfD-Politiker Sascha Gläser aus Rostock handelt. Gläser ist stellvertretender Kreisvorsitzender und Direktkandidat für die bevorstehende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. (…) Der AfD in Mecklenburg-Vorpommern sei der Banküberfall nicht bekannt gewesen. Juristische Auswirkungen auf seine Kandidatur hat der damalige Überfall keine mehr. Der AfD-Co-Landeschef Enrico Schult sagte der „Bild“: „Da Herr Gläser nicht mehr vom Wahlzettel gestrichen werden kann, erwarten wir, dass er im Erfolgsfall auf das Mandat verzichtet, was er uns gegenüber bereits angekündigt hat.“

via morgenpost: Verurteilter Bankräuber kandidiert für die AfD in Mecklenburg-Vorpommern

siehe dazu auch: Saß zwei Jahre im Gefängnis AfD-Kandidat für Rostock raubte bewaffnet Bank aus Ein ehemaliger Bankräuber tritt für die AfD als Direktkandidat bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern an. Sascha Gläser beging im Jahr 2012 einen bewaffneten Überfall und verbüßte dafür eine Haftstrafe. FOCUS online bei Google bevorzugen Der heute 41-jährige Rostocker raubte im Dezember 2012 eine Bankfiliale in Duisburg aus, wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtet. Das zuständige Gericht verurteilte ihn dafür im Jahr 2013 wegen schwerer räuberischer Erpressung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Juristische Auswirkungen auf seine politische Kandidatur hat das Urteil nach Ablauf der gesetzlichen Fünfjahresfrist für den Verlust der Wählbarkeit nicht mehr. Linker: „AfD Risikofaktor für unsere Gesellschaft“ Die Nachricht stieß im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern auf scharfe Kritik der anderen Fraktionen, die der AfD Scheinheiligkeit vorwerfen. Michael Noetzel, innenpolitischer Sprecher der Linken, äußerte sich besorgt über die Personalie: „Die AfD ist ein echter Risikofaktor für unsere Gesellschaft“, sagte er. Auch Vertreter von CDU und Grünen kritisierten die Nominierung und forderten eine lückenlose politische Aufarbeitung.

siehe dazu auch: Screenshot WAZ 2012:

Gerangel an Wahlkampfstand: AfD-Politiker bleibt bei Strafantrag – #LügenAfD

Drei junge Leute sind am vergangenen Wochenende in Rosenheim mit einem AfD-Kandidaten in Streit geraten. Die Lage eskalierte, es wird wegen eines Angriffs ermittelt. Trotz eines Videos mit offenen Fragen hält der AfD-Mann an seinem Strafantrag fest. Der AfD-Kommunalpolitiker Michael Maurer hält entgegen anderslautender Meldungen an seinem Strafantrag wegen gefährlicher Körperverletzung gegen zwei Männer und eine Frau fest, mit denen er in Streit geraten war. Das teilte die für den Fall zuständige Staatsanwaltschaft Traunstein dem Bayerischen Rundfunk auf Nachfrage mit. Am Samstagvormittag war es in Rosenheim an einem Infostand der AfD zu einem Gerangel zwischen Unterstützern der Partei und Gegendemonstranten gekommen. Der 70-Jährige wurde dabei verletzt. (…)
Wegen des Gerangels um ein Banner, das die Gegendemonstranten mit sich führten, wurde bislang keine Anzeige erstattet, so die Staatsanwaltschaft. Das Rosenheimer “Bündnis gegen rechte Hetze” hatte nach dem Vorfall in einer Stellungnahme den Vorwurf der Nötigung und gemeinschaftlichen versuchten Raubs erhoben. Eine abschließende rechtliche Bewertung sei derzeit nicht möglich, teilte die Staatsanwaltschaft dem BR mit. Möglicherweise sei jedoch auch der Straftatbestand der versuchten Nötigung zu prüfen. (…) Am Stand steht der AfD-Bürgermeisterkandidat für Rott am Inn, Michael Maurer. Die Gruppe trägt ein Spruchband mit der Aufschrift “Offenes Antifa Plenum Rosenheim”. Beim Entfalten vor dem Stand kommt es zu einem Gerangel mit AfD-Unterstützern. Maurer ist kurz zu sehen, als ihn der Stoff des Banners streift. Danach verlagert sich die Rangelei in die Mitte der Fußgängerzone. Maurer bleibt zunächst am Stand und ist nicht beteiligt. Erst nach einiger Zeit geht er selbst auf die Gruppe zu, bewegt sich in ihre Mitte und stürzt. Tritte oder Schläge sind im BR24 vorliegenden Video nicht zu erkennen.

via br: Gerangel an Wahlkampfstand: AfD-Politiker bleibt bei Strafantrag

Ist die AfD das »freundliche Gesicht« des Antisemitismus?

Das American Jewish Committee thematisiert in einer am Dienstag veröffentlichten Analyse den Antisemitismus in der Alternative für Deutschland Verfasst vom Antisemitismusexperten Lars Rensmann, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Passau, im Auftrag des American Jewish Committee (AJC) befasst sich die auf Englisch veröffentlichte Studie unter dem Titel »›Freundliche Gesichter‹ des Antisemitismus?« mit dem strategisch codierten und oft verharmlosten Antisemitismus innerhalb der AfD.
Demnach integriere die AfD trotz punktuell pro-israelischer Rhetorik antisemitische Denkmuster, Verschwörungserzählungen und geschichtspolitischen Revisionismus systematisch in ihr ethnonationalistisches Weltbild. Die Partei versuche oft, ein »freundliches« oder bürgerliches Gesicht zu zeigen, während subtile Chiffren genutzt werden, um das eigene Wählerpotenzial zu mobilisieren. Rensmann erklärt in seiner Studie, der politische Antisemitismus fungiere als verbindendes Element innerhalb der allgemeinen Ablehnung der modernen, pluralistischen Demokratie durch die Partei. Dabei weist er darauf hin, dass die Partei zwar nicht offen antisemitisch auftrete und regelmäßig bestreite, antisemitische Tendenzen zu hegen, antisemitische Ideen, Codes und Narrative jedoch ihre Rhetorik, Mobilisierungsstrategien und Erinnerungspolitik durchdringen würden.
Dem Bericht zufolge hat sich die AfD von einer 2013 gegründeten euroskeptischen Protestpartei zur zentralen politischen Kraft der deutschen Rechten entwickelt, die als dauerhafter parlamentarischer Akteur und größte Oppositionspartei im Bundestag agiere. Laut Rensmann ging dieser Wandel mit einer Radikalisierung einher, in deren Zuge sich die Partei gegen die liberale Demokratie positioniert und zugleich autoritäre, ethnonationalistische sowie verschwörungsideologische Weltbilder pflegt. Die Analyse zeigt auf, wie die AfD Politik anhand einer starren Freund-Feind-Logik gestaltet und die Gesellschaft in ein vermeintlich tugendhaftes Volk einerseits und korrupte inländische Eliten sowie äußere Kräfte andererseits spaltet. Laut Rensmann spiegelt dieser Rahmen »in hohem Maße Muster des modernen Antisemitismus wider, der Juden historisch als verborgene Feinde darstellte, die interne ›Verräter‹ mit äußeren Bedrohungen verbanden«.

via JA: Ist die AfD das »freundliche Gesicht« des Antisemitismus?

Studie: FULL ANALYSIS: “Friendly Faces” of antisemitism? POLITICAL ANTISEMITISM IN THE ALTERNATIVE FOR GERMANY PARTY A Report from American Jewish Committee (AJC)

Höcke trat als Kandidat an: AfD scheitert in Thüringen mit Misstrauensvotum gegen Voigt

Die AfD ist in Thüringen mit einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) gescheitert. Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke ist mit dem Versuch gescheitert, den CDU-Ministerpräsidenten Mario Voigt zu stürzen. Ein Misstrauensantrag der AfD-Fraktion gegen den Regierungschef blieb im Landtag in Erfurt erfolglos. Es war bereits der zweite Anlauf der AfD-Fraktion in diesem Jahr, Voigt durch Höcke in der Staatskanzlei zu ersetzen. Anlass war erneut Voigts aberkannter Doktortitel und sein erfolgloser Widerspruch dagegen bei der TU Chemnitz. Der AfD-Fraktionschef, der als Rechtsaußen in der Partei gilt, stellte sich im Landtag der Ministerpräsidentenwahl und bekam bei der geheimen Abstimmung 33 Stimmen, eine mehr, als die AfD-Fraktion hat. Drei Abgeordnete enthielten sich, 49 votierten gegen Höcke. Damit gab es zwei Enthaltungen mehr als beim ersten AfD-Misstrauensvotum im Februar. Vertreter der Regierungskoalition aus CDU, BSW und SPD warfen Höcke eine rechtsextremistische Haltung und eine politische Showveranstaltung kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor.

via tagesspiegel: Höcke trat als Kandidat an: AfD scheitert in Thüringen mit Misstrauensvotum gegen Voigt

Ex-AfD-Stadtrat filmt und beleidigt Lagerverkauf-Kunden in Dortmund: „Die wiegt locker 200 Kilo“

Sebastian Marquard sorgte in Herdecke als AfD-Stadtrat, der nicht zu Sitzungen erscheint, für Schlagzeilen. In einem Video beleidigt er nun Lagerverkauf-Kunden. Sebastian Marquardt dreht vor Scheidings Lagerverkauf Videos und beleidigt Kunden. Inhaber Christoph Scheiding reagiert schockiert und schaltet Anwalt ein. In den sozialen Medien postet Scheidings Lagerverkauf eine Stellungnahme und ruft betroffene Kunden auf, sich zu melden. Mit dem Titel „Früher Tod im Angebot!“ postet ein „Influencer“, der zuvor politisch für die AfD in Herdecke im Stadtrat vertreten war, das Video in den sozialen Medien, das den Lagerverkaufsinhaber Christoph Scheiding am Freitagnachmittag (21.8.) zutiefst schockiert. In dem Video werden seine Kunden gezeigt, die ahnungslos im Lagerverkauf in Dortmund-Oestrich einkaufen wollen. Sie wissen nicht, dass sie gefilmt werden und auch nicht, dass diese Aufnahmen anschließend ins Internet gestellt werden. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb Inhaber Christoph Scheiding, der ebenfalls eine Filiale in Recklinghausen betreibt, jetzt einen Anwalt eingeschaltet hat. Seine Kunden, darunter auch Kinder, werden in dem Video erkennbar gezeigt und teilweise von dem besagten „Influencer“ als „fett“ betitelt und verbal attackiert (…) Bisher habe er Anzeige wegen des Filmens „in unseren Räumen und auf unserem Grundstück ohne Genehmigung“, wegen Rufschädigung und aus Datenschutzgründen erstattet. „Wir wollen es dabei aber nicht belassen“, sagt Scheiding. Einige betroffene Kunden, die sich einer Sammelklage anschließen wollen, hätten sich bisher schon bei ihm gemeldet. „Wir wollen ihnen unseren Anwalt zur Seite stellen, ohne dass ihnen Kosten entstehen“, sagt Scheiding. (…)
Der besagte Influencer, dem nun Anzeigen drohen, heißt Sebastian Marquard. Auf Instagram betitelt er sich selbst als „Physiotherapeut, Unternehmer“ und „Rebell“. Christoph Scheiding habe vorher noch nie etwas von ihm gehört. Mittlerweile seien ihm aber einige Informationen über Marquard zugetragen worden. „Er scheint nicht das erste Mal mit solchen Videos zu polarisieren.“ Seit Ende April 2026 ist Marquard nicht mehr Teil der Afd-Ratsfraktion in Herdecke. Nachdem er an keiner politischen Sitzung teilgenommen hat, hat er sein Mandat niedergelegt, in das er noch bei der Kommunalwahl 2025 gewählt wurde. Marquard will nun offenbar als Fitness-Influencer polarisieren. In dem Video suggeriert er demnach, dass sich Scheidings Kunden ausschließlich ungesund ernähren und demnach nicht in das „Leitbild“ passen, das er seinen Followern vorleben will. „Energy Drinks in 100 Geschmacksrichtungen. Zuckerlimos. Süßigkeiten ohne Ende“, schreibt er in die Beschreibung seines Videos.

via ruhr-nachrichten: Ex-AfD-Stadtrat filmt und beleidigt Lagerverkauf-Kunden in Dortmund „Die wiegt locker 200 Kilo“

siehe auch: Scheidings Lagerverkauf wehrt sich gegen beleidigendes Influencer-Video Dortmund. Ein Influencer filmt heimlich Kunden in einem Dortmunder Geschäft und beleidigt sie online. Das sorgt für Empörung und juristische Konsequenzen. Für Scheidings Lagerverkauf in Dortmund geht es nicht nur um Kritik an Süßigkeiten, Snacks oder Sortiment. Es geht um Kundinnen und Kunden, die beim Einkaufen gefilmt und anschließend im Netz beleidigt wurden. In einem inzwischen gelöschten Video ist zu sehen, wie ein Influencer auf dem Gelände und im Laden filmt, Menschen vor Ort herabsetzt und auch Kinder zeigt.

German AfD Figure Behind Alleged Serbian Node in Russian Cyber Meddling

BIRN has identified Andreas Maul, a town councillor for Germany’s far-right AfD party, as the man behind a Serbian company sanctioned by the US for aiding a Russian alleged cybercrime service provider. A Belgrade firm sanctioned last year by the United States for aiding an alleged Russia-based cybercrime service provider was founded in 2022 by Kazakh-born German citizen Andreas Maul, who has since become a city councillor for the far-right Alternative for Germany party, AfD, BIRN can reveal. Maul, 38, opened Smart Digital Ideas D.O.O. in a dilapidated nineties-era shopping mall in the New Belgrade district of the Serbian capital in October 2022, according to the Serbian Business Register.
The company was registered as an IT retailer, but the US Treasury says its real activities are more sinister. On November 19 last year, the Treasury’s Office of Foreign Assets Control, OFAC, announced it had ‘designated’ Smart Digital Ideas for abetting Russia-based Aeza Group LLC, which was sanctioned four months earlier as a so-called ‘bulletproof hosting service provider’, a term used for companies that sell access to specialised servers and other IT infrastructure specifically designed to evade detection and conceal cybercrime activities. OFAC said Smart Digital Ideas had been utilised by Aeza “to evade sanctions and set up technical infrastructure that is not publicly associated with the Aeza brand”. Currently, the company has no registered employees and, according to Serbia’s central bank, has been unable to access its bank deposits since December 2025. The bank did not specify why.

via balkan insight: German AfD Figure Behind Alleged Serbian Node in Russian Cyber Meddling