#OTD – Vor 76 Jahren: Schwur von #Buchenwald – #niewieder #neveragain

Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht.
Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung.
Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.
Das sind wir unseren gemordeten Kameraden und ihren Angehörigen schuldig

Widerstand im KZ Buchenwald. Der Widerstand im KZ Buchenwald waren die vielfältigen Aktionen von Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald gegen die Maßnahmen des Nationalsozialismus zur Unterdrückung und Ermordung der Häftlinge bis hin zur Übernahme der Lagerleitung im April 1945. Er war Bestandteil des Widerstands gegen den Nationalsozialismus.

siehe dazu auch: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“. (…) Am 11. April erreichten US-amerikanische Truppen Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar, wo sie auf bewaffnete Häftlinge trafen, die zuvor das KZ befreit und 220 Nazi-Schwergen gefangen genommen hatten. Schon ein Tag danach fand der erste Freiheitsappell im Lager statt, in dem zwischen Juli 1937 und April 1945 die Nazis eine Viertelmillion Menschen gefangen gehalten und rund 55.000 ermordet haben. Beschönigend als „Arbeitslager“ bezeichnet war Buchenwald eine Mordfabrik, in der sich die Faschisten ihrer Gegner – Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter – entledigten, nicht ohne sie vorher für den faschistischen Kriegswahn und Rüstungsprofite bis auf den letzten Blutstropfen auszubeuten. (…) Gerade deshalb ist es notwendig, medial und über soziale Netzwerke an den „Schwur von Buchenwald“ zu erinnern, den die befreiten Häftlinge auf dem Ettersberg am 19. April 1945 beim Totengedenken formulierten: „Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ Dieser Schwur der Überlebenden muss auch heute für alle demokratischen Kräfte und Gewerkschafterinnen Orientierung, ja, Richtschnur für antifaschistisches Handeln über politische, weltanschauliche und religiöse Grenzen hinweg sein. Gerade mit Blick auf den 8. Mai – den Tag der „Befreiung vom Faschismus – dürfen wir Gewerkschafterinnen den Rechten der AfD und ihrer autoritären Ideologie weder in der Gesellschaft noch im Betrieb das Feld überlassen. Gegen Rassismus und Faschismus Stellung zu nehmen und die AfD wo immer möglich in die Schranken zu weisen, bleibt gerade n diesen geschichtsträchtigen Tagen das Gebot der Stunde.

schwur von buchenwald (pdf)

Erinnerung an Befreiung von Sachsenhausen und Ravensbrück

Bundesaußenminister Heiko Maas und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD) werden am Sonntag in Oranienburg gemeinsam der Befreiung der Konzentrationslager in Brandenburg vor 76 Jahren gedenken. Beide nehmen an der zentralen Gedenkveranstaltung in Sachsenhausen teil, wie der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Axel Drecoll, ankündigte. Eine weitere zentrale Veranstaltung findet in der Gedenkstätte Ravensbrück mit Brandenburgs Vize-Ministerpräsidentin, Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne), der Präsidentin des Internationalen Ravensbrück Komitees, Ambra Laurenzi, und der Schriftstellerin Mirna Funk statt. Beide Veranstaltungen können per Livestream verfolgt werden. In das KZ Sachsenhausen wurden von den Nationalsozialisten über 200.000 Häftlinge deportiert. Im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück waren 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1000 Jugendliche inhaftiert. Zehntausende Häftlinge aus Sachsenhausen und Ravensbrück wurden von den Nationalsozialisten umgebracht. Das digitale Gedenkprogramm zur Befreiung der KZ-Häftlinge läuft bereits seit 8. April und wird bis Anfang Mai online präsentiert. Es umfasst unter anderem Grußworte von Überlebenden, Gespräche mit Familienangehörigen ehemaliger Ravensbrück-Häftlinge, eine Online Ausstellung, Buch- und Projektvorstellungen sowie Live-Diskussionen.
Ein Höhepunkt am Sonntag werde auch ein Online-Gedenkkonzert des »Moka Efti Orchestra« sein, hieß es. Das Orchester interpretiert Lieder aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern neu. Zudem spielt es Musik des im Nationalsozialismus verfemten Kurt Weill (1900-1950) und eigene Stücke. Darüber hinaus planen Brandenburgs Gedenkstätten wegen der Corona-Pandemie auch 2021 zunächst ein vorwiegend digitales Jahresprogramm. »Neue Erzählformen und virtuelle Veranstaltungen halten Geschichte am Leben und machen sie für kommende Generationen begreifbar«, erklärte Kulturministerin Maja Schüle (SPD). Auch Digitalformate richteten sich gegen das Vergessen und schafften Partizipation. Die Besuche der Tatorte und Zeitzeugen-Gespräche könnten damit jedoch nicht ersetzt werden.

via jüdische allgeiemne: Erinnerung an Befreiung von Sachsenhausen und Ravensbrück

Anzeige wegen Volksverhetzung: Grimmaer SPD fordert AfD-Stadtrat zum Rücktritt auf

Die Grimmaer SPD fordert den Grimmaer AfD-Stadtrat und Kreisrat Sven Großer zur sofortigen Niederlegung seiner Mandate auf. Auf seinem Telegram-Kanal teile er Inhalte mit NS-Propaganda, Antisemitismus und Holocaustleugnung. Es wurde auch Strafanzeige erstattet. Großer selbst wendet sich gegen die Vorwürfe.

via lvz: Anzeige wegen Volksverhetzung: Grimmaer SPD fordert AfD-Stadtrat zum Rücktritt auf

»Verschwindende Wand« erinnert an die Schrecken von Buchenwald

Auf 6000 Holzklötzchen sind 163 Zitate von 99 Überlebenden der KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora eingraviert. Die Kunstinstallation »Verschwindenden Wand« auf dem Theaterplatz im thüringischen Weimar soll zum Jahrestag der Buchenwald-Befreiung an die Schrecken der NS-Herrschaft erinnern. Auf 6000 Holzklötzchen sind 163 Zitate von 99 Überlebenden der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora eingraviert worden. Besucher können die Klötze mitnehmen, so dass am Ende nur noch ein leeres Plexiglas-Gitter übrig bleibt – sinnbildlich für das Verschwinden der letzten Zeitzeugen. Die interaktive Kunstinstallation geht zurück auf eine Idee der russischen Studentin Maria Yablonina und des Architekten Werner Sobek. Seit dem Morgen ist auch eine überarbeitete Version der digitalen Fotoausstellung »Schwarz auf Weiß« (Erstveröffentlichung 2010) abrufbar. Über 10 000 historische Fotografien von der Entstehung des Lagers im Juli 1937 bis zu seiner Befreiung im April 1945 sind nun in neuer Anordnung zu sehen.

via jüdische allgemeine: »Verschwindende Wand« erinnert an die Schrecken von Buchenwald

‘They’re old but they’re still guilty’: last Nazi hunter in a race against time – #neverforget

Efraim Zuroff watched the Adolf Eichmann trial on TV 60 years ago. It was the beginning of his long quest for justice.
He describes himself as “the only Jew who prays for the good health of Nazis”. As the last Nazi hunter tracking down the last surviving Nazis from the Holocaust, Efraim Zuroff is in a race against time. Those who took part in the systematic murder of six million Jews in Europe are now over the age of 90, and almost all are frail or sick. Zuroff himself is 72 – born three years after the end of the war – and has been hunting former Nazis for more than 40 years. He is as committed to the task as ever. Currently his energies are focused on a Lithuanian woman, now probably 97, living in an English-speaking country, who as a teenager was seen smashing the heads of Jewish babies who were her neighbours. Three months ago, Zuroff had a positive lead but the Covid pandemic has frustrated further inquiries for now. “She could die at any moment. It’s an occupational hazard,” Zuroff tells the Observer in a Zoom call from Jerusalem. In his four decades as a Nazi hunter, Zuroff has submitted the names of more than 3,000 suspects to 20 countries. Many states are slow to pursue legal action, he says; death has allowed suspects to escape justice as evidence gathers dust in prosecutors’ offices. But there have been notable successes. Asked what was his biggest catch, Zuroff cites Dinko Šakić, who became commandant of the Jasenovac concentration camp in Croatia at the age of 22 and was responsible for the murder of 2,000 people. After the war, he moved to Argentina, where he lived for 50 years before being brought to trial in 1998. Zuroff was there to see Šakić laugh as he was found guilty and jailed for 20 years.

via guardian: ‘They’re old but they’re still guilty’: last Nazi hunter in a race against time

#Gedenken an Opfer des NS-Konzentrationslagers #Buchenwald – #selbstbefreiung #befreiung #76liberation @Buchenwald_Dora #schwurbuchenwald

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) haben in Weimar der Opfer des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Buchenwald gedacht. Gemeinsame Aufgabe der Demokraten sei, die NS-Verbrechen nicht dem Vergessen preiszugeben, sagte Ramelow bei einer Gedenkfeier zum 76. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora. “Wir werden die Erinnerung nicht in ein Museum überstellen können. Sie bleibt Tagesaufgabe.” Buchenwald stehe für Rassenwahn, Mord und Vernichtung, sagte Steinmeier. Bei der im Internet übertragenen Gedenkveranstaltung kamen auch Überlebende des Konzentrationslagers unter anderem aus den USA, Italien oder Frankreich zu Wort. Sie konnten wegen der Corona-Pandemie nicht wie in Vorjahren eingeladen werden. Das KZ auf dem Ettersberg bei Weimar war am 11. April 1945 mit Hilfe von US-Streitkräften befreit worden. Es war 1937 von den Nationalsozialisten errichtet worden. Am Ende des Zweiten Weltkriegs war Buchenwald das größte Konzentrationslager auf deutschem Boden. Etwa 56 000 Menschen wurden dort ermordet oder starben wegen Hunger und Krankheiten oder an den Folgen von Zwangsarbeit.

via sz: Gedenken an Opfer des NS-Konzentrationslagers Buchenwald

“Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht. Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.” (Schwur von #Buchenwald)

siehe auch: #otd1945.04.11 – Buchenwald wird befreit. Am Vormittag des 11. April befahl der SS-Lagerkommandant von Buchenwald den Lagerältesten zu sich: Die SS würde sich mittags zurückziehen, der Lagerälteste solle das Lager mit den noch verbliebenen 21 000 Häftlingen später an die US-Armee übergeben. Die Untergrundorganisation der Häftlinge war aufs Höchste alarmiert; an nicht wenigen Orten folgten solchen Ankündigungen blutige Massaker. Sie mobilisierte ihre Widerstandsgruppen, die sich seit Monaten vorbereiteten, um für diesen Moment nicht wehrlos zu sein. Gegen 13.00 Uhr kamen die ersten amerikanischen Panzer. 90 Minuten später hatte das 37. Panzerbataillon der 4. US-Panzerdivision die SS militärisch besiegt, ihre Garnison überrollt und war weiter nach Osten gefahren. In der folgenden Stunde übernahmen die Widerstandsgruppen das Lager, hissten die weiße Fahne auf dem Eingangstor und setzten bis zum Abend 76 SS-Männer fest. Als am späten Nachmittag Aufklärer der 4. und 6. US-Panzerdivision das Lager betraten, war es unumkehrbar: Buchenwald war befreit;

Neo-Nazis interrupt Yom Hashoah event hosted by Israeli ambassador to Italy


Neo-Nazis disrupted a virtual Yom Hashoah event on Wednesday hosted by Israel’s ambassador to Italy, posting swastikas on the screen for viewers to see. Israeli Ambassador to Italy Dror Eydar shared a video of the hack on Twitter as it took place live on Zoom during the Holocaust Remembrance Day program, which was watched by viewers in Israel and Italy. The hackers also called out profanities, according to Israel Hayom. The incident happened just as Eydar was introducing the participants. Reprimanding the hackers in the background of the video was Professor Milena Centrini, who was appointed last year to be in charge of Italy’s adoption of the International Holocaust Remembrance Alliance working definition of anti-Semitism.

via clevelandjewishnews: Neo-Nazis interrupt Yom Hashoah event hosted by Israeli ambassador to Italy