Jugendlicher in Lautertalbahn bedroht und rassistisch beleidigt

Ein 14 Jahre alter Junge ist in der Regionalbahn Lauterecken-Grumbach von einem Unbekannten mehrfach beleidigt und bedroht worden. Wie die Bundespolizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am 10. September zwischen 13.30 Uhr und 14 Uhr auf dem Streckenabschnitt von Lauterecken nach Hirschhorn. Der Unbekannte soll den Jugendlichen mit rassistischen und beleidigenden Worten beschimpft und ihm mit Gewalt gedroht haben. Als der Junge aussteigen wollte, soll der Mann ihn am Kragen gepackt und versucht haben, ihn zurück in den Zug zu ziehen. Den Ermittlern zufolge kannte der Jugendliche den Mann nicht, der wie folgt beschrieben wird: männlich, zwischen 30 und 40 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß, schlank und blond. An jenem Tag trug er ein auffälliges, orangefarbenes T-Shirt

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Prozess am Amtsgericht München – AfD-Abgeordneter Hahn wegen manipulierten Videos zu Geldstrafe verurteilt – #LockHimUp

Das Gericht hat „keine vernünftigen Zweifel“, dass Ingo Hahn zusammengeschnittene Redebeiträge aus dem Landtag für seine Fraktionsseite freigegeben hatte. Unter dem Post sammelten sich Hasskommentare gegen eine Abgeordnete – und die hatten für 40 der Verfasser Folgen. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Ingo Hahn ist vom Amtsgericht München im Zusammenhang mit einem manipulierten Video aus einer Sitzung des Bayerischen Landtags zu einer Geldstrafe von 4800 Euro verurteilt worden. „Es bleiben keine vernünftigen Zweifel, dass Sie das Video freigegeben haben“, erklärte die Richterin. In dem Beitrag auf der Fraktionsseite der Partei war eine Rede Hahns zu Corona-Zeiten so mit Äußerungen von Gabi Schmidt zusammengeschnitten worden, dass die Abgeordnete der Freien Wähler lächerlich gemacht und Dokumente aus dem Landtag verändert wurden. Ingo Hahn, 54, schaut während der Urteilsverkündung missmutig aus dem Fenster. Kurz zuvor hatte er sich von der Anklagebank erhoben und verkündet, dass er dieses Video nicht freigegeben habe, „ich habe es auch nicht in der Chatgruppe gesehen“, behauptete er. Im Zuschauerraum sitzt Gabi Schmidt, sie sagt der SZ am Ende, dass sie froh sei, „dass er ein Urteil gekriegt hat“. (…) Das Manipulieren ausgerechnet von Videodokumenten aus dem Landtag fand der Staatsanwalt in seinem Plädoyer besonders verwerflich: Hier werde „das Vertrauen in die Authentizität des Landesparlaments“ erschüttert und damit Einfluss auf politische Meinungsbildung genommen. Für Gabi Schmidt war es nicht nur die politische Meinungsbildung, die mit dem Video einherging: Fast vier Wochen lang habe die AfD das Video auf der von Steuergeldern finanzierten Fraktionsseite belassen, und unter dem Beitrag üble sexistische und gewaltverherrlichende Kommentare zugelassen, „sogar Morddrohungen waren darunter“, sagt Schmidt der SZ. Sie habe gegen jeden einzelnen Verfasser Strafanzeige gestellt, etwa 40 Verurteilungen seien die Folge gewesen. Hahns Anwalt kündigt noch in der Verhandlung Berufung an Doch zurück zum Prozess. Der Techniker, der das Video geschnitten hatte, akzeptierte einen Strafbefehl und sagte vor Gericht aus, dass Ingo Hahn das Video abgesegnet habe. Kommuniziert wurde damals in einer Telegram-Chatgruppe. Er selbst habe die Gespräche rückverfolgen wollen und festgestellt, dass etliches gelöscht worden war. Wenig später sei die komplette Chatgruppe verschwunden. Da sich das Gericht weder auf Chats noch auf allgemeine Abläufe im Media-Team von Ingo Hahn stützen konnte und wollte, „war die alles entscheidende Frage, ob ich dem Zeugen glaube“, so Richterin Cornelia Amtage und meint damit den ehemaligen Techniker der AfD-Fraktion. Er habe „ohne Belastungseifer“ konstant und klar ausgesagt. Und auch die anderen Zeugen hätten diesen Aussagen nicht widersprochen. Sie verurteilte Hahn zu 30 Tagessätzen à 160 Euro.

via sz: Prozess am Amtsgericht München AfD-Abgeordneter Hahn wegen manipulierten Videos zu Geldstrafe verurteilt

siehe auch: Wegen Fake-Video über Kollegin Gericht verurteilt AfD-Abgeordneten zu Geldstrafe. Ein manipuliertes Video aus seiner Zeit im bayerischen Landtag kommt Ingo Hahn teuer zu stehen. Der sitzt inzwischen im Bundestag. Wegen eines manipulierten Videos hat das Amtsgericht München den früheren AfD-Landtags- und heutigen Bundestagsabgeordneten Ingo Hahn zu einer Geldstrafe von 4.800 Euro verurteilt. Das sagte ein Gerichtssprecher auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. In dem Verfahren ging es um ein Video, das die AfD Anfang 2021 veröffentlicht hatte. Darin waren Ausschnitte aus einer Landtagsdebatte zu sehen, unter anderem mit der Freie-Wähler-Abgeordneten Gabi Schmidt, allerdings verfälscht, weil aus dem Kontext gerissen und völlig neu zusammengeschnitten. Hahn soll die Veröffentlichung gebilligt haben – ohne dass er oder die betreffenden Mitarbeiter beim Landtag um Erlaubnis gefragt hätten. Der Landtag erstattete deshalb Strafanzeige gegen Unbekannt, wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetz. In der Folge durchsuchten Polizei und Staatsanwaltschaft damals auch Büros im Landtag.

NEONAZIS PRÜGELTEN AUF LINKE EIN – JETZT STEHEN DIE TÄTER VOR GERICHT

Am 20. Dezember 2024 ging ein Neonazi-Mob in Görlitz auf junge Linke los, schlug unter anderem zwei Frauen krankenhausreif. Mit dem ehemaligen Dresdner “Elblandrevolte”-Chef Finley P. (19) und den Neonazis Timmy S. (21) und Julian N. (17) landeten am Montag drei der mutmaßlichen Schläger vor dem Görlitzer Amtsgericht. Alle geben Gewalt zu, doch niemand will eine Frau geschlagen haben. Finley P. (19) gibt Schläge zu, will aber keine Frau angefasst haben.  © Steffen Füssel Dass er mittendrin war, kann Finley P. nicht leugnen: “Ich war mit dabei”, sagt er. “Ich habe einer oder zwei männlichen Personen einen Faustschlag ins Gesicht verpasst, habe auch eine zurückbekommen.” Ob er zweimal dieselbe oder zwei unterschiedliche Personen geschlagen hat, wisse er nicht. Zumindest auf einem Video ist zu erkennen, wie er einen Mann schlägt, der Mitangeklagte Timmy S. trat dem Attackierten daraufhin – wie er selbst zugibt – im Sprung in den Rücken. Auch Schläge gibt Timmy S. zu, ebenso dass er Quarzhandschuhe trug, Pyrotechnik dabeihatte und eine am Boden sitzende verletzte Studentin (21) fotografiert zu haben. Angefasst haben will er aber niemanden.

via tag24: NEONAZIS PRÜGELTEN AUF LINKE EIN – JETZT STEHEN DIE TÄTER VOR GERICHT

Rechtsextremist steht wieder in Dresden vor Gericht

Ein Jahr und vier Monate nach der erstinstanzlichen Verurteilung des Rechtsextremisten Max Schreiber läuft nun das Berufungsverfahren am Landgericht Dresden. Der 38-Jährige hatte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung erhalten – unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung, Amtsanmaßung und Volksverhetzung. Dem Heidenauer Stadt- und Kreisrat der „Freien Sachsen“ werden mehrere politisch motivierte Delikte vorgeworfen und eine Prügelattacke im Straßenverkehr. Mitangeklagt ist Schreibers drei Jahre jüngerer Bruder Moritz. Gemeinsam sollen die Brüder am 13. Februar 2022 mit weiteren Tätern mehrere Bild-Journalisten und ihre Begleitschützer bei einem sogenannten Sonntagsspaziergang in Laubegast in die Flucht geschlagen haben. Bruder bekommt Bewährungsstrafe Außerdem sollen die Schreiber-Brüder im Juni 2023 den Fahrer eines Elektrorollers in der Pirnaer Landstraße attackiert haben – gefährliche Körperverletzung. Der Geschädigte, der erheblich verletzt worden war, nimmt als Nebenkläger an der Verhandlung teil. Moritz Schreiber hatte für die beiden Vorwürfe zehn Monate auf Bewährung wegen Nötigung und gefährlicher Körperverletzung erhalten. Max Schreiber wird weiter vorgeworfen, nicht angemeldete Demos angeführt und sich auf Kundgebungen wie in sozialen Medien verächtlich über Asylbewerber geäußert zu haben

via sächsische: Rechtsextremist steht wieder in Dresden vor Gericht

1 killed, 6 wounded in shooting at Lincoln University in Pennsylvania, officials say – #terror

The Chester County district attorney said there may have been multiple shooters at the homecoming celebration. One person alleged to have a gun was in custody, the DA said. One person is dead and at least six others were wounded in a shooting amid homecoming festivities Saturday night at Lincoln University, one of the nation’s first historically Black colleges, authorities said. One person alleged to have a gun has been taken into custody, Chester County District Attorney Chris de Barrena-Sarobe said at an overnight news conference on campus. He said it was possible someone else may have opened fire as well, but investigators are still trying to piece together what happened. “There’s some evidence that leads us to believe that that is a viable theory right now,” he said. The DA did not provide details about a potential motive or what precipitated the gunfire. Local, state and federal law enforcement officials are investigating, he said. The extent of injuries for the six surviving victims was not immediately available. The attack broke out before 9:30 p.m. after crowds exited a homecoming football game and gathered outside the school’s International Cultural Center, de Barrena-Sarobe said.

via nbcnews: 1 killed, 6 wounded in shooting at Lincoln University in Pennsylvania, officials say

Debatte über Stadtbild-Äußerungen Grünenchef Banaszak sieht »Angsträume«

Der Grünenvorsitzende Felix Banaszak sagt, in Deutschland gebe es Orte, wo sich Menschen in der Dunkelheit kaum noch auf die Straße trauen. Darüber müsse man sprechen – allerdings nicht so wie der Bundeskanzler. In der von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ausgelösten Stadtbild-Debatte hat Grünenchef Felix Banaszak davor gewarnt, die Augen vor den existierenden Problemen zu verschließen. Es müsse anerkannt werden, dass Merz mit seinen Äußerungen zu den Folgen von Migration »eine breit getragene Wahrnehmung anspricht, mit der sich progressive Kräfte beschäftigen müssen«, schrieb Banaszak in einem Beitrag, aus dem die Funke-Zeitungen (Montagsausgaben) zitierten. »Es gibt sie, die Angsträume in unserem Land«, wo sich Menschen in der Dunkelheit kaum noch auf die Straße trauen, so der Grünenchef. »Es gibt die an Kleinstadtbahnhöfen herumlungernden Faschos und sturzbesoffen grölende Fußballfans in Zügen«, schrieb Banaszak. »Und es gibt kriminelle Gruppen auch aus migrantischen Familien, die am Freitagabend Leute abziehen oder Frauen belästigen.« Gerade die progressiven Kräfte seien gefordert, dies nicht mehr einfach zu ignorieren. Die Art und Weise, wie der Bundeskanzler über Migration und das Stadtbild spricht, lehnt er dennoch ab, wie Banaszak in dem Beitrag betont. »Warum fällt es uns schwer, diese Wahrnehmungen als tiefes Gefühl von Verunsicherung, als Vertrauens- und Kontrollverlust zu verstehen, der schon längst in unseren Alltag eingegriffen hat?«, fragte Banaszak. »Progressive Kräfte, die notwendige und berechtigte Kritik an rassistischen Aussagen und Strukturen formulieren, dürfen nicht den Eindruck erwecken, diesen Teil des Lebens auszublenden, denn es gibt ihn.« Banaszak wirft Merz »Stammtischgerede« vor Über all diese Themen müsse man sprechen – ehrlich und unmissverständlich, fordert der Grünenvorsitzende, der aus Duisburg stammt. Merz habe dies allerdings nicht getan. Denn es sei unehrlich, »die Zustände zu beklagen, die seine Partei mitzuverantworten hat«. Wer Integrationsarbeit an Ehrenamtliche auslagere, Frauenhäuser chronisch unterfinanziere und die öffentliche Infrastruktur vernachlässige, dürfe sich nicht durch »Stammtischgerede« aus der Verantwortung stehlen.

via spiegel: Debatte über Stadtbild-Äußerungen Grünenchef Banaszak sieht »Angsträume«

#CSD in #Cottbus nur mit verstärktem #Polizeischutz möglich

In Cottbus ziehen rund 1000 Menschen mit einer bunten Parade durch die Straßen. Rechtsextremen gefällt das nicht. Polizei ist im Einsatz. Mit einer bunten Parade feiern in Cottbus heute Menschen den Christopher Street Day. Ab 14 Uhr wollen sie durch die Straßen ziehen. Möglich ist das nur, weil die Polizei verstärkt im Einsatz ist. Denn: Die rechtsextreme Szene hat zum Gegenprotest aufgerufen. Rund 90 Teilnehmer haben sich formiert, die Versammelten trugen Fahnen und ein Transparent mit der Aufschrift „Unsere Stadt bleibt hetero!“. Zwei Teilnehmer des rechtsextremen Protestes wurden von der Versammlung ausgeschlossen – sie standen im Verdacht, zu Straftaten aufgerufen zu haben. Am Vorabend kam es bereits zu einem queerfeindlichen Vorfall: Auf dem Gelände des Trägervereins des CSD in Cottbus seien am Freitagabend Regenbogenfahnen beschädigt worden, teilte die Polizei mit. (…) Deutschlandweit gab es immer wieder Gegendemonstrationen und Störversuche aus der rechten Szene gegen CSD-Veranstaltungen. Den LSVD Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg e.V. beunruhigt das. „Die Zahl und Brutalität queerfeindlicher Übergriffe nehmen spürbar zu“, hieß es in einer Mitteilung am Sonnabend. Der Verband verweist auf eingeschlagene Fensterscheiben, beschädigte Türen an queeren Begegnungsorten. Nur wenige Tage vor dem CSD habe zudem ein Müllcontainer neben dem queeren Zentrum Regenbogenkombinat Cottbus gebrannt. „Diese Angriffe sind keine Einzelfälle, sondern Teil einer besorgniserregenden Entwicklung“, sagte Yasmine-Blanche Werder, Vorstandsmitglied des LSVD. „Queere Projekte, Begegnungsorte und Beratungsstellen sind elementare Schutzräume. Wenn sie attackiert werden, trifft das die gesamte Zivilgesellschaft – und damit unser gemeinsames Verständnis von Freiheit, Vielfalt und Demokratie.“

via morgenpost: CSD in Cottbus nur mit verstärktem Polizeischutz möglich