Bekannter deutscher Reichsbürger darf nicht zu seiner Mutter in der Schweiz – #KickHimOut

Er war Mister Germany und driftete dann in Verschwörungskreise ab: Ein wichtiger Vertreter der Reichsbürgerszene darf die Grenze zur Schweiz nicht überqueren. Er wollte seine Mutter besuchen. 15 Jahre lang darf Adrian Virgil Ursache die Grenze zur Schweiz und Liechtenstein nicht überqueren. Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) hat gegen ihn eine lange Einreisesperre verfügt. Ursache gilt als Reichsbürger. Er hat in Deutschland eine längere Haftstrafe abgesessen, muss aber weiterhin eine Fussfessel tragen. Er hatte auf seinem Grundstück in Ostdeutschland einen Scheinstaat namens «Ur» gegründet und lieferte sich bei der Zwangsräumung 2016 durch die Polizei einen Schusswechsel mit den Beamten. (…) Mittlerweile ist dieser Prozess abgeschlossen. Das neuerliche Einreiseverbot ist deutlich länger. Ursache gilt offensichtlich immer noch als gefährlich. Der Mann wird weiterhin bewacht, und es ist ihm auch untersagt, elektronische Kommunikationsmittel zu nutzen – gemeint sind Kanäle wie WhatsApp und Telegram. Gemäss Medienberichten hatte er sich im Gefängnis weiter radikalisiert. Er gilt als wichtige Figur der Reichsbürger-Szene und soll auch Rachegelüste gegen den Staat haben.

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19-Jähriger stürzt auf AfD-Weihnachtsfeier ab – und attackiert einen ausländischen Arzt in der Notaufnahme

Nur auf den ersten Blick ist die Geschichte von Matthis M. (Name geändert) schnell erzählt. Dann, wenn man sich darauf beschränkt, die Ereignisse zu schildern, die sich in der Nacht zum 16. Dezember 2024 abgespielt haben. Am Abend zuvor hat der junge Mann aus dem Gebhardshainer Land eine Weihnachtsfeier der AfD auf dem Westerwald besucht. Dort hat er laut Zeugenaussagen gesungen und geredet, vor allem aber: getrunken und gekifft. So viel, dass er gegen Mitternacht mit Atemaussetzern und Krämpfen auf dem Boden lag und seine Parteifreunde den Notarzt rufen mussten. Mit dem Rettungswagen ist der 19-Jährige ins Hachenburger Krankenhaus gebracht worden. Dort ist er reichlich benebelt angekommen, erinnern sich der Arzt aus der Notaufnahme und eine Krankenschwester. Nach und nach sei er dann aber wieder zu sich gekommen – und dann sei alles völlig aus dem Ruder gelaufen. Denn ganz offensichtlich wollte sich der 19-Jährige nicht von einem Mediziner mit Migrationshintergrund behandeln lassen. „Scheiß-Ausländer, geh in deine Heimat zurück“: Das ist nur eine der vielen, vielen Beleidigungen, die der Arzt einstecken musste – und nicht einmal die derbste. Laut übereinstimmenden Zeugenaussagen hat Matthis M. mehrfach „Heil Hitler“ gebrüllt, und bei der Blutabnahme hat er versucht, den Mediziner in die Hand zu beißen. Als er dann noch eine Krankenschwester mit der Faust ins Gesicht geschlagen hat, hat die Klinik die Polizei alarmiert. Auch die Polizisten berichteten im Zeugenstand, dass der junge Mann außer Rand und Band gewesen sei. Er habe sie fortlaufend als Scheiß-Bullen und Hurensöhne tituliert. Noch im Krankenhaus musste Matthis M. fixiert und in einen Streifenwagen verfrachtet werden. Im Auto und in der Arrestzelle randalierte er weiter. Am Ende einer für alle Beteiligten unruhigen Nacht hatte er eine Panzerglasscheibe und den Türspion beschädigt.

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Der Neonazi von Nebenan

Ein Neonazi-Aktivist ist seit Jahren bei einer Freiwilligen Feuerwehr im Ilm-Kreis aktiv und arbeitet in einer Rettungsleitstelle. Fotos seiner politischen Aktivitäten postet er zum Teil öffentlich in den sozialen Medien. Aufgefallen ist das offenbar niemandem. (…) Er engagiert sich seit Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr und war früher auch für das DRK im Einsatz. Ältere Bilder zeigen ihn in DRK-Kleidung vor Krankenwagen und im Rettungshubschrauber. Feuerwehrmann und Neonazi-Aktivist Doch es gibt auch die anderen Fotos des engagierten Feuerwehrmanns. Auch sie veröffentlicht er in den sozialen Medien privat und öffentlich. Fotos, die ihn vor dem Nazi-Gasthaus in Brattendorf zeigen, Arm in Arm mit einem Musiker der rechtsextremen Band Sleipnir. Darauf trägt er ein Neonazi-Shirt mit der Aufschrift “The White Race”, übersetzt “Die weiße Rasse”. Auf gleich mehreren Bildern ist der Feuerwehrmann mit dem bundesweit bekannten rechtsextremen Kader Patrick Schröder zu sehen, auf einem zeigt der Feuerwehrmann mutmaßlich den so genannten “White Power”-Gruß, ein Erkennungszeichen der extremen Rechten. Auf seinem öffentlichen Facebook-Profil zeigt er sich mit Kamera beim Neonazi-Aufmarsch in Dresden im Februar 2025. Das ist kein Zufall: Nach MDR Investigativ-Recherchen soll der Feuerwehrmann Teil eines Neonazi-Netzwerks im Umfeld des aus Bautzen stammenden und bundesweit agierenden rechtsextremen Medienkollektivs “Balaclava Graphics” aktiv sein. (…) Ein Sprecher der betroffenen Freiwilligen Feuerwehr aus dem Ilm-Kreis teilte auf Anfrage des MDR mit, die beschriebenen Aktivitäten seien dort nicht bekannt. Bisher sei der Mann “nicht mit bewusst rechtsextremen Äußerungen innerhalb der Feuerwehr aufgetreten.” Man verwehre sich grundsätzlich gegen eine politische Inanspruchnahme, insbesondere extremistischen Ideologien gebe man in den Reihen der Feuerwehr keinen Nährboden. Auf die Fragen, seit wann und in welchen Funktionen der Mann bei der Feuerwehr eingesetzt wurde und wie in dem Fall nun weiter verfahren wird, teilte der Sprecher mit, man werde hierzu keine Angaben machen. Auf MDR-Anfrage antwortet der Betreiber der Thüringer Leitstelle bei der der Mann beschäftigt ist: „Über den von Ihnen genannten Sachverhalt ist uns bis zur Anfrage durch Sie nichts bekannt gewesen. Weitere interne Schritte zur Prüfung des Sachverhaltes innerhalb des Zweckverbandes als Arbeitgeber, sind eingeleitet.”

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Teenager-Neonazis verbrennen Bücher über Judentum und Islam

14-Jährige inszenieren sich auf Tiktok und rennen mit Bomberjacken und weißen Schnürsenkeln in den Springerstiefeln durch Wien und andere Städte. Ende Juli zogen sie wieder durch Wien: die Identitären, flankiert von Alt- und Neonazis, Burschenschaftern und FPÖ-Politikern. Geschützt von der Polizei, begleitet von lautstarken Gegenprotesten, marschierten sie durch die Innenstadt – ein seit Jahren vertrautes Bild, und doch war diesmal etwas anders. Zwischen den alten Gesichtern mischten sich auffallend viele junge. Einige wirkten kaum volljährig, manche waren noch Kinder. Sie nennen sich “Legion Wien”, treten in Bomberjacken auf, mit weißen Schnürsenkeln in den Springerstiefeln, die Köpfe kahl rasiert. Ein Look, der an vergangene Jahrzehnte erinnert – und doch scheint er für sie gerade wieder neu zu sein. Auf TikTok folgen der “Legion Wien” einige Hundert — doch die Kurzclips, die sie dort verbreiten, sind exakt auf virale Wirkung zugeschnitten: schnell geschnittene Sequenzen, treibende Elektrobeats oder harter Rap als Soundtrack, dazu posierende Jugendliche im Skinhead-Outfit, Szene-typische Symbole bis hin zu NS-Runen und eine bewusst martialische Bildsprache. Auch nennen sie sich auf TikTok “Legion Wien 18” – in der rechtsextremen Szene steht der Zahlencode 18 für die Initialen A.H., also Adolf Hitler, wobei die 1 für A und die 8 für H steht und so eine verschleierte Bezugnahme auf den Nationalsozialismus ermöglicht. Nicht nur die Ästhetik ist kalkuliert; die Botschaften sind es auch. In den Posts zeigen sich die jungen Neonazis gewaltbereit, ihre Bilder und Gesten sind Provokation und Drohung zugleich. Rund um die Novemberpogrome 1938, in denen zahlreiche Jüdinnen und Juden ermordet und Synagogen angezündet wurden, veröffentlichten sie Videos, in denen sie Bücher über Judentum und Islam verbrennen — begleitet von einer Drohung: “We will burn your Books again” (‚Wir werden eure Bücher wieder verbrennen.‘). (…) Das Netzwerk reicht über die Landesgrenzen hinaus. Auch in Deutschland gibt es inzwischen Dutzende Gruppen ähnlichen Zuschnitts – locker organisiert, aber ideologisch eng verbunden. Deutsche und österreichische Neonazis tauschen sich im Netz aus, übernehmen Ästhetik und Parolen voneinander.

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Waffen, Drogen, Neonazi-Netzwerk: Razzia nach Pitbullfarm-Konzert in Leoben

Das Foto eines Man­nes mit Hit­ler­gruß bei einem gehei­men Kon­zert der Neo­na­zi-Band Pit­bull­farm führ­te den Staats­schutz zu einem 44-Jäh­ri­gen. In sei­nem Haus in Leo­ben fan­den Ermitt­ler Waf­fen, Nazi-Pro­pa­gan­da und Sucht­mit­tel. Ein Grup­pen­bild gibt Auf­schluss dar­über, wer beim Kon­zert war. Am 4. Novem­ber prä­sen­tier­te das Lan­des­amt für Staats­schutz und Extre­mis­mus­be­kämp­fung (LSE) Stei­er­mark die Aus­beu­te einer Haus­durch­su­chung in Leo­ben: meh­re­re Lang­waf­fen, moder­ne halb­au­to­ma­ti­sche Geweh­re, Pis­to­len, gro­ße Men­gen Muni­ti­on und Mes­ser. Dazu kamen NS-Devo­tio­na­li­en – vom SS-Mot­to „Unse­re Ehre heißt Treue – Bez. Grup­pe Leo­ben, Kame­rad­schaft IV“ über Hit­ler-Pro­kla­ma­tio­nen und Doku­men­te mit Reichs­ad­ler und Haken­kreuz bis zu Schnaps­fla­schen mit Lebens­ru­ne, „Der Landser“-Heften und ras­sis­ti­schen Szene-Textilien. Der Fall beginnt mit einem Kon­zert der schwe­di­schen Neo­na­zi-Band Pit­bull­farm am 25. Jän­ner 2025. Stoppt die Rech­ten konn­te Anfang Febru­ar offen­le­gen, dass die­ses klan­des­ti­ne Kon­zert auf einer Anhö­he bei Leo­ben offen­bar unbe­ob­ach­tet von Poli­zei und Ver­fas­sungs­schutz statt­fand. Grund­la­ge waren Face­book-Pos­tings der Band („Thank you Sty­ri­an Crew, Aus­tria“) und eine Ana­ly­se eines Land­schafts­fo­tos, mit der der genaue Ort ein­ge­grenzt wer­den konnte. Pit­bull­farm ist Teil der inter­na­tio­na­len Neo­na­zi-Musik­sze­ne. Front­sän­ger Jocke Karls­son war zuvor unter ande­rem bei der offen ras­sis­ti­schen Band „Plu­ton Svea” aktiv und galt als seit Jah­ren in Blood-&-Honour-Strukturen vernetzt. Gruppenbild mit Neonazis Zu dem Leo­be­ner Kon­zert kur­sier­ten in den Mona­ten danach meh­re­re Fotos in sozia­len Medi­en, dar­un­ter ein Grup­pen­bild, das direkt im Ver­an­stal­tungs­raum auf­ge­nom­men wur­de und 50 Per­so­nen, dar­un­ter fünf Frau­en, zeigt. Im Vor­der­grund posie­ren die Mit­glie­der von Pit­bull­farm, dar­un­ter Front­mann Jocke Karls­son. ” Letz­te Woche wur­de sein Tod von ver­schie­de­nen Neo­na­zi-Kanä­len und Rechts­rock-Labels mit „R.I.P.“-Postings ver­mel­det. Ihm nach Wal­hall vor­aus­ge­gan­gen ist vor drei Mona­ten jener Mann, zu des­sen Ehren das Kon­zert im Jän­ner gespielt wur­de. „ϟuli ϟkinϟ für immer!“, war in Pos­tings zu lesen – die „S“ mit Sig­ru­nen dar­ge­stellt. Um den Leob­ner „Suli“ hat­te sich bis in die VAPO-Zeit zurück­rei­chend die loka­le Neo­na­zi-Sze­ne gesammelt.

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Meet the neo-Nazi targeting kids online, teaching them to hate and to prepare to kill – #terror

Jon Minadeo courts kids in video chat apps, berating children of color, encouraging white kids to arm themselves for ‘race war’ NC5 Investigates report on a neo-Nazi targeting kids online, telling them to prepare for a ‘race war’ Jon Minadeo is a neo-Nazi on a mission—a mission to meet America’s children in online video chats and convince them to hate. NewsChannel 5 Investigates reviewed hours of online videos that reveal how, when Minadeo encounters children of color, he tries to persuade them to hate themselves, often brandishing an assault weapon and warning them to expect to be treated violently. And when he meets White kids, especially boys, the 42-year-old Missouri man frequently insists that the children need to get their own guns and prepare to “kill ns” as part of a looming “race war.” He also encourages them to follow his neo-Nazi websites. “We need more kids like you on this website because we’ve got to be pushing this White power, f—k this n bulls—t,” he told a pair of teen boys in one video. Minadeo is founder of the so-called Goyim Defense League (GDL), the neo-Nazi group that spent two weeks on the streets of Nashville in July 2024. GDL’s hateful propaganda also appears to have partly influenced the 17-year-old shooter at Antioch High School earlier this year, according to a manifesto he left behind. NewsChannel 5’s investigation into the group’s activities has discovered how Minadeo routinely meets children in roulette-style video chat rooms that are designed to connect strangers. While many of those apps specify that they are intended only for those 18+, they have become popular with minors because of the lack of age verification.

via newschannel5: Meet the neo-Nazi targeting kids online, teaching them to hate and to prepare to kill

Festnahme in Crailsheim Jäger mit Nazi-Symbolen drohte, Geflüchtete zu töten – was bisher bekannt ist – #terror

Ein Jäger ist den Ermittlungsbehörden aufgefallen, weil er diffuse Drohungen gegen Ausländer ausgesprochen haben soll. Offensichtlich handelt es sich um einen bekennenden Neonazi. Der verdächtige 26-jährige Toni H. aus Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) darf Waffen besitzen. Gleich fünf Schusswaffen sind nach SWR-Recherchen auf den geprüften Jäger eingetragen. Auch deshalb wurden baden-württembergische Ermittlungsbehörden auf den bis dahin unbescholtenen Mann aufmerksam, als sie ein bedrohliches Video von ihm auf einer Social Media-Plattform entdeckten. Denn Toni H. trat auf dem Video mit nackten Oberkörper auf. Zwei Zeichen – möglicherweise Tattoos – waren auf seiner Brust zu erkennen: ein Hakenkreuz und die doppelte Sigrune – das Zeichen der paramilitärischen Schutzstaffel SS der berüchtigten Sicherheitsorganisation der NSDAP im “Dritten Reich”. H. bekam daraufhin Besuch von der Polizei und wurde vernommen. Wie es denn um seine Gesinnung stehe, wollten die Ermittler wissen und prüften zudem eine Strafbarkeit der NS-Zeichen. H. wurde offensichtlich klar, dass er nun Probleme bekommen könnte. Auch sein persönliches Umfeld sei alles andere als erfreut über den Polizeikontakt gewesen, erfuhr der SWR aus Ermittlungskreisen. Denn H. offenbarte noch mehr: Er habe seinen Jagdschein nur deshalb gemacht, um Waffen haben zu dürfen, soll er gesagt haben. Und falls es ihm einmal schlecht gehen sollte, wolle er diese Welt nicht verlassen, ohne noch möglichst viele Menschen zu töten, die versuchten, in Deutschland Asyl zu bekommen. Dabei soll er auch die LEA Ellwangen genannt haben. (…) Neben einem Strafverfahren drohen dem Mann jetzt auch waffenrechtliche Konsequenzen. Als “kaum vorstellbar” bezeichnete es ein Ermittler gegenüber dem SWR, dass der Mann unter diesen Voraussetzung künftig noch legal Waffen besitzen dürfe.

via swr: Festnahme in Crailsheim Jäger mit Nazi-Symbolen drohte, Geflüchtete zu töten – was bisher bekannt ist