FragDenStaat veröffentlicht 17 Seiten des BfV-Gutachtens – Erste Belege zur AfD-Ein­stu­fung öff­ent­lich

Die AfD-Einstufung als “gesichert rechtsextremistisch” wird wohl ein jahrelanges juristisches Nachspiel haben. Teile des Gutachtens sind nun öffentlich. “FragDenStaat” hat 17 Seiten des Gutachtens des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) veröffentlicht, aus dem die Einstufung der AfD als “gesichert rechtsextremistisch” folgte. Zeit Online berichtete als erstes über diesen Auszug, gleichwohl ohne ihn zu veröffentlichen. Am vergangenen Freitag war die Hochstufung der AfD seitens des BfV bekannt geworden. Die Partei hat dagegen bereits eine Klage (Az. 13 K 3895/25) sowie einen Eilantrag (Az. 13 L 1109/25) beim Verwaltungsgericht (VG) Köln eingereicht. Wie “FragDenStaat” betont, handelt es sich bei dem Auszug “nicht um Informationen, die mit nachrichtendienstlichen Mitteln wie dem Einsatz von V-Leuten gewonnen wurden” – diese sind weiterhin unter Verschluss, da laut dem Bundesinnenministerium schutzbedürftige Quellen betroffen sind. Der 17-seitige Auszug ist überschrieben mit “Besonders relevante Aussagen des AfD-Bundesverbands bzw. AfD-Bundesvorstands” und sodann in vier Unterabschnitte gegliedert: “Ethnisch-abstammungsmäßige Aussagen und Positionen”, “Fremdenfeindlichkeit”, “Islamfeindlichkeit” und “Reaktiv: Demokratieprinzip”. Hierfür sind sodann insgesamt 37 Belege in Form von öffentlich getätigten Aussagen der AfD und ihren (hochrangigen) Funktionsträgern zwischen 2022 und 2024 benannt. Im ersten Abschnitt wird beispielsweise eine Aussage von Co-Bundessprecherin Alice Weidel im Kontext von Unruhen in Frankreich im Sommer 2023 zitiert, wonach “vergleichbare Probleme angesichts der Migration aus ‘dem kulturfremden Kontext’ auch in Deutschland möglich seien”. Weidel spricht dabei von der Förderung von “Parallelgesellschaften” und einem “Clash of Cultures”. Auch die Aussage des damaligen Bundesvorstandsmitglied, Maximilian Krah, “Dieser grüne Generalplan bedeutet Umvolkung”, wird neben weiteren Aussagen in diese Richtung insoweit zitiert. Unter “Fremdenfeindlichkeit” zieht das BfV einen X-Post der AfD von September 2024 heran, mit welchem diese von einem “migrationsinduzierten ‘Höllensommer’” spricht, in dem “Messerattacken an der Tagesordnung” stünden. Auch die Forderung von Rechtspolitiker Stephan Brandner nach einer “umfassenden Abschiebekultur” wird insoweit herangezogen.

via lto: FragDenStaat veröffentlicht 17 Seiten des BfV-Gutachtens Erste Belege zur AfD-Ein­stu­fung öff­ent­lich

siehe auch: Bundesamt für Verfassungsschutz Hier sind die ersten Belege zur Verfassungsfeindlichkeit der AfD Völkisch-nationalistisch, rassistisch, antidemokratisch – auch nach Ansicht des Geheimdienstes ist die AfD gesichert rechtsextrem. Wir veröffentlichen einen ersten Ausschnitt aus dem 1100 Seiten langen Gutachten. Die AfD ist gesichert rechtsextrem. Das sagt seit vergangener Woche nun auch der Bundesverfassungsschutz. Zuvor hatte die Behörde die Bundespartei bereits seit mehreren Jahren als rechtsextremistischen Verdachtsfall geführt und beobachtet. Diese neue Einordnung auf der höchsten Beobachtungsstufe durch den Verfassungsschutz basiert auf einem rund 1100 Seiten langen Gutachten, das bislang nicht öffentlich ist. Wir veröffentlichen jetzt aber einen 17-seitigen Ausschnitt aus dem Dokument. Es ist eine Belegliste, in der das Bundesamt für Verfassungsschutz 37 öffentlich nachvollziehbare Belege für die verfassungsfeindliche Ausrichtung der AfD auf Bundesebene aufführt; Fremden- und Islamfeindlichkeit – Weiterer Auszug aus AfD-Gutachten geleakt. Die Plattform „Frag den Staat“ hat einen Teil des über 1000 Seiten umfassenden AfD-Gutachten veröffentlicht. Das 17-seitige Dokument enthält Aussagen von AfD-Spitzenpolitikern, darunter Alice Weidel, Tino Chrupalla und Maximilian Krah. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sieht einem Medienbericht zufolge eine “verfestigte fremdenfeindliche Haltung” in der “obersten Führungsstruktur der AfD”. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf das 1.108 Seiten lange Gutachten, mit dem das BfV die Partei als “gesichert rechtsextremistisch” eingestuft hat. Die “verfassungsfeindliche Ausrichtung” der AfD habe sich zwischenzeitlich “zur Gewissheit verdichtet”, heißt es demnach darin.

siehe auch: https://fragdenstaat.de/dokumente/271151-besonders-relevante-aussagen-des-afd-bundesverbands-bzw-afd-bundesvorstands/

#Geschichtsrevisionismus im Internet – Der #Holocaust als Meme

Rechte und kommerzielle Accounts leugnen oder verherrlichen den Holocaust online. Ein Bericht zeigt, wie groß das Problem ist und was dagegen helfen würde. Offene Holocaust-Leugnung ist in Deutschland verboten. Das wissen auch extreme und neue Rechte. In den sozialen Medien finden sie trotzdem Wege, die Geschichte rund um die Shoah zu verzerren. Die Gedenkstätte Anne Frank hat zu den digitalen Strategien der Holocaust-Verleugnung, Verharmlosung und Verherrlichung am Dienstag einen Bericht veröffentlicht. „Geschichtsrevisionismus ist auf TikTok ein Massenphänomen“, so eine Mitarbeiterin der Gedenkstätte. Aber auch auf Instagram und anderen Plattformen sei das Phänomen weit verbreitet. Dort würden Rechtsextreme Codes und Chiffren nutzen, um eine Löschung ihrer Beiträge zu umgehen. Ihr Ziel sei es, die Geschichtsbildung junger Menschen zu manipulieren. Sie verbreiten mit Techno unterlegte Videos von Hitler-Reden, feiern die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck als „Märtyrerin der Meinungsfreiheit“ oder posten immer wieder Kommentare mit der Zahl 271k. Eine Referenz zu der Verschwörungsgeschichte, die Nationalsozialisten hätten „nur“ 271.000 anstatt sechs Millionen Juden getötet. Der Bericht nennt zwei Beweggründe, Geschichte im Internet zu verzerren: Ideologie und Kommerz. Zum einen gebe es die politischen Überzeugungstäter. Sie verharmlosten den Holocaust, machten sich darüber lustig oder glorifizierten den Nationalsozialismus, weil sie den Tätern politisch nahe stünden. Zu dieser Gruppe zählt der Bericht unter anderem rechtsextreme Influencer und prominente AfD-Politiker wie Maximilian Krah, die Deutschland von einem „Schuldkult“ befreien wollen. „Unsere Vorfahren waren keine Verbrecher“, sagte Krah in einem TikTok-Video 2023, in dem er junge Menschen dazu auffordert, nachzuforschen, wie ihre Großeltern „gekämpft und gelitten“ hätten. Die von ebendieser Großelterngeneration getöteten Juden und andere verfolgte Gruppen erwähnt er nicht. Als seien die Deutschen die Opfer der Geschichte gewesen, die sich nie etwas zuschulden kommen ließen und deswegen heute eine stolze Nation bilden könnten. Verhöhnung von NS-Opfern als Geschäftsmodell Auf der anderen Seite stünden dem Bericht zufolge Menschen, die den Holocaust online verhöhnen oder verharmlosen, um daraus Profit zu schlagen. Inhalte, die besonders viele Reaktionen von Nutzern hervorrufen, werden von den Algorithmen der Plattformen belohnt und weiter verbreitet. Deswegen gibt es einen Anreiz, zu provozieren und Grenzen zu überschreiten. So inszenierten sich Nutzer zum Beispiel als feiernde DJs in Gaskammern.

via taz: Geschichtsrevisionismus im Internet Der Holocaust als Meme

Brazil police thwart bomb attack on Lady Gaga concert

Brazilian police said they thwarted a bomb attack planned for Lady Gaga’s concert on Copacabana beach in Rio de Janeiro on Saturday. The Civil Police of Rio de Janeiro state, in co-ordination with the justice ministry, said suspects had recruited participants to carry out attacks using improvised explosives and the plan was aimed at gaining notoriety on social media. The person responsible for the plan and a teenager were arrested, the police said. Lady Gaga’s team said they learned about the bomb threat only from media reports the morning after the gig. A crowd of more than two million people gathered for the concert, which was free to attend. Police said the group that planned the attack had been spreading hate speech, mainly against children, adolescents and the LGBTQ+ community. The alleged mastermind was arrested for illegal possession of a firearm in the southern state of Rio Grande do Sul, while the teenager was detained for storing child pornography in Rio. Those responsible were also promoting the radicalisation of teenagers, including self-harm and violent content “as a form of belonging and challenge among young people”.

via bbc: Brazil police thwart bomb attack on Lady Gaga concert

FBI has opened 250 investigations tied to violent online network ‘764’ that preys on teens, top official says

“This is one of the most disturbing things we’re seeing,” an FBI official said. FBI officials say they are growing increasingly concerned about a loose network of violent predators who befriend teenagers through popular online platforms and then coerce them into escalating sexual and violent behavior — pushing victims to create graphic pornography, harm family pets, cut themselves with sharp objects, or even die by suicide. The online predators, part of the network known as “764,” demand victims send them photos and videos of it all, so the shocking content can be shared with fellow 764 followers or used to extort victims for more. Some of the predators even host “watch parties” for others to watch them torment victims live online, according to authorities. “We see a lot of bad things, but this is one of the most disturbing things we’re seeing,” said FBI Assistant Director David Scott, the head of the FBI’s Counterterrorism Division, which is now leading many of the U.S. government’s investigations tied to 764. The FBI has more than 250 such investigations currently underway, with every single one of its 55 field offices across the country handling a 764-related case, Scott told ABC News in an exclusive interview. He said the FBI has seen some victims as young as nine, and federal authorities have indicated there could be thousands of victims around the world. ‘Nihilistic violent extremists’ “[It’s] very scary and frightening,” the Connecticut mother of a teen girl caught up in 764 told ABC News.

via abcnews: FBI has opened 250 investigations tied to violent online network ‘764’ that preys on teens, top official says

Messengerdienst #Telegram Chats als Brutstätte des #Rechtsterrorismus – #terrorgram

Telegram hat sich in den vergangenen Jahren zur zentralen Kommunikationsplattform für rechtsextreme Gruppen entwickelt. Experten konnten mehr als 650 Deutsche in den “Terrorgram”-Gruppen finden. Waffenbau- und Sprengstoffanleitungen. Ein Handbuch zur Giftherstellung. Grafiken, in denen jüdischen oder schwarzen Menschen mit Gewalt gedroht wird. Diese Inhalte werden in Telegram-Gruppen geteilt, die zu einem internationalen rechten Netzwerk gehören – auch Deutsche sind dort aktiv. Ein Nutzer aus Sachsen teilt ein Foto von Bettwäsche mit einem SS-Symbol, prahlt damit, zu Hause eine Hakenkreuz-Flagge aufgehängt zu haben, und schreibt im Chat, es gebe “nicht genug ‘Nazis’ in Deutschland”.Solche Chat-Gruppen gehören laut Experten zum sogenannten Terrorgram-Netzwerk. Ein Wortspiel aus Telegram und Terrorismus. Die Mitglieder gelten als gewaltorientiert und rechtsextrem.Hans-Jakob Schindler vom International Centre for Counter-Terrorism stuft diese Gruppen als äußerst gefährlich ein: “Erstens geht von dem Netzwerk eine Gefahr aus, weil hier eine Vernetzung von gewaltorientierten Personen stattfindet. Es wird dann irgendwann auch für die Sicherheitsbehörden schwierig, alle gleichzeitig zu bewachen. Und zweitens werden in diesen Kanälen von Bombenanschlägen bis Messerattacken jegliche Anschlagsszenarien durchgespielt.” Auch in Chats mit deutschen Mitgliedern tauschen sich Nutzer über solche Szenarien aus. Ein Mitglied schreibt auf Englisch: “Töte keine Menschen für eine einmalige Aktion, warte auf Tag X (…).” Ein deutscher Nutzer antwortet auf diesen Vorschlag: “Tag X steht kurz bevor und wird auch in Deutschland passieren. Es gibt keine andere Option.” Mit “Tag X” ist der Tag gemeint, an dem die demokratische Ordnung kollabieren soll. Ein Systemzusammenbruch ist eines der Ziele solcher rechtsextremen und rechtsterroristischen Gruppen.

via tagesschau:Messengerdienst Telegram Chats als Brutstätte des Rechtsterrorismus

#SignalGate Meets #WordPress: Outgoing National Security Adviser’s Phone Dumps Messages via Israeli App

National Security Adviser Mike Waltz had a rough Thursday. While he made it in that job longer than Mike Flynn, he’s out after just over 100 days. Unfortunately for him, Reuters press photographer Evelyn Hockstein caught him using a Signal-like interface to view chats on his phone under the Cabinet table at a public meeting. Much like the earlier SignalGate chats, key Trump officials like Vice President JD Vance and Tulsi Gabbard show up in the messages on that sole photo. Signal users regularly get messages reminding them to enter their PIN number, a kind of secondary lock on the account data. This phrase “TM SGNL” was oddly different than normal on Waltz’s phone, which quickly led people to a software vendor called TeleMessage that is based in Israel, first reported in detail by 404Media. TeleMessage is owned by Portland, Oregon-based Smarsh, which provides communication compliance, recordkeeping, legal, and other software according to its website. Smarsh started to acquire TeleMessage in 2022 to “deliver unmatched capability for mobile communications compliance for the hybrid workforce.” Official developer docs show that TeleMessage’s “tech stack” has included a user management function implemented on the server side to connect directly with a WordPress site, a few eagle-eyed people pointed out online. Additionally, Unicorn Riot found that at least one access pattern must have been implemented through the WordPress Gravity Forms plugin, which is a very unusual design choice for a set of company programs with such sensitive devices to track. (Details on that below.) (…) TeleMessage says it can “CAPTURE, ARCHIVE AND MONITOR MOBILE COMMUNICATION: SMS, MMS, Voice Calls, WhatsApp, WeChat, Telegram & Signal,” as well as network carrier capture, voice calls, and Signal capture: “Record and capture Signal calls, texts, multimedia and files on corporate-issued and employee BYOD [bring your own device] phones.” Tom Padgett from Smarsh told the Times that no information they collect would be sent in any fashion that “could potentially violate our data residency commitments to our customers,” adding, “We do not de-encrypt.” Interestingly, the service also has some other ways to capture data at the network carrier level as well. Its features would clone the Signal traffic and archive it:

via unicornriot: SignalGate Meets WordPress: Outgoing National Security Adviser’s Phone Dumps Messages via Israeli App

Sheriff: Mass shooting averted after Palm Beach County man found armed, ‘ready to go’ – #terror

Authorities say Damien Allen had 18 guns, 300 pounds of ammo, and police uniforms — and was in contact with a teen who carried out a deadly school shooting. A possible mass shooting in Palm Beach County may have been stopped just in time. Sheriff Ric Bradshaw says 22-year-old Damien Allen, of Loxahatchee, was arrested Sunday after investigators found an arsenal of weapons, disturbing online messages, and a closet full of law enforcement uniforms. “The investigators that worked this case — there’s no doubt in my mind they have stopped a mass shooting that was going to happen,” Sheriff Bradshaw told WPBF 25 News. “This guy was ready to go, had all the equipment, had the propensity to do it. It’s just a matter of what day was going to set him off to go do it.” Inside Allen’s home, deputies say they found 18 firearms, including what appeared to be automatic weapons, more than 300 pounds of ammunition, and full PBSO deputy uniforms. Also recovered: a taser, a two-way radio, and a fake body camera made with a 3D printer. The arrest report says Allen posted videos to Discord, TikTok, and Instagram while wearing a PBSO uniform — falsely claiming to be a deputy. Detectives say he was also communicating with Natalie Rupnow, the 15-year-old who shot and killed two people at a Wisconsin school last year before taking her own life. In those exchanges, Allen reportedly described his “loadout,” shared tactical plans, and said he was targeting seven locations — including a church and a police department.

via wpbf: Sheriff: Mass shooting averted after Palm Beach County man found armed, ‘ready to go’

siehe auch: Loxahatchee man linked to WI school shooter accused of 7 mass shooting threats. Damien Blade Allen, 20, was arrested after messages from the teenager behind a December 17 school shooting in Madison, Wisconsin, were linked to him. He is accused of making mass shooting threats against seven locations. (PBSO) … TOPICS: LOXAHATCHEE, Fla. (CBS12) — A Loxahatchee man is behind bars after the discovery of romantic and racist messages between him and the teen behind a mass shooting late last year at a Wisconsin school. A Palm Beach County Sheriff’s Office (PBSO) affidavit alleges Damien Blade Allen made clear in TikTok chats that he had identified seven potential locations and made threats to commit mass shootings at them. “There is no doubt in my mind that they have stopped a mass shooting that was going to happen,” Sheriff Ric Bradshaw said about the investigators working the case. “This guy was ready to go, had all the equipment, had the propensity to do it. It’s just a matter of what day was going to set him off to go do it.” The PBSO report also notes that Allen, 22, had multiple weapons that could be used in such shootings. The affidavit points out that while investigators believe he clearly violated the law, they also believe he was serious in his threats to commit such atrocities.