Radikaliserades på nätet – dömda fortsatte online – #764 #terror

Avslöjandet om att 764-anhängare hittat nya offer även under strafftiden visar att det svenska rättsväsendet fortfarande inte har lärt sig att ta den nätbaserade högerextremismen på allvar. Det är dags för myndigheterna att inse allvaret innan fler faller offer, skriver Expos Morgan Finnsiö. Av alla den moderna högerextremismens avarter är 764 en av de värsta. Det är en verksamhet som kretsar kring sexuella övergrepp mot barn, dödligt våld mot oskyldiga och antisemitiskt motiverad sadism. Jag önskar att vi inte hade anledning att återkomma till den. Men det råa knivöverfallet i Borås i januari i år, som i sig inspirerades av en rad attacker i Hässelby i somras, har understrukit att fenomenet inte bara fått fäste i Sverige, utan också blir allt farligare. Anhängarna vill mörda. Det finns all anledning för det svenska rättsväsendet att ta hotet från den digitalt organiserade, ungdomsorienterade högerextremismen på allvar. Tyvärr finns starka skäl att betvivla att detta görs.

via expo: Radikaliserades på nätet – dömda fortsatte online

Spain: One Year Prison Sentence for Neo-Nazi Who Called for Murder of Moroccans

Spanish justice has sentenced a neo-Nazi, María Isabel Medina Peralta, to one year in prison for incitement to hatred and violence against Moroccans. Peralta, a member of a small Spanish far-right group, had specifically called for the murder of Moroccans residing in the Iberian Peninsula. The events date back to May 18, 2021. Only 18 years old at the time, Isabel Medina Peralta had organized an unauthorized gathering by her group in front of the Moroccan embassy in Madrid. This trial follows that demonstration in front of the Moroccan embassy, an event that took place in the context of the diplomatic crisis between Spain and Morocco. Leading the rally, she delivered a speech using a loudspeaker with strong xenophobic connotations, inciting hatred towards Moroccan immigrants. According to Crónica Global, Isabel Peralta stated that the Spanish government was allowing an “unprecedented racial substitution,” that immigrants were “annihilating our moral, racial, and cultural identity,” and incited people to “confront” what she called an “invasion.” Her intervention was also recorded and broadcast on several platforms, including YouTube, where two videos had accumulated thousands of views.

via fesnews: Spain: One Year Prison Sentence for Neo-Nazi Who Called for Murder of Moroccans

Facebook Pushes Its Llama 4 AI Model to the Right, Wants to Present “Both Sides”

Bias in artificial intelligence systems, or the fact that large language models, facial recognition, and AI image generators can only remix and regurgitate the information in data those technologies are trained on, is a well established fact that researchers and academics have been warning about since their inception.  In a blog post about the release of Llama 4, Meta’s open weights AI model, the company clearly states that bias is a problem it’s trying to address, but unlike mountains of research which established AI systems are more likely to discriminate against minorities based on race, gender, and nationality, Meta is specifically concerned with Llama 4 having a left-leaning political bias.  “It’s well-known that all leading LLMs have had issues with bias—specifically, they historically have leaned left when it comes to debated political and social topics,” Meta said in its blog. “This is due to the types of training data available on the internet.” “Our goal is to remove bias from our AI models and to make sure that Llama can understand and articulate both sides of a contentious issue,” Meta continues. “As part of this work, we’re continuing to make Llama more responsive so that it answers questions, can respond to a variety of different viewpoints without passing judgment, and doesn’t favor some views over others.” Meta then lists a few “improvements” in Llama 4, including that the model will now less often refuse to engage users who ask about political and social topics overall, that it “is dramatically more balanced with which prompts it refuses to respond to,” and favorably compares its lack of a “strong political lean” to Grok, xAI’s LLM which Elon Musk continually promotes as a non-woke, “based” alternative to comparable products from OpenAI, Google, and Anthropic.

via 404media: Facebook Pushes Its Llama 4 AI Model to the Right, Wants to Present “Both Sides”

#Verleumdung von Nancy Faeser – Chefredakteur von AfD-nahem Medium zu #Freiheitsstrafe verurteilt – #LockHimUp #SavidBendels

Weil er ein Foto der Bundesinnenministerin veränderte und teilte, ist David Bendels zu sieben Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Bei Nancy Faeser muss er sich schriftlich entschuldigen. Der Chefredakteur des AfD-nahen Mediums »Deutschland-Kurier« ist am Montag vom Amtsgericht Bamberg zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten verurteilt worden. Grund dafür war eine Fotomontage, die Bundesinnenministerin Nancy Faeser zeigte. (…) Es zeigte Faeser mit einem Schild vor dem Körper. Darauf war zu lesen: »Ich hasse die Meinungsfreiheit.« Laut Gericht sei der Post vielfach geteilt und angesehen worden. Allerdings sei das Foto verfremdet worden. Das Originalbild stammte demnach aus einem Post des Bundesinnenministeriums einen Monat zuvor. Anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus hatte Faeser ein Schild in der Hand gehalten mit den Worten »We Remember«. Das Gericht gelangte zu der Überzeugung, dass Bendels den Schriftzug abgeändert und mit dem Post bewusst den Eindruck erweckt habe, die Innenministerin habe sich entsprechend zur Meinungsfreiheit geäußert. »Die Fotomontage war nach Auffassung des Gerichts für den unbefangenen Leser als solche nicht erkennbar«, teilte das Gericht mit.

via spiegel: Verleumdung von Nancy Faeser Chefredakteur von AfD-nahem Medium zu Freiheitsstrafe verurteilt

Vor dem #Landgericht #Wuppertal – #Waffenbesitz, #Verleumdung, Billigen von Verbrechen: Mutmaßlicher #Reichsbürger aus #Remscheid vor Gericht

Ein 57 Jahre alter Angeklagter aus Remscheid war durch Reichsbürgertum aufgefallen, nun wird ihm unter anderem vorgeworfen, im Netz den russischen Angriffskrieg unterstützt zu haben. Der Angeklagte selber sagt, er sei Diplomat. Und habe deutsche Atombomben an Russland verraten. Die Anklage lautet neben verbotenem Waffenbesitz auf Verleumdung und Billigen von Verbrechen im Internet – nämlich des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Der Angeklagte selber spricht von einem „politischen Schauprozess“ und streitet die meisten Vorwürfe ab. Ein 57-Jähriger, der früher in Remscheid lebte, muss sich derzeit vor dem Landgericht Wuppertal verantworten. Dort räumte er zunächst nur ein, einem Bekannten geraten zu haben, sein Gewehr in einem Klavier zu verstecken, damit die Polizei es nicht findet. Alles andere sei falsch. Seine Wertung des Krieges in der Ukraine hingegen ist klar: „Das ist ein Angriff auf Russland und nicht umgekehrt.“ (…) Die Anklage der Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann vermindert schuldfähig war. Grund soll psychische Erkrankung sein. Derzeit erstellt eine Psychiaterin ein Gutachten über den 57-Jährigen für das Gericht, zu einer möglichen Gemeingefährlichkeit. Stellt das Gericht diese fest, könnte es ihn in eine geschlossene Klinik einweisen. Derzeit sitzt er in einer Justizvollzugsanstalt. In den Saal wird der Angeklagte von Wachtmeistern geführt. Seinen Anwalt ignoriert er. Dieser Mann sei „ganz bemüht, einen verständnisvollen Eindruck zu machen“. Gegen ihn dürfe gar nicht verhandelt werden, sagt der Angeklagte, wegen seines Status eines russischen Diplomaten.

via rga: Vor dem Landgericht Wuppertal Waffenbesitz, Verleumdung, Billigen von Verbrechen: Mutmaßlicher Reichsbürger aus Remscheid vor Gericht

Hinweise nach ZDF-Recherche – Terror vor Wahlen womöglich aus dem Ausland gesteuert

Verdächtige Internet-Suchanfragen aus Russland deuten auf eine gezielte Einflussnahme hin. Die Sicherheitsbehörden gehen nun den Indizien nach. Nach mehreren mutmaßlichen Anschlägen in Deutschland im vergangenen Jahr gehen Sicherheitsbehörden möglichen Hinweisen nach einer gezielten Steuerung aus dem Ausland nach. Dazu liefen nun „Überprüfungen“, die Hinweise würden „sehr ernst genommen“, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Montag in Berlin. Zuvor hatte das ZDF über eine mögliche russische Einflussnahme oder Mitwirkung, unter anderem an dem Messerangriff von Mannheim vom Mai 2024 berichtet.(…) Das ZDF berichtete am Sonntag von verdächtigen Internet-Suchanfragen aus Russland im Vorfeld von Anschlägen im vergangenen Jahr und zog auch Verbindungen zu Wahlterminen. Auffälligkeiten habe es demnach neben dem Angriff von Mannheim Ende Mai kurz vor der Europawahl mit einem getöteten Polizisten auch im Fall des Brandes im DHL-Luftfrachtzentrum am Leipziger Flughafen im Juli gegeben.

via tdf: Hinweise nach ZDF-Recherche Terror vor Wahlen womöglich aus dem Ausland gesteuert

Ferhat Sentürks Abkehr von den Rechten wirft Fragen auf

Noch vor zwei Wochen organisierte Sentürk einen Neonazi-Aufmarsch, jetzt sagt er, dass er sich von der extremen Rechten distanziert. Es ist zwei Wochen her, da scharte Ferhat Sentürk noch mehrere Hundert Neonazis um sich. Er hatte eine Demonstration gegen links angemeldet und einen Coup im Vorfeld gelandet. Der Sänger der extrem rechten Hooligan-Band »Kategorie C« Hannes Ostendorf sollte bei dem Aufmarsch auftreten. Ostendorf kam, sang, stachelte die Teilnehmerinnen an. Ferhat Sentürk genoss den Auftritt, schwang große Reden. Im Laufe des Nachmittags die Ernüchterung. Statt eines kilometerlangen Aufmarsches geht es nur ein paar Meter bis zu den Aufgängen der S-Bahn. Weiter lässt die Polizei den Aufmarsch nicht. Ferhat Sentürk tobt auf der Straße und danach auch im Netz. Er spricht von Willkür und kündigt weitere Proteste an. Gleichzeitig werden in der Szene Vorwürfe gegen Sentürk laut. Die Demonstration sei schlecht organisiert gewesen, Sentürk habe sich nicht ausreichend beraten lassen, außerdem wird sich darüber beschwert, dass zahlreiche Teilnehmerinnen des Aufmarsches festgenommen wurden. Drei Tage nach der Demonstration in Berlin verkündet Sentürk in seinen Social-Media-Kanälen, dass für ihn ein Wendepunkt erreicht sei. Er wolle sich als Aktivist zurückziehen. Das »System« sei »augenscheinlich korrupt«, Medien verdrehten die Wahrheit und an Meinungsfreiheit glaube er nicht mehr. Sentürk kündigt an, etwas Neues machen zu wollen, er will »aufrütteln, verbinden, inspirieren«. Auf der Straße und im Netz, wie er ankündigt. Aufmerksam macht Sentürk dann auf sich, weil ein Video von ihm auftaucht, in dem er in einem Rap-Song die Zeile »Kill Yahudis mit der Uzi, bis das Blut fließt« mitsingt. Auf der Social-Media-Plattform X ist die Empörung über Sentürk groß. Menschen kündigen an, ihn wegen des antisemitischen Raps anzuzeigen. Einige Tage später veröffentlicht Sentürk dann auf Tiktok ein Video mit dem Titel »Abrechnung mit der AfD«. Es erreicht innerhalb weniger Tage fast 800 000 Aufrufe und wird über 8000-mal kommentiert. In seinem Video warnt Sentürk, die AfD hetze gegen Ausländer und Muslime, es habe sich herausgestellt, dass die Partei eine »Gefahr für die Demokratie« sei. Auf Facebook verbreitet Sentürk Texte, in denen er lokalen AfD-Funktionären aus seiner Heimatstadt Aachen Machtmissbrauch vorwirft. Ferhat Sentürk war Mitglied der AfD, hat sie aber im Streit schon im vergangenen Herbst verlassen. Danach begann seine Karriere als Organisator von extrem rechten Aufmärschen in Berlin und Aachen.

via nd Ferhat Sentürks Abkehr von den Rechten wirft Fragen auf