#Drohungen gegen #Politiker – Fall für den #Generalbundesanwalt? – #schauhin #polizei #strukturellerRassismus #Terrornetzwerk

Mehrere Linken-Politikerinnen haben Drohmails erhalten – unter anderem Martina Renner. Die Linkspartei fordert, dass sich der Generalbundesanwalt einschaltet und die Ermittlungen übernimmt. Die Linkspartei fordert den Generalbundesanwalt (GBA) auf, die Ermittlungen zur andauernden Serie rechtsextremer Drohschreiben zu übernehmen. Das erklärt der Parteivorsitzende Bernd Riexinger gegenüber dem ARD-Politikmagazin Kontraste: “Der Generalbundesanwalt muss übernehmen. Der Sachverhalt betrifft längst nicht mehr nur Hessen. Die Morddrohungen sind ein direkter Angriff auf die Demokratie und staatliche Institutionen. Darüber hinaus gibt es erhebliches berechtigtes Misstrauen gegen die Federführung der LKA In Hessen und Berlin, die bisher keine Erfolge bei der Verfolgung und Zerschlagung rechter Netzwerke in der Polizei zu verzeichnen haben.” (…) Die Rechtsanwältin Kristin Piertzyk, die die Bundestagsabgeordnete Martina Renner (Linkspartei) vertritt, will das nicht gelten lassen. “Die Ansicht des GBA kann ich rechtlich und politisch nicht nachvollziehen. Der GBA unternimmt nichts, obwohl die Voraussetzungen des Paragraphen 129a zumindest als Anfangsverdacht klar auf der Hand liegen”, erklärte Piertzyk. Politisch sei eine Verfahrensübernahme auch dahingehend dringend geboten, um den Ermittlungsbehörden, aus deren Reihen die personenbezogenen Daten mutmaßlich abgeflossen sind, die Hoheit über die Ermittlungen zu nehmen. Renner wurde ebenfalls wiederholt in E-Mails mit dem Tod bedroht. (…) Die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im hessischen Landtag, Janine Wissler, hatte im Februar erste Drohungen per Mail erhalten. In den Schreiben waren persönliche Daten der 39-Jährigen aufgeführt, die aus öffentlichen Quellen nicht hervorgehen. Ermittlungen des hessischen Landeskriminalamtes (LKA) ergaben, dass kurz vor dem Versand der ersten Drohung Wisslers Daten im Polizeisystem abgefragt wurden – mit der Kennung eines Polizeibeamten aus Wiesbaden. Auf Anfrage von Kontraste wollte sich die zuständige Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main nicht zu dem Vorgang um den Beamten äußern. Das Nachrichtenmagazin “Spiegel” hatte am Donnerstag berichtet, dass der Beamte abstreitet, die Daten abgefragt zu haben und lediglich als Zeuge geführt wird. Eine Durchsuchung privater Datenträger des Beamten hat laut “Spiegel” nicht stattgefunden.

via tagesschau: Drohungen gegen Politiker Fall für den Generalbundesanwalt?

#Prozess gegen #Bundespolizisten: 90 #Tagessätze für #Hitlergruß – #schauhin #polizei

Wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurden zwei Beamte in Rosenheim angeklagt. Am Freitag fiel das Urteil. Im Prozess gegen zwei Polizisten vor dem Rosenheimer Amtsgericht ist am Freitag das Urteil ergangen. Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten vorgeworfen, in einem Lokal den Hitlergruß gezeigt und „Heil Hitler“ gerufen zu haben. Während einer der beiden Beamten zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt wurde, sprach das Amtsgericht Rosenheim seinen norddeutschen Kollegen frei. Wegen Verdacht auf Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen hatte die Staatsanwaltschaft Strafbefehle gegen die beiden Beamten gestellt. Am 30. August, so hieß es in den Strafbefehlen, sollen die Polizisten in einem Rosenheimer Lokal eifrig über Flüchtlingspolitik diskutiert haben. Nachdem einer der beiden weitere Getränke geholt hatte, soll er diese abgestellt, den Arm ausgestreckt und laut „Heil Hitler“ gerufen haben. Sein Kollege aus Mecklenburg-Vorpommern soll mindestens einmal ebenfalls „Heil Hitler“ gerufen haben.

via taz: Prozess gegen Bundespolizisten: 90 Tagessätze für Hitlergruß

North London police officer charged over membership of far-right hate group National Action and child pornography

A north London police officer has been charged with being a member of far-right terrorist group National Action. Benjamin Hannam, 21, a serving probationary officer in Haringey and Enfield, has been bailed to appear at Westminster Magistrates’ Court on August 6 to face five charges. Hannam has been suspended from duty. It is alleged that between December 2016 and January 2018 he belonged to hate group National Action, and that he committed fraud by saying in his police application that he was not a member of a banned group. He is also charged with two counts of possession of a indecent image of a child. Det Supt Ella Marriott, acting North Area BCU Commander, said: “These are extremely serious charges for anyone to face, and I fully understand and appreciate how deeply concerning it might be for the public, and particularly local communities here in north London, that the charges are against a serving police officer.”

via hamhigh: North London police officer charged over membership of far-right hate group National Action and child pornography

#Innenminister setzt #Sonderermittler ein – #Beuth wirft #LKA schwere Versäumnisse bei #Drohmails gegen #Wissler vor – #schauhin #polizei #strukturelleGewalt #Terror

Nachdem die Spur der Drohmails gegen die Linken-Politikerin Janine Wissler zu einem Polizeicomputer in Wiesbaden führt, übt Innenminister Beuth scharfe Kritik am LKA. Nun soll ein Sonderermittler übernehmen. Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hat dem Landeskriminalamt (LKA) im Zusammenhang mit den Drohmails an die Linken-Politikerin Janine Wissler schwere Versäumnisse vorgeworfen. Dass von einem Polizeirechner die persönlichen Daten der Fraktionsvorsitzenden abgefragt wurden, habe er erst am gestrigen Tag erfahren, sagte Beuth am Donnerstag in Wiesbaden. Das LKA habe einen Polizisten dazu befragt, diese Informationen aber nicht weitergegeben. Angesichts der Tragweite dieser Ermittlungen sei die fehlende Weitergabe dieser wichtigen Informationen völlig inakzeptabel, betonte der Innenminister. Gegen den vernommenen Polizisten gebe es zwar keinen Tatverdacht. Er werde als Zeuge geführt. Offensichtlich habe das zuständige LKA aber nicht die dringende notwendige Sensibilität walten lassen, “die ich in so einem wichtigen Verfahren erwarte”. (…) Vor gut einer Woche war bekannt geworden, dass die Vorsitzende der Landtagsfraktion der Linken in Wiesbaden Drohmails erhalten, hatte die mit “NSU 2.0” gezeichnet waren. Die Briefe enthielten unter anderem Daten Wisslers, die nicht öffentlich einsehbar waren. Kurz nachdem über die Mails berichtet worden war, erhielt Wissler weitere derartige Zuschriften. Anfang der Woche war schließlich bekannt geworden, dass persönliche Daten Wisslers von einem Polizeicomputer in Wiesbaden abgefragt worden waren. Die Drohungen erinnern an den Fall der Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz die im August 2018 mehrere Morddrohungen gegen sich und Familienmitglieder erhielt, die ebenfalls mit “NSU 2.0” gezeichnet waren. Auch diese Mails erhielten nicht-öffentliche Daten. (…) Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Hessen hat derweil eine lückenlose Aufklärung des möglichen Zusammenhangs von Drohungen gegen die Landtagsfraktionschefin und Bundesvizevorsitzenden der Linken und einem Dienstcomputer der Polizei in Wiesbaden gefordert – und für den Fall der Bestätigung harte Konsequenzen. “Sollten Kollegen dafür verantwortlich sein, hätten sie in der Polizei nichts zu suchen”, sagte der GdP-Landesvorsitzende Andreas Grün der Düsseldorfer Rheinischen Post.

via hessenschau: Innenminister setzt Sonderermittler ein Beuth wirft LKA schwere Versäumnisse bei Drohmails gegen Wissler vor

Kommission des #Europarats rät #Seehofer zu #Rassismus-Studie über #Polizei – #heimathorst

Die Rassismus-Kommission des Europarats hat Bundesinnenminister Seehofer aufgefordert, seine Absage an eine Studie zu Rassismus in der Polizei zu überdenken. Es gebe Indizien, dass es beim Thema Racial Profiling ein „substanzielles Problem in Deutschland geben könnte“, sagte die Kommissions-Vorsitzende Marouda der Berliner taz. Man sei überzeugt, dass es im eigenen Interesse der Polizei sei, sich in eine solche Studie einzubringen.

via dlf: Kommission des Europarats rät Seehofer zu Rassismus-Studie über Polizei

Sensible Daten von #Polizei-Computer abgerufen – #Linken-Politikerin #Wissler erhält weitere “#NSU 2.0”-#Drohschreiben – #schauhin #strukturelleGewalt #terror

Die Chefin der Linksfraktion im Hessischen Landtag ist erneut mit dem Tod bedroht worden. Nach hr-Informationen bekam Janine Wissler zwei weitere offenbar rechtsextremistische Schreiben. Wie schon im Fall Basay-Yildiz könnten Informationen darin von der Polizei stammen. Linken-Fraktionschefin Janine Wissler hat erneut zwei Droh-E-Mails erhalten. Nach Informationen des hr erhielt Wissler die Schreiben in den vergangenen vier Tagen. Ihre Fraktion bestätigte am Mittwochabend den Eingang neuer Drohungen. Die Mails stammen offenbar vom selben Absender wie die Drohmails vom Februar. Sie sind ebenfalls mit der Unterschrift “NSU 2.0” versehen und enthalten private Daten, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Nach hr-Informationen wurden im vergangenen Februar private Daten der Politikerin von einem Polizei-Computer in Wiesbaden abgerufen. Das weckt Erinnerungen an den Fall der Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz. Sie hatte im Jahr 2018 erstmals “NSU 2.0”-Drohbriefe erhalten, zuvor waren ihre Daten von einem PC auf einem Frankfurter Polizeirevier abgerufen worden.

via hessenschau: Sensible Daten von Polizei-Computer abgerufen Linken-Politikerin Wissler erhält weitere “NSU 2.0”-Drohschreiben

siehe auch: Linken-Politikerin Janine Wissler erhält erneut Morddrohungen – Die Spur führt wieder zur Polizei. Die hessische Linken-Politikerin Janine Wissler hat ein weiteres rechtsextremes Drohschreiben erhalten, das mit „NSU 2.0“ unterzeichnet wurde. Ermittlungen deuten daraufhin, dass der hessische Polizeiskandal sich ausweitet. Die Linken-Politikerin Janine Wissler hat erneut eine rechtsextreme Drohungen erhalten. Das Drohschreiben wurde erneut mit „NSU 2.0″ unterschrieben. Der Absender könnte Teil der hessischen Polizei sein. (…) Derweil weitet sich die Geschichte um die Drohmails gegen Wissler zu einem ausgemachten hessischen Polizeiskandal aus. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau aus sind die Todesdrohungen gegen Wissler vermutlich durch Abfragen von einem Dienstcomputer der Polizei vorbereitet worden. Das berichtet die FR in ihrer Donnerstagsausgabe unter Berufung auf Ermittlungsergebnisse. Danach wurden im Februar von einem Polizeicomputer in Wiesbaden private Daten der Linken-Fraktionsvorsitzenden im Hessischen Landtag abgefragt. Kurz darauf erhielt Wissler die zwei „NSU 2.0“-Schreiben* mit Beschimpfungen und Drohungen, die eben solche persönlichen Daten enthielten, die nicht öffentlich zugänglich sind

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Racial Profiling – Wie rassistisch ist die britische #Polizei? – #schauhin #strukturelleGewalt

Racial Profiling ist in Großbritannien verboten – was nicht heißt, dass es Kontrollen aufgrund von Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit nicht gibt. Schwarze würden immer noch unverhältnismäßig oft kontrolliert, sagte Dlf-Korrespondent Burkhard Birke. Das zeige auch der Fall der Athletin Williams. Die Polizei hatte die Athletin Bianca Williams und ihren Lebensgefährten, den Sprinter Ricardo dos Santos, am vergangenen Wochenende wegen Fahrens auf der falschen Straßenseite im Norden Londons angehalten. Im Wagen war auch ihr drei Monate altes Baby. Sie seien unwirsch aus dem Wagen geholt und für 30 Minuten in Handschellen gelegt worden, schildert Großbritannien-Korrespondent Burkhard Birke den Fall. Von der Kontrolle gibt es auch Videoaufnahmen. Nach dem Erlebten wirft Bianca Williams der Polizei „racial Profiling“ vor, sie sei, seit sie einen teuren Wagen fahre, unverhältnismäßig oft kontrolliert worden. Die Metropolitan Police beteuere, alles sei regelkonform abgelaufen, berichtet Birke. Wegen der zunehmenden Jugendkriminalität in der Gegend habe man das Auto auf Waffen durchsuchen wollen. Auch der britische Premierminister Boris Johnson sei auf die Vorwürfe angesprochen worden. Er habe die enormen Fortschritte betont, die Großbritannien bereits gemacht habe und eine Regierungskommission angekündigt. Tatsächlich aber sprächen die letzten offiziellen Zahlen für England und Wales für den Zeitraum 2018/2019 eine sehr deutliche Sprache, so Birke. Menschen schwarzer Hautfarbe werden demnach neuneinhalb Mal so häufig kontrolliert wie Weiße. Von knapp 376.000 Kontrollen in einem Jahr entfielen die Hälfte auf ethnische Minderheiten.

via deutschlandfunk: Racial ProfilingWie rassistisch ist die britische Polizei?

Metropolitan Police peaked cap front.jpg
Von CanleyEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link