Parteiausschluss droht – Lob für Hitler und sexuelle Gewaltfantasie – Eklat um Stuttgarter AfD-Stadtrat

Der AfD-Stadtrat Niels Foitzik hat auf Tiktok Aussagen getroffen, die zu seinem Parteiausschluss führen könnten. Laut seiner Fraktion war er dabei im psychischen Ausnahmezustand. Der Nationalsozialismus sei „wunderschön“, jeder sei unter Adolf Hitler „willkommen und wertgeschätzt“ gewesen. Diese Aussagen stammen von einem Mann, der im Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart sitzt: Niels Foitzik, AfD. Der 34-Jährige hatte auf seinem öffentlichen Tiktok-Kanal im Dezember und Januar mehrere Livestreams veröffentlicht. Neben den verherrlichenden Aussagen über den Nationalsozialismus äußerte er sich auch abwertend über Frauen, bewertete beispielsweise die Körper von Annalena Baerbock, Heidi Reichinnek und Ricarda Lang. Besonders deutlich wurde er, als er über eine Stuttgarter AfD-Kollegin sprach. Er wolle ihren Kopf zusammenpressen und sie zum Oralsex bringen. Weil sie aber Zähne habe, sei die Lösung, ihr diese davor auszuschlagen. Sein Account ist inzwischen gelöscht, die Videos sind daher nicht mehr öffentlich auffindbar. Einige Monate nach der Veröffentlichung wurden sie unserer Redaktion jedoch zugespielt. Während der Livestreams sitzt Foitzik offenkundig vor seinem Computer zu Hause, oft ist es sehr dunkel, teilweise trägt er nur eine Unterhose. Viele Livestreams sind in der Nacht veröffentlicht worden. Niels Foitzik, der von Parteifreunden früher als „Stimme der Vernunft“ bezeichnet wurde, war bereits 2024 in die Schlagzeilen geraten. Damals hatte er in seinem Thailand-Urlaub randaliert, soll mit Lebensmitteln um sich und Teller heruntergeworfen haben. Auch davon gibt es Videos. Wie die „Bild“ unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtete, soll er bei dem Vorfall vermutlich unter Drogen gestanden haben.

via StZ: Parteiausschluss droht Lob für Hitler und sexuelle Gewaltfantasie – Eklat um Stuttgarter AfD-Stadtrat

School killer was likely egged on by online extremist ‘handlers,’ investigators say – #terror #764 #mmc

In recording, Solomon Henderson attributed killing at Nashville’s Antioch High School to Maniac Murder Cult and 764. The killer behind the January 2025 shooting at Nashville’s Antioch High School appears to have had “handlers” associated with violent extremist groups who were egging him on, an exclusive NewsChannel 5 investigation has discovered. Solomon Henderson, 17, left behind a recording in which he attributed the deadly school shooting to Maniac Murder Cult and 764, investigators say. Both groups target children online around the globe, leaving behind a trail of victims. Antioch High School student Dayana Escalante, 16, became one of those victims. “Once we saw how many chat rooms he was involved in, how many social media platforms he had, the lengths he went to cover it up, we realized it was a lot bigger than we could ever imagine,” said Metro Police Capt. Chris Dickerson. (…) Solomon Henderson, they believe, had become ensnared in a dark web known as “nihilistic violent extremism,” a network of various groups, some with neo-Nazi connections. Among those groups are ones like the Maniacs Murder Cult, Order of Nine Angles and No Lives Matter. They target kids in online spaces – some as young as elementary school – hoping to get control of their minds and make them do their bidding. “Teaching them to hate themselves to hurt themselves, using some of those early actions to blackmail them into hurting other people in some cases,” Cooter continued. In his manifesto, Henderson thanked the people he called “my handlers.” He added, “You helped me along with my journey through the process of HATE. You taught me how to hate, and it will change the world.”

via nwwschannel5: School killer was likely egged on by online extremist ‘handlers,’ investigators say

Ministerium prüft Dörrs Nebenbeschäftigung im Krankenstand

Das Bildungsministerium prüft aktuell dienstrechtliche Maßnahmen gegen den Lehrer und AfD-Politiker Michel Dörr. Das hat das Ministerium auf SR-Anfrage bestätigt. Dörr soll nach SR-Informationen trotz einer längeren Krankschreibung in seinem Beruf als Lehrer für die AfD-Landtagsfraktion gearbeitet haben. Michel Dörr ist Lehrer und Politiker – und der Sohn des AfD-Fraktionsvorsitzenden Josef Dörr. Das Bildungsministerium prüft aktuell dienstrechtliche Maßnahmen gegen Dörr junior, weil er nach SR-Informationen trotz einer längeren Krankschreibung in seinem Beruf als Lehrer für die AfD-Landtagsfraktion gearbeitet haben soll. Von der Nebentätigkeit bei der AfD-Landtagsfraktion habe das Bildungsministerium erst durch eine SR-Berichterstattung im März dieses Jahres erfahren. Daraufhin sei Dörr junior aufgefordert worden zu seinem Nebenjob Stellung zu nehmen. AFD-POLITIKER WIRD BALD LEHRER AN SAARBRÜCKER SCHULE In seinem Hauptjob als Lehrer wird Michel Dörr nach SR-Informationen voraussichtlich bald an einer Schule in Saarbrücken eingesetzt. Auch für die AfD-Fraktion arbeitet er weiter.

via sr: Ministerium prüft Dörrs Nebenbeschäftigung im Krankenstand

siehe auch: Vorwurf der #Vetternwirtschaft: AfD-Politiker war als Lehrer krankgeschrieben, arbeitete aber im Saarland in der Fraktion – #LügenAfD #Staatsalimente Ein Lehrer im Saarland unterrichtet offenbar ein Jahr lang nicht. Gleichzeitig arbeitete er für die Rechten im Landtag – und damit für seinen Vater, Josef Dörr, der dort Chef der Fraktion ist. (…) Ein ehemaliger AfD-Kreisvorsitzender im Saarland hat trotz Krankschreibung in seinem eigentlichen Beruf als verbeamteter Lehrer über ein Jahr eine Nebentätigkeit ausgeübt – in der Landtagsfraktion der AfD. Das Bildungsministerium in Saarbrücken bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ („SZ“). Besonders pikant: Der Lehrer soll Michel Dörr sein, Sohn des 87-jährigen AfD-Fraktionschefs im saarländischen Landtag, Josef Dörr.

„Sogar die Rechtschreibfehler sind die gleichen wie 2024“: Oliver Pöpsel zerlegt AfD-Antrag

Oliver Pöpsel (CDU), Bundestagsabgeordneter aus dem Kreis Soest, hat in einer Sitzung des Bundestages einen Antrag der AfD zerlegt und die Partei scharf kritisiert. Es ging um den Antrag „Deutschland braucht mehr Kinder – Neuausrichtung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung“. In ihm forderte die AfD Veränderungen des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung. Das von der AfD formulierte Ziel: „Deutschland zu einem Land mit mehr Kindern und einer jüngeren Bevölkerung machen.“ Pöpsel: AfD versteht von Demografiepolitik „offensichtlich nichts Pöpsel sagte, dass die AfD von Demografiepolitik „offensichtlich nichts versteht“. Das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit sei keine Überraschung, sondern „ein Erbe der 90er-Jahre“, die besonders geburtenschwach waren. Die AfD hatte in ihrem Antrag von „einer demographischen Krise“ gesprochen. Pöpsel unterstrich: „Wer von demografischer Katastrophe spricht, will keine ehrliche Debatte.“ Der demografische Wandel sei „eine Herausforderung und keine Katastrophe“. Pöpsel: „Eine einzelne Maßnahme, die die Geburtenrate erhöht, gibt es nicht.“ Es brauche ein „Bündel an Rahmenbedingungen“ mit „guter Familienpolitik“ und auch einen „organisierten Zuzug durch solide Migrationspolitik“. Pöpsel schimpfte: „Die AfD legt uns jetzt den gleichen Antrag vor, den sie schon 2024 – in der letzten Legislaturperiode – gestellt hat. Wort für Wort gleich; sogar die Rechtschreibfehler sind die gleichen wie 2024.“ Dabei werde „die komplette politische Entwicklung“ ignoriert. Zur Forderung, die Abteilung 3 des alten Familienministeriums „umzugestalten“, sagte Pöpsel in Richtung der AfD: „Diese Abteilung gibt es gar nicht mehr! Haben Sie noch nicht mitbekommen?“ Für Pöpsel sei der Antrag „eins zu eins Putins Maßnahmenkatalog, mit dem er seit Jahren versucht, den demografischen Abschwung seiner Bevölkerung aufzuhalten“. Das bezeichnete AfD-Mann Martin Reichardt als „primitiv“ und „unzutreffend“.

via soester anzeiger: „Sogar die Rechtschreibfehler sind die gleichen wie 2024“: Oliver Pöpsel zerlegt AfD-Antrag

Liebich-Auslieferung – Gericht setzt Verhandlung an

In die Entscheidung über die Auslieferung der verurteilten Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich von Tschechien nach Deutschland kommt Bewegung. Das Landgericht in Pilsen (Plzen) habe in der Sache für den 18. Mai eine öffentliche Verhandlung angesetzt, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Ob noch am selben Tag eine Entscheidung fallen werde, könne er nicht vorwegnehmen. Liebich war am 9. April in Luby (Schönbach) bei As (Asch) nahe der deutschen Grenze festgenommen worden. Liebich befinde sich derzeit in Auslieferungshaft, teilte der Gerichtssprecher mit. Liebich habe die Auslieferung nach Deutschland mit der Begründung abgelehnt, dass sie Sorge vor einer Verletzung ihrer Bürgerrechte habe. Daher müsse nun das Gericht entscheiden.  Das tschechische Gericht verwende für Liebich gemäß den deutschen Meldedaten das weibliche Geschlecht, erläuterte der Justizsprecher. In der Haftanstalt seien sowohl weibliche als auch männliche Gefangene untergebracht. Nach der Festnahme war die Staatsanwaltschaft Halle davon ausgegangen, dass die Entscheidung über die Auslieferung in den nächsten Wochen getroffen wird.  Haftantritt war schon für August 2025 vorgesehen Sollte Liebich nach Deutschland gebracht werden, würde die Rechtsextremistin wohl in die Justizvollzugsanstalt im sächsischen Chemnitz kommen. Dort sollte Liebich schon im August 2025 ihre Haft antreten, war allerdings nicht erschienen. Daraufhin wurde zunächst deutschland-, dann europaweit nach der 55-Jährigen gefahndet.

via sz: Liebich-Auslieferung – Gericht setzt Verhandlung an

ZUGRIFF IN TSCHECHIEN! VIDEO ZEIGT DIE FESTNAHME VON NEONAZI LIEBICH

Damit hatte die Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich (55) nicht gerechnet: Nach einer monatelangen Flucht wurde sie im April 2026 in Tschechien gefasst. Nun tauchte ein Video auf, das die Festnahme zeigt. Brisant: Liebich wurde in Männer-Klamotten und mit Glatze gefasst. Zugriff! Im April 2026 wurde Marla Svenja Liebich (55) in Tschechien festgenommen. Der Clip dauert nur Sekunden. Zu sehen sind offenbar tschechische Ermittler in ziviler Kleidung, die Liebich von rechts und links packen. Die Rechtsextremistin hatte keine Chance: Ihre Arme wurden fixiert, der Kopf runtergedrückt. Ein Detail ist jedoch am spannendsten: Liebich trägt Männer-Klamotten, die Kopfhaut ist kahl rasiert. Kontrovers: Dabei legte die 55-Jährige immer wieder großen Wert darauf, dass sie eine Frau ist, tauchte im Gerichtssaal nach der Änderung ihres Geschlechts im Frauen-Look auf: Handtasche, Hut, lackierte Fingernägel, ein Oberteil mit Leopardenmuster. Liebich wurde im Juli 2023 wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einem Jahr und sechs Monaten Knast verurteilt – damals noch unter dem Namen Sven. Durch das Selbstbestimmungsgesetz der Ampel-Regierung konnte ein “Geschlechter-Tausch” auf dem Papier ohne weiteres umgesetzt werden. Der Name wurde in Marla Svenja Liebich geändert.

via tag24: ZUGRIFF IN TSCHECHIEN! VIDEO ZEIGT DIE FESTNAHME VON NEONAZI LIEBICH

Hamburger Justizbeamter kandidiert – Der U-Haft-Chef von der AfD

Ein Abteilungsleiter der Hamburger Untersuchungshaft ist AfD-Spitzenkandidat in Apensen bei Stade. Die Justizbehörde sieht noch keinen Handlungsbedarf. Man könnte es für eine Lokalposse halten: In der Samtgemeinde Apensen im Landkreis Stade tritt Tomáš Jan Gold als Spitzenkandidat für die AfD zur Kommunalwahl am 13. September an. Dabei war der 61-Jährige dort lange für die CDU aktiv, etwa als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Beckdorf. Wichtiger als sein politischer Farbenwechsel ist allerdings sein Hauptberuf: Gold ist langjähriger Beamter im Hamburger Justizdienst, leitet eine Abteilung im Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis. Nun stellt sich die Frage, inwieweit diese Tätigkeit mit seinem parteipolitischen Engagement vereinbar ist. Für ihn gilt das sogenannte Mäßigungsgebot, das sich aus der besonderen Treuepflicht von Beamten gegenüber dem Staat ableitet. Grob gesagt, genügt es nicht, dass Beamte den Staat und seine Grundordnung irgendwie hinnehmen, sondern sie müssen „sich durch ihr gesamtes Verhalten zu der freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes bekennen und für deren Erhaltung eintreten“, wie es im Beamtenstatusgesetz heißt. Nun ist aber die niedersächsische AfD vom dortigen Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft worden, unabhängig von der Einstufung der Bundespartei. Und der Kreisverband Stade, dem Gold angehört, tritt besonders radikal auf. Auf seiner Website präsentiert er sein Maskottchen: einen Dackel mit dem altgermanischen, in der Neonaziszene beliebten Namen „Odin“. Handfester wird es bei der Liste der „Medien“, die der Kreisverband empfiehlt und verlinkt: Da ist die parteinahe Boulevard-Postille Deutschland-Kurier schon das am wenigsten radikale. Neben einer Reihe verirrter Blogger stehen dort die neurechte Wochenzeitung Junge Freiheit, die rechtspopulistische Website Journalistenwatch, der rechtsextreme Web-TV-Sender Auf1 aus Österreich und das Coronaleugner-Webradio Kontrafunk. AfD-Kandidatur könnte gegen Mäßigungsverbot verstoßen Und Jan Gold ist ein exponierter Vertreter dieses AfD-Kreisverbands. Er tritt nicht nur an der Spitze einer 13-köpfigen Liste für die Samtgemeindevertretung an, sondern kandidiert auch für den Kreistag. Das könnte, anders als die einfache Mitgliedschaft in der Partei, bereits einen Verstoß gegen das Mäßigungsgebot begründen. Das gilt nämlich nicht nur in der beruflichen Sphäre, sondern auch im Privaten.

via taz: Hamburger Justizbeamter kandidiert Der U-Haft-Chef von der AfD

Von Viktualis – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link