487-mal “Sieg Heil”: Neonazi schrammt knapp am Knast vorbei

Bis die Staatsanwaltschaft 2017 zuschlug, war der “Trutzgauer Bote” eine der übelsten Hetzseiten im Netz: Hier wurden ganz offen Nazis verherrlicht, Hakenkreuze und andere verbotene Zeichen ganz selbstverständlich präsentiert. Ähnlich illegal ging es in den Kommentarspalten und dem Leserforum (“Trutzbund”) zu. Offenbar fühlten die Neonazis sich im Netz sicher. Weit gefehlt wie der Dresdner Karsten U. (50) am Donnerstag vor dem Amtsgericht erfahren musste. 96 Beschuldigte machten die Ermittler auf den Naziservern ausfindig, immerhin 59 davon konnten sie identifizieren, einer davon Karsten U.: Unter dem Pseudonym “Aufgewachter” kommentierte und diskutierte der Dresdner Mechatroniker fleißig mit, unterschrieb dabei 487 dieser Beiträge mit “Sieg Heil”.

via tag24: 487-mal “Sieg Heil”: Neonazi schrammt knapp am Knast vorbei

“#NSU 2.0”: SPD-Chefin #Esken erhält rechtsextreme #Morddrohung – #terror

Wieder erhielt eine Politikerin eine Drohmail mit dem Absender “NSU 2.0”: SPD-Chefin Saskia Esken hat Anzeige erstattet. Der Inhalt der Nachricht an sie sei so schlimm gewesen, dass sie ihn nicht beschreiben könne. SPD-Chefin Saskia Esken hat nach eigenen Angaben eine rechtsextreme Morddrohung erhalten. Die E-Mail sei wie schon wie die vorherigen Drohungen an andere prominente Frauen mit “NSU 2.0” unterschrieben gewesen, sagte Esken am Donnerstag im SWR. Dabei handelt es sich um eine Anspielung auf die rechtsextreme Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), die über Jahre hinweg insgesamt zehn Menschen ermordet hatte. Der Inhalt der Mail sei “so scheußlich, dass man’s gar nicht beschreiben kann”, sagte Esken. Sie erstattete Anzeige. Im Normalfall sei damit aber leider nichts zu erreichen, weil die Täter nicht zu ermitteln seien, sagte die SPD-Vorsitzende.

via t-online: “NSU 2.0”: SPD-Chefin Esken erhält rechtsextreme Morddrohung

Drei Brüder nach rassistischem Angriff verurteilt – #schlaeger

Mehrere Männer ziehen mit Hitler-Gruß und rechtsradikalen Parolen durch die Wieslocher Innenstadt. Danach greifen sie die Gäste einer Eisdiele an. Jetzt folgt die Strafe vor Gericht. Fast zwei Jahre nach einem rassistischen Angriff auf Gäste eines Eiscafés in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) sind drei Männer zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Amtsgericht Wiesloch sprach die 29 bis 37 Jahre alten Brüder am Freitag in Heidelberg schuldig – wegen gefährlicher Körperverletzung, Volksverhetzung sowie Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Männer während eines Junggesellenabschieds in der Wieslocher Innenstadt rassistische Parolen skandierten. Sie zeigten den Hitler-Gruß und grölten «Heil Hitler». Als ein Anwohner «Verpisst euch!» schrie, gingen sie laut Richter Michael Rensch grundlos auf mehrere türkisch- und portugiesischstämmige Familien mit Kindern los, die im Außenbereich der Eisdiele saßen. Dabei warfen sie mit Stühlen und Tischen. Die Familien hatten laut Urteil nichts mit der Auseinandersetzung zu tun, wurden aber zur Zielscheibe der Gruppe. Es stehe außer Frage, dass zwei der Angeklagten eine gefestigte rechtsradikale Gesinnung haben. Der Angriff sei mit enormer Wucht erfolgt, aber nicht geplant gewesen. «So etwas habe ich in 30 Jahren noch nicht erlebt. Das ist schäbig», sagte Rensch. Die Männer hatten die Taten zum Prozessauftakt Anfang Mai weitestgehend eingeräumt. Der älteste Angeklagte wurde zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Seine 32 und 29 Jahre alten Brüder erhielten Strafen von eineinhalb Jahren beziehungsweise zehn Monaten, ebenfalls auf Bewährung.

via ka news: Drei Brüder nach rassistischem Angriff verurteilt

#Berliner Hundertschaft in der Kritik – #Polizeipräsidentin verurteilt „martialische“ Sprüche bei #Aufnahmeritual

Erneut beschäftigt Fehlverhalten in den eigenen Reihen die Berliner Polizei. Bei einem Zug einer Hundertschaft ging es drastisch zu. Das hat nun Folgen. Die Berliner Polizei muss sich erneut mit Fehlverhalten in ihren Reihen beschäftigen. Neue Mitglieder eines Zuges einer Einsatzhundertschaft mussten offenbar ein Aufnahmeritual absolvieren, bei dem auch drastische Sprüche aufgesagt wurden. Die Polizeiführung hat inzwischen dienstrechtliche Konsequenzen gezogen. Das zweifelhafte Ritual wurde intern von Beamten angezeigt und offenbar auch in einem Video dokumentiert. Die “B.Z.” zitiert in Auszügen daraus. Darin sind rechtsextremistische, sexistische und gewaltverherrlichende Formulierungen erkennbar. Dem Blatt zufolge soll der Spruch zudem in einer Urkunde in Frakturschrift festgehalten worden sein. Die Polizeispitze bestätigte den Bericht indirekt, ohne jedoch auf einzelne Formulierungen einzugehen. Es habe „einzelne abwertende sowie martialische Passagen“ in den Sprüchen des Aufnahmerituals gegeben, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung der Polizei. (…) Auch Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) verurteilte den Vorfall. „Ein solches Verhalten ist nicht mit einer modernen und demokratischen Polizei vereinbar”, sagte er dem Tagesspiegel. Positiv sei in diesem Fall, dass die internen Kontrollmechanismen der Polizei funktioniert hätten. „Die Hinweise kamen aus den Reihen der Polizei. Interne Verfahren wurden bereits eingeleitet”. Nach Angaben der Polizei wurde der Vorgang auch der Staatsanwaltschaft zur strafrechtlichen Bewertung übergeben. Deren Prüfung habe jedoch ergeben, „dass Straftatbestände in keiner Weise erfüllt werden“. Davon unabhängig habe der Vorfall bereits dienstrechtliche Folgen gehabt, hieß es.

via tagesspiegel: Berliner Hundertschaft in der Kritik Polizeipräsidentin verurteilt „martialische“ Sprüche bei Aufnahmeritual

siehe auch: Bei Einsatzhundertschaft – „Meine MP5 zerf***…“ Fragwürdiges Aufnahmeritual bei der Berliner Polizei. Und wieder ein Skandal bei der Berliner Polizei! Beim 3. Zug der 21. Berliner Einsatzhundertschaft mussten Neulinge ein fragwürdiges Aufnahmeritual durchlaufen. In einem Video, das der Polizeiführung vorliegt, soll nach B.Z.-Informationen zu sehen sein, wie eine Polizistin einen Spruch aufsagen muss, um zur Hundertschaft gehören zu dürfen. Wortlaut soll demnach etwa sein „… meine MP5 zerf*** alles … wir weichen nicht zurück … wir haben schon Zecken beim Sex beobachtet …“.

https://twitter.com/marteimer/status/1288849332842770433

Ex-white supremacist gang member gets more than 2 years in prison for violent Fenton attack

A former member of a white supremacist gang was sentenced Wednesday to 28 months in prison for violently attacking a fellow gang member in 2013. Thomas B. Wilson, then 44, pleaded guilty in U.S. District Court in St. Louis in March to one felony count of committing a violent crime in aid of racketeering. He admitted directing and aiding in a Nov. 9, 2013, attack at George Winter Park in Fenton, on the banks of the Meramec River. Wilson, two other members of the Aryan Circle gang and one aspiring member built a bonfire at the park and brought the victim and his girlfriend there. They confronted him about “taking sides” within gang factions, and then Wilson co-defendant Thomas Tisher hit the victim from behind with a piece of wood, Wilson’s plea agreement said. Wilson, Tisher and two others dragged the man to the river bank and began beating him with rocks and sticks and their hands and feet, Wilson’s plea said. One man tried to burn the victim’s Aryan Circle tattoos off with a flaming piece of wood before they left him unconscious.

via stltoday: Ex-white supremacist gang member gets more than 2 years in prison for violent Fenton attack

Calgary navy member reinstated following investigation into alleged white supremacist past

The reinstatement of Boris Mihajlovic to active duty at HMCS Tecumseh has caused controversy after Mihajlovic was investigated by the Royal Canadian Armed Forces about his online past, which allegedly linked him to white supremacy and anti-Semitism. A Calgary-based Leading Seaman (LS) is back to active duty at HMCS Tecumseh, following several months of investigations by the Royal Canadian Armed Forces about his online past, that allegedly linked him to white supremacy and anti-Semitism. “We find this decision absolutely outrageous,” said Jaime Kirzner-Roberts, director of the anti-Semitism campaign at Friends of Simon Wiesenthal Centre in Toronto. Boris Mihajlovic’s online involvement, linking him to a violent neo-Nazi website called IronMarch, was exposed by anonymous hackers last fall. “It’s time now for us to be able to move forward,” said Commanding officer Joseph Banke, with the Calgary based HMCS Tecumseh, in a leaked video to Armed forces members that was posted online by UnicornRiot, a website that dedicates itself to exposing root causes of dynamic social and environmental issues.

via ctvnews: Calgary navy member reinstated following investigation into alleged white supremacist past

siehe auch: Return of sailor with white supremacist past sparks protest in navy. Members of a Canadian Forces Naval Reserve base in Calgary say they’re upset at how the Armed Forces readmitted a sailor identified by CBC News as the former administrator of a neo-Nazi forum. Four sailors at the HMCS Tecumseh Naval Reserve base reached out to CBC to speak out against the Royal Canadian Navy’s decision to readmit Leading Seaman Boris Mihajlovic without, they say, reassuring them that he’s no longer a threat. In December, CBC News identified Mihajlovic as Moonlord, one of the former administrators of Iron March, a notorious neo-Nazi hate forum that gave rise to the terror group Atomwaffen Division. The site closed down in 2017. “The command team never acknowledged the situation. Even last year, they brought everyone together to address [CBC’s] article, but they never said his name, they never said what he did. It was really on the down-low,” said one sailor who spoke on condition of anonymity because they fear reprisals from their superiors. Reached by CBC at that time, Mihajlovic said he regretted his actions and he had taken steps to turn his life around. He sought counselling with Life After Hate, a group that helps extremists recover, and volunteered with an immigrant support organization.

Nach #Ermittlungen des #Staatsschutzes – Rechtsextreme “Freie Kräfte #Prignitz” erklären Selbstauflösung

Die rechtsextreme Organisation “Freie Kräfte Prignitz” hat sich offenbar selbst aufgelöst. Das geht einer veröffentlichten Mitteilung in den sozialen Netzwerken hervor. Die Gruppierung reagiert damit auf Ermittlungen der Polizei und auf eine Razzia Anfang des Monats, wie sie selbst auf ihrer Facebookseite darstellt. Die Polizei war Anfang Juli gegen die Neonazi-Gruppe vorgegangen und hatte bei Durchsuchungen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Datenträger sichergestellt. Außerdem wurden scharfe Munition, Nazi-Devotionalien und Propagandamaterial gefunden. Nach bisherigen Ermittlungen hatten sieben Männer im Alter zwischen 32 und 40 Jahren einen Brandanschlag mit einem Molotow-Cocktail auf eine Moschee in Wittenberge (Prignitz) geplant. Außerdem hätten sie vorgehabt, Geschäfte von Inhabern mit Migrationshintergrund anzugreifen. Auch soll die Gruppe Polizisten ausgespäht und dabei Daten etwa zu familiären Verhältnissen gesammelt haben.

via rbb24: Nach Ermittlungen des Staatsschutzes Rechtsextreme “Freie Kräfte Prignitz” erklären Selbstauflösung