Institutionelle Diskriminierung – Wie zeigt sich Rassismus vor Gericht?

Routinen und unbewusste Vorurteile können in juristischen Institutionen eine rassistische Wirkung entfalten. Davon sind potenziell Millionen Menschen mit internationaler Familiengeschichte in Deutschland betroffen. Seit einigen Jahren beschäftigen sich viele öffentliche Institutionen in Deutschland mit struktureller Diskriminierung. Rassismus sei in gesellschaftlichen genauso wie in staatlichen Strukturen zu finden, heißt es auch in der Rassismus-Definition, die die Bundesregierung seit März für die öffentliche Verwaltung zur Verfügung stellt. Das zeige sich in der Sprache, der ungleichen Verteilung von Ressourcen und in verbreiteten stereotypisierenden Annahmen.Das Problem scheint weitgehend erkannt. Laut NDR-Anfragen sehen auch die Mehrheit der Landesjustizministerien institutionellen Rassismus in der Justiz grundsätzlich als Problem an. Drei Landesjustizministerien sehen keine Anzeichen. Doch wie kommt man institutionellem Rassismus auf die Spur? Und was wird dagegen unternommen?Feldforschung im GerichtssaalEin Forschungsteam des Instituts für Kriminologie der Universität zu Köln hat mehr als 300 Gerichtsbeobachtungen durchgeführt, um der Frage nachzugehen (…) Die aktuelle Auswertung zeige, dass sich abwertende Bilder und Vorurteile aus öffentlichen Debatten und Medienberichten im Gerichtssaal widerspiegeln, so Projektleiterin Bögelein. Daher sei zum Beispiel das Risiko für Schwarze Personen erhöht, dass es zu einem für sie besonders negativen Ergebnis komme, weil unbewusste rassistische Vorurteile offenbar immer wieder in die Urteilsfindung einfließen.Die Gerichtsbeobachtungen hätten außerdem gezeigt, dass Richter und Richterinnen Menschen, denen sie sich sozial zugehörig fühlen, oft mehr Verständnis entgegenbringen würden, beispielsweise wenn eine Suchterkrankung vorliege. Auch eine schwierige Lebensgeschichte oder familiäre Probleme würden dann eher als mildernd angesehen als das zum Beispiel bei Schwarzen Personen der Fall sei.

via tagesschau: Institutionelle Diskriminierung Wie zeigt sich Rassismus vor Gericht?

„Ihr müsst draußen bleiben“ – Quittung für rechts: Siegener Café druckt Anti-AfD-Statement auf Kassenzettel

Bereits vor der Bundestagswahl hat der Inhaber des Café Noir in Siegen sich auf seinen Kassenzetteln klar gegen die AfD positioniert. Jetzt tut er es wieder – und löst einen Shitstorm aus. Kassenzettel werden häufig achtlos entsorgt. Im Café Noir lohnt sich jedoch ein zweiter Blick. Denn auf den kleinen Papierschnipseln befindet sich rund einen Monat nach der NRW-Kommunalwahl ein Hinweis, der aktuell viral geht. „6877 Menschen in Siegen haben die AfD gewählt. Diese haben im Café Noir nichts zu suchen, denn sie sind nicht in der Lage, verantwortlich für diese Stadt zu handeln. Also merkt euch: Ihr müsst draußen bleiben!“ (…) Er sei nicht politisch engagiert im klassischen Sinn. „Aber so ein Verhalten kann ich einfach nicht unkommentiert lassen. Und der Kassenzettel ist für mich als Gastronom ein Instrument, um ein Zeichen zu setzen. Warum sollte ich die Gelegenheit nicht nutzen?“ Kein Kaffee für AfDler in Siegen Bereits vor der Bundestagswahl im Februar dieses Jahres platzierte der Gastronom einen Appell auf seinen Quittungen: „Bitte geh wählen … Aber nicht die AfD“ war dort zu lesen. „Die Partei macht mir Angst. Wir müssen vermeiden, dass sich die Geschichte wiederholt“, erklärte der Gastronom damals im SZ-Gespräch. Das politische Statement in Papierform löste in den sozialen Medien eine Welle an Reaktionen aus. Auch der zweite Aufschlag blieb nicht lange unkommentiert. Kurze Zeit, nachdem er ein Foto des Kassenzettels online teilte, zählt der Post rund 130.000 Aufrufe und über 550 Wortbeiträge.

via siegener tageblatt: „Ihr müsst draußen bleiben“ Quittung für rechts: Siegener Café druckt Anti-AfD-Statement auf Kassenzettel

DATENLECK Discord-Hack zeigt, wie digitaler Altersnachweis nicht funktioniert

Immer mehr Staaten verlangen die Übermittlung von Ausweiskopien. Auch Österreich denkt darüber nach. Dabei sind Unternehmen oft gar nicht in der Lage, die Daten zu schützen. Ein massiver Datendiebstahl bei der Chat-Plattform Discord offenbart die Gefahren, die entstehen, wenn Nutzerinnen und Nutzer dazu gezwungen werden, ihre Ausweise hochzuladen. Hacker haben Führerscheine, Personalausweise und Selfies von rund 70.000 Personen erbeutet – und veröffentlichen die Daten nun im Internet. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf ein wachsendes Problem: Immer mehr Länder verpflichten Online-Dienste dazu, das Alter ihrer Nutzer zu überprüfen. Die Folge: Millionen Menschen müssen ihre Ausweise an Plattformen schicken. Diese sind oft nicht in der Lage, die sensiblen Daten zu schützen. Was erschwerend hinzukommt: Für den Zweck der Altersverifikation brauchen sie diese Fülle an Daten nicht einmal. Discord verlangt von manchen Nutzern den Upload eines Ausweises oder eines Selfies, um ihr Alter nachzuweisen – etwa wenn andere Nutzer sie als minderjährig gemeldet haben. In manchen US-Bundesstaaten ist das eine Vorschrift. In anderen Fällen schätzt eine Software das Alter des Nutzers anhand eines Selfies – eine Methode, die sich in der Vergangenheit schon mehrfach als höchst fehleranfällig herausgestellt hat. Die Dokumente landen aber nicht auf den Servern der Kommunikationsplattform, sondern bei einem externen Dienstleister. Genau dort schlugen die Hacker zu. Die Angreifer erbeuteten die Daten und versuchen nun Discord zu erpressen. Sie haben bereits begonnen, die gestohlenen Daten zu veröffentlichen. In einem Telegram-Kanal zeigten sie Fotos von Menschen, die ihre Ausweise in die Kamera halten. Auch E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Wohnorte und weitere persönliche Informationen wurden geleakt.

via standard: DATENLECK Discord-Hack zeigt, wie digitaler Altersnachweis nicht funktioniert

US-Behörden leiten neue Ermittlungen gegen Teslas “selbstfahrende” Software ein

Die Software lenkte Autos auf die Gegenfahrbahn und über rote Ampeln. Seit Jahren verspricht gerade Firmenchef Elon Musk in diesem Fall fahrlässig zu viel 10. Oktober 2025, 07:42 170 Postings Später lesen Teslas Fahrassistenz-System ist ins Visier neuer Ermittlungen der US-Verkehrsaufsicht geraten. Im Mittelpunkt steht die fortgeschrittene Version “Full Self Driving”. Damit sollen Teslas Elektroautos mit der Zeit autonom fahren – noch sollen aber die Menschen am Steuer bei Fehlern eingreifen. Bei der neuen Untersuchung geht es unter anderem um Fälle, in denen die Software Autos auf die Gegenfahrbahn lenkte oder trotz roter Ampeln auf Kreuzungen fahren ließ. Die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA prüft bei ihrer Untersuchung 58 Zwischenfälle, bei denen 23 Menschen verletzt wurden. Zu Todesfällen kam es dabei nicht. (…) Musk versucht gerade, Tesla auf Robotaxis und humanoide Roboter auszurichten, während die Autoverkäufe seit dem vergangenen Jahr schwächelten. In der texanischen Stadt Austin befördert die Firma mit einigen selbstfahrenden Autos Fahrgäste ohne einen Menschen am Steuer. Allerdings sitzt noch ein Aufpasser auf dem Beifahrersitz. Auch die Tesla-Robotaxis wurden bei Verstößen gegen Verkehrsregeln gefilmt.

via standard: US-Behörden leiten neue Ermittlungen gegen Teslas “selbstfahrende” Software ein

Pro-Ukrainian partisans sabotage railway infrastructure in Russia’s Rostov Oblast, group claims

The Atesh partisan group sabotaged railway infrastructure in Russia’s Rostov Oblast, disrupting Russian logistics, the group claimed in a Telegram post on Oct. 12. Operatives with the group destroyed a traffic control cabinet on a railway near the town of Novocherkassk, Atesh said. Russian troops reportedly use the railroad to transport military personnel and supplies. The sabotage operation disrupted Russian supply lines, creating “a chain reaction of delays” in transport towards the southern frontline, the group said.

via kyivindependent: Pro-Ukrainian partisans sabotage railway infrastructure in Russia’s Rostov Oblast, group claims

Warum KIs ostdeutsche Menschen generell niedriger bewerten

Eine Studie zeigt, dass ChatGPT & Co. auch strukturelle Einschätzungsmuster übernehmen und Vorurteile reproduzieren. Das reicht bis zur Körpertemperatur. Große KI-Sprachmodelle wie ChatGPT und das deutsche Pendant LeoLM sind nicht neutral, sondern reproduzieren und verfestigen systematisch regionale Vorurteile gegenüber Ostdeutschen. Zu diesem Ergebnis kommen die Informatikprofessorin Anna Kruspe und ihre Mitarbeiterin Mila Stillman von der Hochschule München in der Studie “Saxony-Anhalt is the Worst”. Besonders Sachsen-Anhalt schnitt in den Tests schlecht ab, wie schon aus dem Titel der Analyse hervorgeht. Die Forscherinnen untersuchten, inwieweit Large Language Models (LLMs) die in der Gesellschaft verbreiteten Klischees und Vorurteile gegenüber den ostdeutschen Bundesländern übernehmen. Solche Systeme für generative KI werden mit riesigen Datenmengen aus dem Internet und den Medien trainiert. Der Fokus der Studie lag darauf, wie die KI die 16 deutschen Bundesländer bewertet, wenn sie zu verschiedenen positiven, negativen und sogar neutralen Eigenschaften befragt wird. Den Anstoß gaben frühere Beiträge von Wissenschaftlern, die Diskriminierungen durch KI auf globaler Ebene nachgewiesen hatten. Systematische Benachteiligung Die Wissenschaftlerinnen forderten die herangezogenen Modelle auf, Merkmale wie Attraktivität, Sympathie, Arroganz und Fremdenfeindlichkeit für die Menschen jedes Bundeslandes zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen eine eindeutige und systematische Tendenz der KI, Bewohnern ostdeutscher Bundesländer stets “niedrigere” Werte zuzuweisen als Westdeutschen (…) Um zu testen, ob der sogenannte Bias auch ohne jeglichen kulturellen Bezug auftritt, fragten die Forscherinnen die LLMs nach der durchschnittlichen Körpertemperatur der Bewohner jedes Bundeslandes. Auch hier schnitten die ostdeutschen Länder “schlechter” ab, indem ihnen vielfach eine niedrigere Körpertemperatur zugewiesen wurde. Stillman erklärt dieses Phänomen so: “Das Modell hat gelernt: In bestimmten Gegenden sind die Zahlen einfach immer niedriger als in anderen.” Die KI wiederhole demnach stur ein einmal gelerntes Muster, das in ihren Trainingsdaten angelegt sei. Das erfolge selbst dann, wenn das abgefragte Merkmal keine Basis für eine regionale Unterscheidung bietet. Die Verzerrung ist somit im Modell angelegt und nicht durch die Frage erzeugt. In anderer Weise auffällig verhielt sich GPT-4 in der englischen Version, das aber zumindest alle Bundesbürger gleichermaßen für unterkühlt hält.

via heise: Warum KIs ostdeutsche Menschen generell niedriger bewerten

Professor verlässt nach Drohungen die USA: „Ich fliehe nicht vor der Gestapo – aber ein bisschen fühlt es sich so an“

Mark Bray unterrichtet einen Kurs über Antifaschismus. Rechte Aktivisten nennen ihn „Dr. Antifa“ – und veröffentlichen seine Privatadresse. Nun ist der Geschichtsprofessor nach Spanien geflohen. (…) Bray, Autor eines Bestsellers über Antifaschismus und Professor an der Rutgers Universität in New Brunswick, New Jersey, wollte am Mittwochabend mit seiner Familie nach Spanien fliehen, nachdem er Morddrohungen erhalten hatte. Doch als sie mit ihren Boardingpässen am Gate ankamen, sei ihnen mitgeteilt worden, dass ihre Reservierung storniert worden sei. „Ich fliege seit Jahrzehnten schon um die Welt und ich wusste nicht, dass so etwas überhaupt passieren kann“, sagte Bray im Gespräch mit dem Tagesspiegel. „Ich habe keine Beweise. Aber zufällig geschah das nur wenige Stunden, nachdem zwei der Personen, die mich im Internet belästigen, im Weißen Haus waren.“ Mark Bray unterrichtet Kurse zum spanischen Bürgerkrieg, Menschenrechten und Kommunismus – und über Antifaschismus. Turning Point USA (TPUSA), die Organisation des kürzlich ermordeten rechtskonservativen Aktivisten Charlie Kirk, bezeichnete ihn als Mitglied der Antifa. In einer Petition verlangte TPUSA seine Entlassung, da er „eine Bedrohung für konservative Studenten“ darstelle. In den Wochen nach Kirks Ermordung wurde Bray massiv von rechten Influencern angegriffen, die mit TPUSA verbunden sind. Jack Posobiec (3,2 Millionen Follower auf X) nannte ihn mehrfach einen „Professor für heimischen Terrorismus“. Andy Ngo (1,7 Millionen X-Follower) bezeichnete ihn als „militanten Antifa-Aktivisten“. Worauf Bray anspielte: Sowohl Posobiec als auch Ngo waren vergangenen Mittwoch im Weißen Haus, als US-Präsident Donald Trump zu einer „Diskussionrunde über die Antifa“ einlud – nur wenige Stunden, bevor Bray und seine Familie zum Flughafen fuhren. „Die Schikane nahm zu, als Trump Antifa als heimische Terrororganisation bezeichnete“, sagte Bray. „Ich habe zwei kleine Kinder. Als jemand meine Privatadresse auf X veröffentlichte, beschlossen wir, auszureisen.“ Er teilte einige der Nachrichten, die er in den Tagen zuvor erhalten hatte. „Ich werde dich töten“, stand in einer. „Lauf nur du Schwuchtel“, in einer anderen. „Du bist weg“, in einer dritten.

via tagesspiegel: Professor verlässt nach Drohungen die USA: „Ich fliehe nicht vor der Gestapo – aber ein bisschen fühlt es sich so an“

siehe auch: Flucht vor Trumps Politik: Antifa-Forscher verlässt nach Morddrohungen die USA. Ein US-Universitätsprofessor erhält Morddrohungen und das Angebot, Sicherheitsleute in seine Vorlesungen zu schicken. Nun hat er das Land verlassen. Weil er im verschärften politischen Klima in den USA unter US-Präsident Donald Trump mehrfach Morddrohungen erhalten habe, ist der US-amerikanische Historiker und Antifa-Experte Mark Bray mit seiner Familie nach Spanien geflohen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Der Wissenschaftler lehrte zuvor an der Rutgers University im US-Bundesstaat New Jersey und hat bereits mehrere Bücher zur Geschichte der Antifa veröffentlicht, die die Regierung unter Donald Trump infolge des Attentats auf Charlie Kirk als „inländische terroristische Organsation“ eingestuft hat. (…) Am Donnerstag gelang Bray, seiner Frau und ihren Kindern schließlich die Ausreise. Laut der US-Zeitung hätten Bray und seine Frau aufgrund ihrer besonderen Lage, die Genehmigung erhalten, im Ausland zu unterrichten, nachdem Bray das Angebot der Universität ausgeschlagen hatte, einen Sicherheitsdienst für seine Vorlesungen zu beschäftigen; Antifa expert at Rutgers University flees US amid death threats. Mark Bray, an assistant professor of history at Rutgers University who was nicknamed “Dr. Antifa” by students, left the U.S. for Spain Thursday night due to death threats he has received after he was accused of antifa membership. The campus chapter of Turning Point USA and other conservative groups accused Bray of involvement with antifa and started a petition to get him fired, The Associated Press reported.   Bray has studied the history of the left and is considered an expert in anti-fascist movements but denies any involvement with antifa, which the Trump administration has labeled as a terrorist organization; US anti-fascism expert leaves country day after being blocked from flying to Spain Rutgers University professor who published book on antifa was told at gate his trip was cancelled after Trump threats; US anti-fascism expert leaves country day after being blocked from flying to Spain Rutgers University professor who published book on antifa was told at gate his trip was cancelled after Trump threats. A Rutgers University professor who taught a course on anti-fascism has left the US, a day after he was blocked from boarding a flight to Spain, following a White House event where Donald Trump promised “very threatening” steps against antifa activists. Mark Bray, a historian who has taught courses on anti-fascism at the New Jersey university, was attempting to board a plane at Newark airport late on Wednesday when he was informed at the boarding gate that reservations for him and his family had been cancelled. The professor, nicknamed “Dr Antifa” by students, had said he was moving to Europe after receiving death threats. Turning Point USA activists have claimed that Bray, author of the 2017 book Antifa: The Anti-Fascist Handbook, is a “financier” for the leftwing movement. (…) One threat included a vow to kill him in front of his students, according to the Washington Post. The threats led to Bray’s decision to relocate to Spain with his wife and two children and to continue to teach his students remotely. “Since my family and I do not feel safe in our home at the moment, we are moving for the year to Europe,” Bray said in an email to students on Sunday. “Truly I am so bummed about not being able to spend time with you all in the classroom.” After Kirk’s assassination, the rightwing influencer Jack Posobiec called Bray a “domestic terrorist professor” on X. The Rutgers chapter of Turning Point USA then circulated a petition that accused the professor of being an “outspoken, well-known antifa member” and called for his dismissal. The Rutgers chapter of Turning Point USA has said it does not support harassment or doxing, but Bray is on a list of academics the group identifies as advancing left-leaning classroom propaganda; He Wrote a Book About Antifa. Death Threats Are Driving Him Out of the US Rutgers historian Mark Bray is trying to flee to Spain after an online campaign from far-right influencers was followed by death threats. He was turned back at the airport on his first attempt. (…) Mark Bray, a historian at Rutgers who specializes in Spanish history and radicalism, has been a far-right target ever since he published Antifa: The Anti-Fascist Handbook in 2017. But after president Donald Trump issued an executive order seeking to designate antifa as a “domestic terrorist organization,” social media posts from far-right figures and a petition promoted by conservative student activists demonized Bray as an “antifa member” who was “supporting terrorist behavior.” Dozens of targeted threats followed. The threats, emailed from anonymous accounts and reviewed by WIRED, included a message that read: “I’ll kill you in front of your students.” Another message, with the subject line “your violent rhetoric is under investigation,” listed Bray’s home address where he lives with his wife and two young children.