Nach Weihnachtsfeier: Kommandeur der Unteroffiziersschule Delitzsch tritt zurück

Nachdem bei einer Weihnachtsfeier an der Unteroffiziersschule der Bundeswehr in Delitzsch die erste Strophe des Deutschlandlieds gespielt wurde, gibt es Konsequenzen. Wie das Heer am Montag mitteilte, hat der Kommandeur der Einrichtung sein Amt niedergelegt. Dem Antrag sei entsprochen worden. Ab 5. Januar solle zunächst sein Stellvertreter die Schule führen. Der Kommandeur selbst erklärte demnach, er wolle mit dem Schritt weiteren Schaden von der Schule in Delitzsch abwenden. Er bedauere den Vorfall außerordentlich. “Das Abspielen der ersten Strophe und die bisher nicht ausreichend erfolgte Aufarbeitung entsprechen nicht der Führungskultur im Heer.”

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Laut Präses der Synode der EKD – AfD-Funktionäre nicht geeignet für kirchliche Ämter

Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, betont erneut die Abgrenzung der evangelischen Kirche zur AfD. Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, hat die Abgrenzung der evangelischen Kirche zur AfD bekräftigt. „Die Kirche ist kein parteipolitischer Akteur. Doch wenn eine Partei fundamentalen Grundwerten widerspricht, indem sie behauptet, die einen Menschen seien mehr wert als andere, können wir nicht anders, als zu sagen, stopp, ihr seid auf dem Holzweg!“, sagte Heinrich der „Welt am Sonntag“ (Samstag, online) in Berlin. Wenn jemand menschenverachtende Positionen vertrete, sei er deshalb für kirchliche Ämter nicht geeignet, ergänzte sie. „Und das ist bei Funktionären der AfD der Fall. Wir sprechen hier über Leitungsgremien, die für die Kirche grundlegend sind. Da geht es um diakonische Fragen, um die Arbeit mit behinderten Menschen, um die Wahrung der Würde von Menschen.“ Mit Wählern und Wählerinnen der AfD bleibe man aber dennoch im Gespräch: „Ich weiß, dass unsere Positionierung zur AfD eine krasse Spannung bei Leuten auslösen kann, die mit dieser Partei sympathisieren.“ Dafür brauche sie aber auch Klarheit und Festigkeit in ihren eigenen Positionen.

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siehe auch: Bischof Georg Bätzing wirft der AfD Menschenverachtung vor Die Brandmauer zur AfD muss „so lange halten, wie es geht“, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Georg Bätzing. Die AfD sei „menschenverachtend“, denn sie vertrete einen „völkischen Nationalismus“, erklärt der Bischof von Limburg.

Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung Kramp-Karrenbauer wird Stiftungs-Chefin – #FF

Schlappe für Friedrich Merz: Sein Kandidat für den Vorsitz fällt überraschend deutlich durch. An der Spitze steht jetzt erstmals eine Frau. Friedrich Merz geht angeschlagen in die Weihnachtspause. Nach einer Schlappe in Brüssel hat der Kanzler und CDU-Chef am Freitagnachmittag in Berlin gleich die nächste Niederlage eingefahren. Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) hat die ehemalige CDU-Chefin und Ex-Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer an ihre Spitze gewählt. Damit ist der Bundestagsabgeordnete Günter Krings, den Merz dort platzieren wollte, durchgefallen. Und das nicht einmal knapp. Für AKK, wie Kramp-Karrenbauer in der Partei meist genannt wird, stimmten 28 der KAS-Mitglieder, für Krings 21. Es gab eine Enthaltung. Damit ist Merz’ Autorität erneut angeschlagen. Dass es in der CDU-nahen Stiftung zum ersten Mal überhaupt zu einer Kampfabstimmung um den Vorsitz gekommen ist, hat viel mit Merz’ schlechter Kommunikation und dem miesen Prozessmanagement zu tun. Der Kanzler hatte Krings den Job versprochen, sich dann aber nicht darum gekümmert, die Mehrheiten für den eigenen Kandidaten zu organisieren. Und er trug auch niemand anderem auf, dies zu tun. Lange war es, wie zu hören ist, sogar unbekannt, dass Merz überhaupt einen Kandidaten hat. Als AKK sich entschied, ihren Hut in den Ring zu werfen, soll sie von Krings’ Kandidatur nichts gewusst haben. Mit Kramp-Karrenbauer wird die CDU-nahe Stiftung erstmals von einer Frau geführt. Die 63-jährige Saarländerin ist prominent und erfahren: Sie war Ministerpräsidentin des Saarlands, Generalsekretärin und Bundesvorsitzende der CDU und Verteidigungsministerin unter Angela Merkel. Von einer Richtungsentscheidung sprechen allerdings auch ihre Un­ter­stüt­ze­r*in­nen nicht. Krings ist zwar ein dezidiert konservativer Innen- und Rechtspolitiker, aber auch AKK, gläubige Katholikin, gilt als gesellschaftspolitisch konservativ. Zudem hatte sie sich als Parteivorsitzende von Merkels Migrationspolitik abgesetzt. Mit Krings unterlag ein einflussreicher Bundestagsabgeordneter. Der 56-jährige Jurist ist derzeit stellvertretender Fraktionschef und Vorsitzender der NRW-Landesgruppe der CDU, der größten der Union im Bundestag. Schon einmal konnte sich Krings erst Hoffnungen auf einen weiteren Karrieresprung machen, die dann platzten. 2018 galt er als Kandidat für einen Richterposten am Bundesverfassungsgericht, doch daraus wurde nicht. Innerhalb der Union wird Krings geschätzt, außerhalb allerdings ist er weitgehend unbekannt.

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Tägliche Telefonate, Besuche und Model-Partys: So eng war die Freundschaft zwischen Trump und Epstein

Was lange vermutet wurde, bestätigt jetzt eine Recherche der „New York Times“: Donald Trump und Jeffrey Epstein hatten über Jahre ein enges Verhältnis. Ihr gemeinsames Interesse: junge, hübsche Frauen. Während Millionen Bürger in den USA gespannt auf die unmittelbar bevorstehende Veröffentlichung der Epstein-Akten warten, hat die „New York Times“ in einer großen Recherche eine der wichtigsten Fragen im Fall Epstein schon beantwortet: Nämlich, wie eng die Freundschaft zwischen Donald Trump und dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wirklich war. Die Antwort der „NYT“ und der meisten der rund 30 Frauen und Männer, die die Reporter Nicholas Confessore und Julie Tate für ihren Artikel befragt haben: sehr eng. „Viele Bekannte der beiden hatten den Eindruck, dass sie beste Freunde waren“, bilanzieren die Reporter. Das macht es wiederum höchst unwahrscheinlich, dass Trump nichts über den Missbrauch Minderjähriger durch Epstein wusste. Nachweisen können das allerdings auch Confessore und Tate nicht. Und, das betonen die „NYT“-Reporter: Auch ihre Recherche hat nichts zutage befördert, das darauf hinweist, dass sich Trump bei sexuellen Handlungen mit Minderjährigen strafbar gemacht hat. Dennoch wäre Trump nach ihrer Recherche unter in Europa politisch akzeptierten moralischen Maßstäben nicht mehr im Amt. Zu frauenverachtend war sein Verhalten, das häufig aus Sicht der Betroffenen die Grenze zur sexuellen Belästigung überschritt. In den USA gelten aktuell freilich andere Maßstäbe. Wettbewerb um das bekanntere Modell Zur Erinnerung: Im Fall Epstein soll es hunderte, vielfach minderjährige Opfer geben. Über Jahre missbrauchte Epstein Mädchen und stellte sie wohl auch seinen Freunden zur Verfügung. Mindestens sechs Mädchen und Frauen, die Epstein später Missbrauch vorwarfen, soll Epstein Trump vorgestellt haben. Mehr wurde daraus nach heutigem Kenntnisstand aber nicht. Berichte über Trumps grenzüberschreitendes Verhalten sind nicht neu. Bisher haben rund 20 Frauen Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen ihn erhoben. Was der Artikel in der „New York Times“ aber zeigt, ist, wie systematisch Trump und Epstein vorgingen, um Sex zu haben, und dabei ihren Einfluss und ihr Geld nutzten. Die Recherche zeigt auch, wie normal grenzüberschreitendes sexuelles Verhalten in den Kreisen war, in denen sich Epstein und Trump in den späten 80ern, 90ern und frühen 2000ern bewegten.

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ALTERNATIVE FAKTEN – Musks KI-Chatbot Grok erfindet Fake News zum Anschlag am Bondi Beach

Konfrontiert mit Videoaufnahmen des Anschlags am Strand vor den Toren Sydneys, redet Grok von Angriffen auf Palästinenser und vertauscht Täter und Opfer. Er hat es schon wieder getan: Dass es KI-Chatbot Grok aus dem Hause von Tech-Milliardär Elon Musk mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, hat sich in den vergangenen Monaten bereits herumgesprochen. Im Fall des jüngsten Anschlags auf ein Chanukkafest am Bondi Beach bei Sydney mit mindestens 16 Toten zieht Grok noch einmal nach. Bekommt der KI-Chatbot das mittlerweile viral gegangene Video zu sehen, das einen 43-jährigen Passanten dabei zeigt, wie er einem der Angreifer die Waffe aus der Hand reißt, vertauscht Grok etwa die Rollen und macht den Verteidiger zum Angreifer. Andere User, die Grok mit dem Video konfrontierten, erhielten als Antwort: „Das ist offenbar ein altes, virales Video, das einen Mann zeigt, wie er auf eine Palme auf einem Parkplatz klettert. Offenbar möchte er Zweige abschneiden, woraufhin ein Ast abbricht und auf ein parkendes Auto herunterfällt“, berichtet das Techmagazin Gizmodo. Ebenso versucht Grok, den 43-jährigen Passanten als eine von der Hamas entführte Geisel zu identifizieren.

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Theologe fordert Auseinandersetzung mit Tech-Milliardär Peter Thiel – “Seine Ziele theologisch ernst nehmen”

Mit einem schillernden Namen und einem nicht minder schillernden Titel lockte vergangene Woche die Wiener Katholisch-Theologische Fakultät zu einem Vortrag: Es sollte um den US-Tech-Milliardär Peter Thiel und dessen theologische Avancen gehen. Die zeigen sich in Begriffen wie dem “Antichristen” und dem “Katechon” (“Aufhalter”). Referent ist der Innsbrucker Theologe und Sozialethiker Wolfgang Palaver; aufgrund seiner fast 30 Jahre währenden persönlichen Beziehung zu Thiel ist er derzeit sehr gefragt. Ein komplett gefüllter Franz-König-Hörsaal in der Wiener Hauptuni und eine rege anschließende Diskussion zeigten, dass die Frage zieht, warum ein Tech-Milliardär und -Investor ausgerechnet auf eine theologische, noch dazu abseitige Terminologie zurückgreift. “Heterodoxer evangelikaler Christ” In einem an biografischen Eckdaten und Äußerungen Thiels orientierten Vortrag, der auch Raum für Anekdotisches zu Begegnungen der beiden ließ, zeichnete Palaver das Bild eines durchaus ernsthaft an der intellektuellen Debatte interessierten Mannes und “heterodoxen evangelikalen Christen”.  Allerdings blieben, so Palaver, dem zugleich durch seinen libertären Hintergrund und seinen Bezug auf die libertäre Vordenkerin Ayn Rand geprägten Thiel zentrale Inhalte des Christentums unzugänglich: etwa die Soziallehre, die Caritas, die Mystik. Selbst die Christologie spielt bei Thiels selektiver Nutzung theologischer Begriffe keine Rolle. Zugleich zeige aber die Irritation, die Thiel unter Theologinnen und Theologen auslöst, dass es höchste Zeit sei, sich wieder mit teils jahrzehntelang nicht oder nur stiefmütterlich gelehrten Inhalten wie der Apokalyptik oder eben der Figur des “Antichristen” zu befassen, so Palaver. Den “Antichristen” sieht Thiel laut Palaver überall dort am Werk, wo sich transnationale Regime zu bilden beginnen, um – unter dem Vorwand von Frieden und Sicherheit – Unfreiheit zu bringen. Die UN als Vorbotin eines Weltstaates sei für Thiel so eine Kraft. Ebenso als “Vorboten des Antichristen” gelten Thiel Menschen wie Greta Thunberg, der Transhumanist Nick Bostrom oder der KI-Forscher (und -Kritiker) Eliezer Yudkowsky. Als Gegenprogramm gegen die sich mit diesen Personen und Zielen verbindende apokalyptische Zukunft setzte Thiel auf den “Katechon” – den “Aufhalter”, wie er im Zweiten Thessalonicherbrief (2,3-6) benannt wird. Dort ermahnt Paulus die Christen in Thessaloniki, sich durch Gerede über eine bereits erfolgte Wiederkunft Christi nicht irritieren zu lassen. Zuerst fielen die Menschen von Gott ab, dann käme “der Widersacher” (Antichrist), der “sich als Gott ausgibt”. Und weiter: “Ihr wisst jetzt auch, was ihn zurückhält, damit er erst zu seiner Zeit offenbar wird.” Als “Aufhalter”, so Palaver, erachte Thiel etwa Donald Trump oder den US-Vize James David Vance. Anders gesagt: Mit seinen theologischen Versatzstücken versuche Thiel, “sein libertäres Programm zu stützen” und seinen Einfluss auf die US-Politik auszubauen. Dies theologisch nicht ernst zu nehmen, sei verfehlt, warnte Palaver. Auch wenn Thiel – was dem Wesen des politischen Ideologen entspricht – kein konsistentes Lehrgebäude verfolgt und widersprüchlich bleibt, so lohne sich der Austausch, weil sich durch theologische Kritik vielleicht manche Einseitigkeit bei Thiel korrigieren lasse, wie Palaver im Blick auf seinen langen diskursiven Austausch ausführte. Dazu zähle auch die selektive und kritikwürdige Lesart des französischen Kulturanthropologen René Girard durch Thiel, dessen “Mimetische Theorie” Palaver über Jahrzehnte erforscht und theologisch ausgeleuchtet hat.

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Protest gegen Gründung des AfD-Jugendverbandes in Gauersheim

In Gauersheim im Donnersbergkreis will die AfD-Jugendorganisation “Generation Deutschland” am Sonntag ihren Landesverband gründen. Vor Ort gibt es Proteste. In Gauersheim hat sich Widerstand gegen das AfD-Treffen formiert, drei Gegenveranstaltungen sind angemeldet worden. Die Polizei ist mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Auch die “Omas gegen Rechts” sind dabei. Die Proteste verliefen bis zum frühen Mittag friedlich. Insgesamt sind laut Polizei etwa 130 Gegendemonstranten unterwegs. Die Polizei hat einige Sperren errichtet, aber die Durchfahrt durch den Ort ist möglich. Vereinzelt gibt es Kontrollen an den Zufahrten. Die AfD-Jugendorganisation in Rheinland-Pfalz soll offenbar von einer Doppelspitze geleitet werden: Jan Richard Behr vertritt als einer von mehreren stellvertretenden Bundesvorsitzenden das Land Rheinland-Pfalz. Er gilt als ein Vertreter der rechtsextremistischen “Neuen Rechten”. Bailey Wollenweber ist Kreisvorsitzender der AfD Westerwald und gehörte bereits zum Führungskreis der “Jungen Alternative”, der aufgelösten Vorgängerorganisation von “Generation Deutschland”.

via tagesschau: Protest gegen Gründung des AfD-Jugendverbandes in Gauersheim