Studie zu demokratiefeindlichen Einstellungen – Jeder fünfte Deutsche zeigt sich offen für Diktatur

Zwar stehen laut einer Umfrage immer noch neun von zehn Deutschen hinter der Demokratie als Idee. Rund ein Fünftel aber kann auch einer Diktatur »unter bestimmten Umständen« zumindest teilweise etwas abgewinnen. Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland ist mit der Funktionsfähigkeit der Demokratie im Alltag unzufrieden. Das zeigen aktuelle Ergebnisse der Leipziger Autoritarismus-Studie , die rechtsextreme und demokratiefeindliche Einstellungen untersucht. Zwar stehen noch immer rund neun von zehn Befragten hinter der Demokratie als Idee, heißt es dort. Die Zustimmung zur Demokratie, »wie sie in der Bundesrepublik Deutschland funktioniert«, liegt allerdings nur bei 42,3 Prozent. 2022 waren es noch 57,7 Prozent. So niedrig wie in diesem Jahr war der Wert noch nie, schreiben die Wissenschaftler. Mit 29,7 Prozent ist er in den ostdeutschen Bundesländern besonders niedrig. In den westdeutschen Ländern zeigten sich 45,5 Prozent der Befragten zufrieden. Insgesamt stimmen knapp 20 Prozent der Befragten zumindest teilweise der Aussage zu, dass »unter bestimmten Umständen eine Diktatur die bessere Staatsform sei«. Bei vielen Bürgern und Bürgerinnen zeige sich der Studie zufolge eine »Neigung zum Eskapismus«, oder anders gesagt, ein »Abschied von der Realität«. Aberglauben, Verschwörungserzählungen oder Esoterik fänden in dieser Gruppe Anklang

via spiegel: Studie zu demokratiefeindlichen Einstellungen Jeder fünfte Deutsche zeigt sich offen für Diktatur

siehe auch: Leipziger Autoritarismus Studie 2024 Ausländerfeindlichkeit als Einstiegsdroge Eine Studie der Universität Leipzig zeigt: In Westdeutschland nehmen rassistische und antisemitische Vorurteile zu. Der Wunsch nach autoritären Parteien steigt. Immer mehr Menschen in den westdeutschen Bundesländern stimmen rassistischen und antisemitischen Aussagen zu. Das geht aus der Autoritarismus-Studie der Universität Leipzig hervor. Damit nähern sich die Einstellungen in den westdeutschen Bundesländern jenen im Osten Deutschlands weiter an. Laut den Stu­di­en­t­au­to­r:in­nen hat sich die „Ausländerfeindlichkeit“ damit zu einem bundesweit geteilten Ressentiment entwickelt. „Und die ist eine Einstiegsdroge in den Rechtsextremismus“, sagt Mitautorin Ayline Heller. Die Zahl der Westdeutschen mit manifesten „ausländerfeindlichen“ Einstellungen ist demnach von 12,6 Prozent im Jahr 2022 auf 19,3 Prozent in diesem Jahr gestiegen. Im Osten ist die Quote weiterhin hoch, wenn auch leicht von 33,1 Prozent auf 31,5 Prozent gesunken.

siehe dazu auch: Leipziger Autoritarismus-Studie 2024 Vereint im Ressentiment Die Leipziger Autoritarismus-Studie 2024 erschien am 13. November 2024. Wie haben sich rechtsextreme und autoritäre Einstellungen in Deutschland im Jahr 2024 verändert? Nehmen Vorurteile und Ressentiments in unsicheren Zeiten wieder zu? Und wie stehen die Deutschen aktuell zur Demokratie? Die Leipziger Autoritarismus Studie 2024 kann als repräsentative Langzeiterhebung die Entwicklungen der Einstellungen im Zeitverlauf aufzeigen und Erklärungen bieten. Seit 2002 analysieren Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Leipzig die Entwicklung autoritärer und rechtsextremer Einstellungen in Deutschland zuerst als Mitte-Studie und seit 2018 als Autoritarismus-Studie. Die Autoritarismus-Studie 2024 analysiert insbesondere Antisemitismus, Sexismus und Antifeminismus, Demokratieverdrossenheit und die sozialen Bedinungen der Ressentiments.

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Kremlkritischer russischer Promi-Koch tot in Belgrad aufgefunden

Die Tür der Wohnung war offenbar von innen verschlossen, als Alexej Zimin dort zu Tode kam. Der russische Koch starb auf einer Auslandsreise nach Belgrad. Er war als überzeugter Kremlkritiker bekannt. Der kremlkritische russische Promi-Koch Alexej Zimin ist tot in Belgrad aufgefunden worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen erfuhr, wurde Zimins Leiche am späten Dienstagabend in einer von ihm gemieteten Wohnung in der serbischen Hauptstadt gefunden. Das von ihm mitgegründete Lokal Zima in London bestätigte den Tod seines Chefkochs auf Instagram. Demnach hatte Zimin sich in Belgrad aufgehalten, um dort für sein Buch »Anglomania« zu werben.

via spiegel: Kremlkritischer russischer Promi-Koch tot in Belgrad aufgefunden

Russia denies Trump call with Putin urging restraint in Ukraine

The Kremlin has denied media reports that US President-elect Donald Trump held a call with Vladimir Putin, in which he is said to have warned the Russian president against escalating the war in Ukraine. The call, which was first reported by the Washington Post on Sunday, is said to have happened on Thursday. Trump is also reported to have mentioned America’s extensive military presence in Europe to Putin. A Kremlin spokesperson said the reports were “pure fiction”, while Trump’s team told the BBC that it would not comment on the president-elect’s “private calls”. (…) Kremlin spokesperson Dmitry Peskov denied a conversation had taken place. “This is completely untrue, it is pure fiction. That is, this is simply false information. There was no conversation,” Peskov said.

via bbc: Russia denies Trump call with Putin urging restraint in Ukraine

siehe auch: „Pure Fiktion“ Kreml bestreitet Berichte über Telefonat zwischen Putin und Trump Der Kreml hat Medienberichte dementiert, wonach es vergangene Woche ein Telefonat zwischen dem russischen Staatschef Putin und dem designierten US-Präsidenten Trump gegeben hat. Bei den Berichten handle es sich um pure Fiktion, erklärte ein Sprecher. Putin habe derzeit keine konkreten Pläne, sich mit Trump auszutauschen.

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RASSISMUS-SKANDAL IN DER REGIONALLIGA: ZUSCHAUER DER POLIZEI ÜBERGEBEN – #Luckenwalde

Wegen einer rassistischen Beleidigung ist das Regionalliga-Spiel zwischen dem FSV Luckenwalde und Rot-Weiß Erfurt unterbrochen worden. Der Sieg von Erfurt wurde von dem Vorfall gegen Erfurts Nummer sechs, Maxime Awoudja (26), überschattet. Ein Zuschauer hatte den Erfurter Maxime Awoudja (26) bei dem Spiel am Sonntag in der 50. Minute beschimpft. “Man sieht nach solchen Beleidigungen einfach rot”, sagte Awoudja bei “OstSportTV”. Mit Hilfe der anderen Zuschauer wurde der Täter noch während des Spiels identifiziert und der Polizei übergeben. Ihm droht mindestens ein Stadionverbot. “Danke an alle, das man geholfen hat. Das ist wichtig, auch außerhalb des Fußballs, dass man ein Zeichen setzt”, erklärte Awoudja. Der 26-jährige Innenverteidiger hatte rund zehn Minuten nach dem Vorfall den Ausgleich für die Thüringer erzielt. Am Ende gewann Erfurt 2:1.

via tag24: RASSISMUS-SKANDAL IN DER REGIONALLIGA: ZUSCHAUER DER POLIZEI ÜBERGEBEN

Rund 80 Menschen demonstrieren gegen Vortrag der AfD – #dankeantifa

Am Jahrestag der Reichspogromnacht hat die AfD mit ihrer europäischen Fraktion ESN einen Vortrag im Kulturheim Mainz-Weisenau gehalten. Etliche Menschen demonstrierten vor Ort. Rund 80 Menschen versammelten sich am Samstagabend vor dem Kulturheim in Mainz-Weisenau, um gegen einen Vortrag der AfD und ihrer Fraktion im Europaparlament, Europa der Souveränen Nationen (ESN), zu demonstrieren. Zur Kundgebung unter dem Titel „Novemberpogrome werden nicht gefeiert in Mainz“ hatte die Gruppe „Rheinhessen Nazifrei“ eingeladen.

via az: Rund 80 Menschen demonstrieren gegen Vortrag der AfD

Rechtsextremer Aufmarsch in #Karlsruhe: 1.300 Teilnehmer bei Gegendemo – #outnumbered

Die rechtsextremen Parteien Die Rechte und NPD hatten am Samstag zu einem Aufmarsch im Karlsruher Stadtteil Durlach aufgerufen. Anlass war der Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November. Zur Gegendemo kamen etwa 1.300 Menschen.Zum Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November hatten die rechtsextremen Parteien Die Rechte und die NPD am Samstag zu einem Aufmarsch durch den Karlsruher Stadtteil Durlach aufgerufen. Zu einer Gegendemonstration kamen laut Polizei etwa 1.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auf der anderen Seite hätten hingegen nur etwa zwei Dutzend Menschen gestanden, sagte ein Polizeisprecher. Kundgebung wie Gegendemos seien weitgehend störungsfrei verlaufen.

via tagesschau: Rechtsextremer Aufmarsch in Karlsruhe: 1.300 Teilnehmer bei Gegendemo

Bahnreisende von Hertha-Fans mutmaßlich sexistisch und rassistisch beleidigt

Im Rahmen des Auswärtsspiels in Darmstadt ist es zu einem Vorfall mit Hertha-Fans gekommen, die Personen im Zug sexistisch und rassistisch beleidigt sowie sexuell belästigt haben sollen. Hertha BSC reagierte öffentlich auf den Vorfall. Am Samstag sollen Bahnfahrende von mitreisenden Fans des Fußball-Zweitligisten Hertha BSC sexistisch und rassistisch beleidigt worden sein. Die Fußballfans befanden sich auf der Rückfahrt vom Auswärtsspiel in Darmstadt. Die Berliner Sängerin Mine hatte den Fall in einer Instagram-Story festgehalten [instagram.com]. Darin beschreibt sie, dass sich Hertha-Anhänger ihr und anderen Fahrgästen des Zuges gegenüber übergriffig verhalten und sich immer wieder sexistisch und rassistisch geäußert haben sollen. Mine teilte dort mit, dass die Personen, in Merchandise von Hertha BSC, alkoholisiert gewesen seien und filmte, wie sie beim Gang durch den Wagen immer wieder angesprochen wird. Dabei fällt unter anderem der Satz: “Sie gehört uns.” Zudem listet sie eine Reihe an sexistischen und rassistischen Äußerungen auf, die während der Fahrt gefallen seien. So sei einer Person nach dem Einsteigen “ching chang chong” und “Nudelpfanne” zugerufen worden. Laut Mine griff das Servicepersonal der Deutschen Bahn lange nicht ein. Polizei bestätigt Vorfall Auf Anfrage von rbb|24 bestätigte eine Sprecherin der Bundespolizei Berlin am Sonntag, dass es im ICE 574 zu einem Vorfall gekommen sei. Demnach wurde die Polizei am Samstag um 18.45 Uhr kontaktiert. Die Einsatzkräfte seien anschließend in Berlin-Spandau hinzugestiegen und stellten mehrere Personalien fest. Aufgrund einer genauen Personenbeschreibung konnte ein 42-Jähriger ausfindig gemacht werden. Er sei der Polizei bereits bekannt. Aufgrund des Tatbestands der Beleidigung wurde er aus dem Zug begleitet.

via rbb: Bahnreisende von Hertha-Fans mutmaßlich sexistisch und rassistisch beleidigt