Mottowagen zeigt Alice Weidel mit Hakenkreuz – Was darf Kar­ne­vals­sa­tire?

Karneval ist an vielen Orten in Deutschland ein geschütztes Brauchtum. Doch wenn auf einem Rosenmontags-Mottowagen ein Hakenkreuz zu sehen ist, schlägt das Strafgesetzbuch Alarm. Es verbietet das Verbreiten von NS-Symbolen – auch hier? Der Rosenmontagszug gehört fest zum Karneval dazu, einschließlich seiner Mottowagen, auf denen Karikaturen die aktuelle Politik verschaukeln und kritisieren. Karneval ist in vielen deutschen Regionen ein Brauchtum, das es unbedingt zu pflegen gilt. Doch in Deutschland endet der Spaß, wenn es um die Verharmlosung der faschistischen Herrschaft der Nationalsozialisten und des Holocausts geht. Das wird nicht nur sozial geächtet, sondern ist unter Umständen sogar strafbar: Die Holocaust-Leugnung und –Verharmlosung sowie die Billigung der NS-Willkürherrschaft werden als Varianten der Volksverhetzung nach § 130 Abs. 3 und 4 Strafgesetzbuch (StGB) bestraft. Das Verbreiten von NS-Parolen, -Gesten, und -Codes ist nach §§ 86, 86a StGB strafbar – als Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Auf dem Düsseldorfer Rosenmontagszug 2025 traf nun beides zusammen: eine gesellschaftskritische Karikatur und ein Nazi-Symbol. Es geht um eine Darstellung von AfD-Chefin Alice Weidel als Hexe, die aus ihrem Hexenhaus an die “Erstwähler” ein Stück Lebkuchen in Hakenkreuz-Form herausgibt. Die Karikatur soll offenbar Kritik daran üben, dass die AfD mit verknappten Tiktok-Videos die Gunst vieler junger Wähler erwirbt. Dabei vergifte sie die Naivlinge mit süß verpackten, aber im Kern rechtsradikalen Inhalten, so die künstlerische Botschaft. Kann das strafbar sein? “Haarscharf noch straflos” “Für mich ist das haarscharf noch straflos”, sagt Strafrechtsprofessor Matthias Jahn von der Goethe-Universität Frankfurt gegenüber LTO. Aufgrund der konkret gewählten Darstellungsform müsse das noch von der in § 86a Abs. 3 i.V.m. § 86 Abs. 4 StGB geregelten Ausnahme erfasst sein. Diese sogenannte Sozialadäquanzklausel statuiert einen Ausschluss von der Strafbarkeit, “wenn die Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient”. Die Weidel-Karikatur sei gesellschaftliche Aufklärung in künstlerisch verfremdeter Form, meint Jahn. (…) Diese Gestaltung werde mit der gesellschaftskritischen Warnung, dass die AfD Heranwachsende mit rechtsradikalen Inhalten vergifte, verbunden. Ob man die gewählte Formensprache mit dem Narrativ der bösen Hexe aus dem Volksmärchen für stilvoll oder auch nur gelungen hält, stehe auf einem anderen Blatt, betont Jahn. “Schließlich konterkariert es ein Stück weit den strengen Schutzzweck, NS-Symbole unbedingt aus dem öffentlichen Raum zu verbannen.” Strafverfassungsrechtlich aber überwiege der Schutz der Meinungs- und Kunstfreiheit aus Art. 5 Abs. 1 und 3 Grundgesetz. Aus demselben Grund dürfte auch keine strafbare Beleidigung zum Nachteil von Alice Weidel (§ 185 StGB) vorliegen. “Tatbestandlich mag man das noch bejahen, aber spätestens auf Ebene der Rechtfertigung wird man die Karikatur für zulässig halten müssen”, so Jahn. Wenn nicht schon auf Tatbestandsebene berücksichtigt, würde man wohl einen Fall der Wahrnehmung berechtigter Interessen annehmen können, der nach § 193 StGB straflos bleibt. Die Vorschrift stellt kritische Werturteile über eine Person unter besonderen Schutz – vor allem solche des politischen Lebens.

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JD Vance blasted on Vermont ski trip for Zelenskyy clash

Crowds gathered in Vermont on Saturday to protest Vice President JD Vance’s visit to a local ski resort, the day after his explosive Oval Office clash with Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy. Protesters held signs that said “Vance is a traitor go ski in Russia” and “Stand with Ukraine.” Crowds gathered in a Vermont town on Saturday to protest Vice President JD Vance’s visit to a local ski resort, the day after his explosive Oval Office clash with Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy. Protesters lined a main thoroughfare in Waitsfield, Vermont, located near the Sugarbush Resort where Vance and his family were vacationing. They held signs that said, “Vance is a traitor go ski in Russia,” “Trump serves Putin” and “Vance disgraces our country,” among other fiery messages. A small group of protesters also gathered at the Sugarbush Resort, though a spokesperson for the resort said it was largely a “smooth day overall” at the slopes. “There were a handful of protestors at the resort throughout the day, but all were peaceful and none were disruptive,” said John Bleh, a public relations and communications manager for the resort. The demonstration was planned ahead of the Trump-Zelenskyy Oval Office meeting to “protest the destructive and illegal actions of the Trump/Vance administration,” according to an announcement posted by the Mad River Valley chapter of the activist group Indivisible. But many signs expressed support for Ukraine and rebuked Trump and Vance’s treatment of Zelenskyy. The clash erupted Friday at the White House when Zelenskyy visited Washington, D.C., to complete a deal to give the U.S. access to rare earth minerals in Ukraine as part of a broader effort to end the three-year-old war, which started when Russia invaded its neighbor.

via cnbc: JD Vance blasted on Vermont ski trip for Zelenskyy clash

sieeh auch: More than a thousand people protest Vice President JD Vance’s visit to Vermont While most people demonstrating around the Mad River Valley expressed concern regarding the current administration’s policies and direction, others showed up to support the vice president. In the wake of Vice President JD Vance’s ski trip to Sugarbush resort this weekend, the Mad River Valley was transformed into a hotbed of protests against the administration of President Donald Trump.  In the largest planned demonstration Saturday morning, Vermonters and visitors stood along a stretch of Main Street by the Mad River Green in Waitsfield toting protest signs and flags that expressed concerns ranging from the state of democracy to climate change to LGBTQ+ rights. A stream of vehicles sporting similar signage drove by honking and waving, joining in on the morning rally. Protest organizers estimated the turnout in Waitsfield ranged between 1,000 and 3,000 people. Ginny Sassaman, a protest organizer from the Indivisible Calais group, said many Vermonters are fearful under the Trump and Vance administration’s policies and she feels “democracy is in peril.” However, Sassaman said protesting is a central form of resisting, along with voting and legal actions.

NACH DER #BÜRGERSCHAFTSWAHL – #Buttersäure-Angriff auf Wohnung von AfD-Politiker in #Billstedt

In Hamburg hat es in der Nacht einen Buttersäureanschlag auf die Wohnung eines AfD-Politikers gegeben. Außerdem wurde das Wort „NAZI“ an den Balkon der Wohnung gesprüht. Außerdem prangt dick das Wort „NAZI“ am Balkon in Hamburg-Billstedt. Die Abteilung Staatsschutz des Landeskriminalamtes ermittelt. Unbekannte haben in der Nacht zum Montag in Hamburg-Billstedt Buttersäure auf einen Balkon geschüttet. Außerdem besprühten sie den Balkon in der Hochparterre mit dem Wort „NAZI“. Ein weiterer Schriftzug auf dem Balkon wurde inzwischen mit einer Mülltüte verhängt. Bei dem Mieter der Wohnung handelt es sich um einen Hamburger AfD-Politiker. „Der Geschädigte vernahm in der vergangenen Nacht um 2.38 Uhr ein lautes Klirren und stellte im Nachgang eine ‚beißend riechende‘ Flüssigkeit auf seinem Balkon fest“, so Polizeisprecher Sören Zimbal. Umgehend eingeleitete Fahndungsmaßnahmen mit mehreren Funkstreifenwagenbesatzungen hätten nicht zur Feststellung eines oder mehrerer Tatverdächtigen geführt.

via abendblatt: NACH DER BÜRGERSCHAFTSWAHL Buttersäure-Angriff auf Wohnung von AfD-Politiker in Billstedt

siehe auch: Buttersäure-Attacke auf Wohnung von AfD-Politiker – Staatsschutz ermittelt In der Wahlnacht haben Unbekannte eine mit Buttersäure gefüllte Glasflasche auf den Balkon eines AfD-Lokalpolitikers geworfen und zudem den Schriftzug „AfD-Nazi“ an die Wand gesprüht. Politisch motivierte Attacke in der Wahlnacht: Gegen 2.40 Uhr warfen Unbekannte eine Flasche mit einer beißend stinkenden Substanz – wahrscheinlich handelt es sich um Buttersäure – auf den Balkon einer Hochparterrewohnung an der Möllner Landstraße, außerdem hinterließen sie den Schriftzug „AfD-Nazi“ auf dem Balkongeländer.

DÜSSELDORFER KARNEVAL „Nazi-Hexe“ Weidel mit Hakenkreuz – Wagenbauer spricht von „besonders harter Satire“

AfD-Chefin Alice Weidel lockt als böse Hexe mit Lebkuchen in Hakenkreuz-Form Jungwähler an: Dieser Mottowagen beim Rosenmontags-Umzug in Düsseldorf sorgt für viel Gesprächsstoff. Wagenbauer Jacques Tilly spricht von „besonders harter Satire“. „Trumps Wahnsinn“ und die Bundestagswahl inspirierten die Karnevalisten zu sehr politischen Motto-Wagen. Der Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly hat sich zudem die AfD und deren Vorsitzende Alice Weidel vorgenommen, dabei spielt er mit provokanter Nazi-Symbolik. AfD-Chefin Alice Weidel lockt als böse Hexe mit einem Lebkuchen in Hakenkreuz-Form in der Hand die Jungwähler Hänsel und Gretel. Und Bundeskanzler Olaf Scholz hält als SPD-Mann am Steuerrad fest, obwohl der Kahn bereits bis auf den Meeresgrund abgesoffen ist. Schon vor dem tatsächlichen Rosenmontagszug wurden diese beiden politischen Mottowagen in Düsseldorf gezeigt, das Echo, etwa in den sozialen Medien schwankte zwischen Begeisterung und Kritik. Üblicherweise bleiben die sogenannten Mottowagen bis zum Start des Zuges geheim. Diesmal jedoch präsentierte die Schelmenfigur Hoppeditz am Samstagabend in der vom WDR übertragenen Prunksitzung „Düsseldorf Helau 2025: ‚200 Johr – Hütt on wie et wor‘“ vorab die extra geschaffenen Mottowagen. Im Düsseldorfer Rosenmontagszug sind damit im Jubiläumsjahr 14 statt der üblichen zwölf politischen Mottowagen unterwegs. Insgesamt werden 121 Wagen nach Angaben der Veranstalter über die Zugstrecke im Rosenmontag in Düsseldorf rollen.

via welt: DÜSSELDORFER KARNEVAL „Nazi-Hexe“ Weidel mit Hakenkreuz – Wagenbauer spricht von „besonders harter Satire“

SOCIAL-MEDIA-REAKTIONEN: Und dann haut Selenskyj Trump eine rein

Je ernster die Weltlage, desto aktiver die Netztrolle: Während die diplomatische Eskalation am Freitagabend viele Menschen sorgt, generiert die KI einen alternativen Verlauf des Abends – der mit dem K.o. Trumps endet. Anhören Merken Teilen Drucken Da sitzt der Präsident des von Wladimir Putin angegriffenen Landes, das ukrainische Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj, mit verschränkten Armen, während Donald Trump und sein Vize JD Vance ihn wie einen kleinen Schuljungen zurechtweisen. Er habe sich nicht bedankt, sei respektlos gegenüber den USA und riskiere den dritten Weltkrieg – und jedes Mal, wenn er zu Wort kommen will, sind seine Gegenüber lauter und schneller und lassen ihn keinen Satz beenden. Doch dann erhebt sich Selenskyj, holt aus und schlägt Donald Trump kurzerhand k.o. Dieser sackt bewusstlos in seinem Sessel zusammen, seine knallrote Krawatte liegt regungslos auf seinem Bauch. Die Realität ist hart? Die alternative Realität der sozialen Medien ist härter. Denn dieser Ausgang der diplomatischen Eskalation des Freitagsabends wird gerade millionenfach im Netz geklickt. Geschaffen wurde sie – wie könnte es anders sein – von generativer KI. Geteilt wird sie von den Trollen des Internets, vor allem auf ihrer Wahlheimat X.

via faz: SOCIAL-MEDIA-REAKTIONEN: Und dann haut Selenskyj Trump eine rein

https://twitter.com/WarRoom_Files/status/1895886621935083842

Luisa Neubauer erhält Hass-Video von AfD-Mitglied – und teilt es

uisa Neubauer ist das Gesicht der deutschen Fridays-for-Future-Bewegung. Inzwischen ist sie auch das Gesicht der jungen Generation, wenn es um die Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten geht. Bei großen Demonstrationen gehört eine Rede von ihr schon fast zum Pflichtprogramm, bei Politiktalks hält sie regelmäßig mit Fakten die Klima-Fahne hoch. Und obwohl sie das für die Zukunft eines bewohnbaren und sicheren Planeten sowie den Erhalt unserer Demokratie für uns alle tut, gibt es Menschen, die sich an ihrem Aktivismus stören. Luisa Neubauer bekommt Hass-Video von AfD-Mitglied Dass Luisa Neubauer Hassnachrichten bekommt und Anfeindungen erfährt, ist nichts Neues. Mehrmals berichtete sie schon, Hass- und Gewaltnachrichten, die sich gegen ihre Person richten, zur Anzeige zu bringen. Nun erhielt Luisa Neubauer ein Hass-Video, das sie mit ihrer Instagram-Community teilte. Damit will sie vor allem eines bezwecken: zeigen, wie ein Rechtsruck in der Praxis aussieht. In dem Video, das Neubauer privat auf ihr Handy zugespielt wurde, sagt ein AfD-Mitglied: “Hi Luisa, ich bin dein schlimmster Feind. Wir sehen uns bald in Berlin. Und deine ganze scheiß Klimaagenda – die ist bald vorbei.” Laut Neubauer gehört der Account, von dem sie dieses Video erhalten hat, einem Mitglied des AfD-Kreisverbandes Bonn.

via watson: Luisa Neubauer erhält Hass-Video von AfD-Mitglied – und teilt es

https://www.instagram.com/p/DGlRV4wtMz9

Protestaktion an Kieler Uni – Wegen AfD-Kandidatur: Studierende boykottieren Tauchsportzentrum der CAU Kiel

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat die AfD-Kandidatur von Hubert Pinto de Kraus, Leiter des Tauchsportzentrums, für Empörung gesorgt. Mit verschiedenen Protestaktionen fordern Studierende den Rauswurf des Tauchlehrers. Das sagt die Hochschulführung dazu. Ein großes Banner hängt in der Schwimmhalle der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) vom gelben Geländer. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Schild zum Anfeuern, doch die Botschaft soll das Gegenteil bewirken. „Faschos die Luft abdrehen“ steht dort in schwarzen Buchstaben. Der Protest der Vermummten richtet sich gegen Hubert Pinto de Kraus, Leiter des Tauchsportzentrums. Das Foto, aufgenommen wenige Tage vor der Bundestagswahl, dokumentiert diese Szenerie. Der 58-Jährige hatte bei der Bundestagswahl für die AfD kandidiert – und damit in der Studierendenschaft Empörung ausgelöst. Verschiedene Aktionen auf dem Campus in Kiel verdeutlichen die abwertende Haltung einiger Studierender gegenüber dem Angestellten der CAU. In den Tagen vor der Wahl sind die Fußwege um den Campus mit Kreide beschmiert. Der Wortlaut: „Kraus muss raus.“ Auch nach der Wahl, bei der Pinto de Kraus das Direktmandat nicht geholt hat, ebbt die Aufregung um den Tauchlehrer nicht ab. Protest gegen Leiter des Tauchsportzentrums in Kiel Mit dem Slogan „AfD raus aus der Uni“ wird zum Boykott des Tauchzentrums aufgerufen. Rund um die Universität hängen blaue Plakate, die dazu auffordern, keine Tauchkurse mehr an der CAU zu buchen. Damit will die Protestgruppe Druck auf die Hochschulführung ausüben, die Position neu zu besetzen. „Die CAU räumt mit der Duldung von Hubert Pinto de Kraus als Leiter des Tauchsportzentrums, der AfD und ihrer höchst problematischen Gesinnung einen Platz auf dem Campus ein“, schreiben die Aktivisten.

via kn online: Protestaktion an Kieler Uni Wegen AfD-Kandidatur: Studierende boykottieren Tauchsportzentrum der CAU Kiel