Jetzt wird’s richtig bunt am Millerntor: In der nächsten Saison wird ein großer Teil des Stadiondachs in Regenbogenfarben erstrahlen – und nebenher noch grüner Strom erzeugt. Zum Deutschen Diversity-Tag am heutigen Dienstag wollen der Fußballverein FC St. Pauli und der Ökostromanbieter LichtBlick ein weithin sichtbares Zeichen für Vielfalt setzen: Die beiden Unternehmen gaben deshalb bekannt, dass auf dem Dach der Nordtribüne des Millerntor-Stadions in der Sommerpause die nach eigenen Angaben weltweit erste Solaranlage in Regenbogenfarben entsteht. In diesem Stadion trägt die Männermannschaft des der Fußball-Erstligisten ihre Spiele aus. Mit dem Projekt wollen der Verein und die Stromfirma zeigen, “wie neue Energietechnologien durch kreative Ansätze mehr Sichtbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz gewinnen können”. Für die täglich Tausenden Besucher*innen des benachbarten Bunker-Dachgartens werde die Installation zu einem weithin sichtbaren Symbol, das für eine offene Gesellschaft und für erneuerbare Energien wirbt.
Nach mehreren Aktionen der als rechtsextrem geltenden Identitären Bewegung an bayerischen Schulen reagiert das Willi-Graf-Gymnasium in München mit Aufklärung, Zivilcourage – und Bannern gegen Rassismus. Auch die Kultusministerin äußert sich. Die sogenannte “Identitäre Bewegung” sorgt derzeit in Bayern durch Flyer-Aktionen an Schulen für Aufsehen. Die Organisation gilt als rechtsextrem und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Mitglieder der “Identitären Bewegung” hatten dort ein Banner mit der Aufschrift “Dein Lehrer hasst Deutschland” aufgehängt und eine Knallattrappe gezündet. Die Polizei schreibt die Aktionen der rechtsextremen Identitären Bewegung zu und ermittelt gegen sie. Nach einer Aktion vor dem Willi-Graf-Gymnasium in München regt sich nun Widerstand. Vergangene Woche in München: Am Zaun des Willi-Graf-Gymnasiums hängt frühmorgens ein Transparent mit der Aufschrift “Dein Lehrer hasst Deutschland”. Kurz darauf ertönt ein lauter Knall – offenbar eine Böller-Attrappe. Die Aktion geht auf das Konto der rechtsextremen Identitären Bewegung (…) Paul, 17 Jahre alt, saß mit seinem Mitschüler Max (Name wurde von der Redaktion geändert) im Klassenzimmer, als das Transparent aufgehängt wurde. Beide zückten ihre Handys und filmten die Aktion. “Uns war sofort klar, dass das rassistische Propaganda ist”, sagt Paul im Gespräch mit BR24. Später hätten sie sich in der Klasse über das Erlebte ausgetauscht. Dabei sei ihm aufgefallen: Ohne Mitschüler mit Migrationshintergrund “wären wir nur noch vier Leute in der Klasse”. Einige riefen aus dem Fenster lautstark zurück – die Schüler wollten nach eigener Aussage den Identitären ein deutliches Zeichen entgegensetzen, und zwar: “Ihr seid hier nicht willkommen”. Schule nutzt Vorfall für Aufklärung Schulleiter Dominik Blanz zeigt sich beeindruckt vom Engagement seiner Schüler: “Ich bin sehr stolz auf die Zivilcourage”, sagt er. Dass die Jugendlichen nicht nur reagierten, sondern auch das Video-Material der Aktion direkt für die Polizei sicherten, sei ein starkes Zeichen. Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat sich inzwischen an die Schule gewandt – mit einem Brief, in dem er seine Anerkennung ausdrückt. An einer Schule mit vielfältiger Schülerschaft wie dem Willi-Graf-Gymnasium sei eine solche Aktion “widerwärtig”, schreibt er. Schulleiter Blanz möchte nach eigener Aussage das Geschehene produktiv verarbeiten und seine Schülerinnen und Schüler für demokratische Werte sensibilisieren.
“Things are happening right now that are altering the very nature of our country’s democracy, and they’re too important to ignore,” singer says, days after president’s threatening social media tirade, Bruce Springsteen was undaunted by President Trump’s threatening social media tirade to “keep his mouth shut” as, during his second concert in Manchester, England, the rocker once again delivered a three-minute speech critical of “an unfit president and a rogue government.” “Things are happening right now that are altering the very nature of our country’s democracy, and they’re too important to ignore,” Springsteen said Saturday, echoing much of his message from the previous concert. “In America, my home, they’re persecuting people for their right to free speech and voicing their dissent. That’s happening now,” Springsteen said. “In America, the richest men are taking satisfaction in abandoning the world’s poorest children to sickness and death. That’s happening now. In my country, they’re taking sadistic pleasure in the pain they inflict on loyal American workers. They’re rolling back historic civil rights legislation that led to a more just society. They’re abandoning our great allies and siding with dictators against those who are struggling for their freedom. That’s happening now. They are defunding American universities that won’t bow down to their ideological demands. And they are removing residents off American streets without due process of law and deploying them to foreign detention centers and prisons. That’s happening now.” Following Springsteen’s first speech in Manchester earlier in the week, Trump turned to Truth Social to call the rocker “Highly Overrated” and “not a talented guy — Just a pushy, obnoxious JERK,” as well as seemingly threaten Springsteen’s ability to reenter America upon the European tour’s conclusion. “A majority of our elected representatives have utterly failed to protect the American people from the abuses of an unfit president and a rogue government. They have no concern or idea of what it means to be deeply American,” Springsteen once again said.
siehe auch: Springsteen, Undeterred by Trump, Keeps Up War of Words From Foreign Stage The president had warned the rock icon to ‘keep his mouth shut’ during European tour. President Trump warned Bruce Springsteen to “keep his mouth shut” until he gets back to the U.S. The rock icon is showing no signs of backing down, delivering a fiery performance from a stage in this city Saturday that reflected the stark political divide in America. Springsteen echoed earlier criticism of the Trump administration Saturday, saying a “rogue” government was rolling over U.S. lawmakers and institutions designed to keep authoritarianism in check. “Things are happening right now that are altering the very nature of our country’s democracy,” Springsteen told the audience. To drive the point home, he dedicated one of his songs to our “Dear Leader,” an allusion to the honorific set aside for former North Korean ruler Kim Jong Il. A similar broadside last week prompted Trump to take aim at Springsteen in a social-media post: “I see that Highly Overrated Bruce Springsteen goes to a Foreign Country to speak badly about the President of the United States. Never liked him, never liked his music, or his Radical Left Politics and, importantly, he’s not a talented guy.” The escalating confrontation between the president and Springsteen is part of a broader clash between Trump and some pop-culture icons that goes back to the president’s first term. Trump has repeatedly assailed Taylor Swift, who endorsed Kamala Harris in last year’s election but hasn’t engaged in the sort of sharp-tongued criticism delivered by Springsteen.
Bruce Springsteen hat nicht klein beigegeben.Der Boss wiederholte seine Kritik an Präsident Donald Trump bei der Eröffnungsshow der E Street Band am Samstag,den 17. Mai, im Co-op Live in Manchester,Großbritannien,d Trump zuvor dazu veranlasst hatte,Springsteen eine „vertrocknete Pflaume“ zu nennen
Seitdem die AfD bundesweit als gesichert rechtsextremistisch gilt, wächst die Chance für ein Verbotsverfahren. Eine Mehrheit der Deutschen würde dies befürworten. Eine aktuelle Umfrage des Instituts Insa zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen für ein Verbotsverfahren gegen die AfD ist. Laut einem Bericht des Tagesspiegels sprachen sich in der Befragung 53 Prozent der Beteiligten für einen Verbotsantrag beim Bundesverfassungsgericht aus. 38 Prozent wandten sich in der von dem Netzwerk Avaaz beauftragten Umfrage dagegen. Für die Insa-Umfrage wurden laut dem Tagesspiegel 1.000 Bürgerinnen und Bürger repräsentativ befragt. Am größten ist die Zustimmung zu einem Verbotsverfahren bei Anhängerinnen und Anhängern der Grünen mit 85 Prozent sowie der SPD mit 79 Prozent. Bei Wählerinnen und Wählern der Linken sind es demnach 71 Prozent, bei der CDU 65 Prozent. Selbst 14 Prozent der AfD-Anhänger sind dafür, dass das Bundesverfassungsgericht über ein Verbot der Partei entscheidet – allerdings möglicherweise in Erwartung einer Ablehnung eines solchen Antrages. Bundesweit war die AfD vom Bundesamt für Verfassungsschutz vor gut einer Woche als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden. Wegen einer Klage der AfD dagegen wurde die Einstufung vorläufig ausgesetzt. An ihrer Einschätzung hält die Behörde jedoch inhaltlich fest. Zudem sind mehrere Landesverbände und Gliederungen der AfD als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden. Das sind Entwicklungen, die ein Verbotsverfahren der Meinung verschiedener Politiker und Experten zufolge realistischer werden lassen.
In Nordrhein-Westfalen wurden heute zwei LGBTIQ+-Veranstaltungen aufgrund einer Bedrohungslage abgesagt. Davon betroffen sind der CSD in Gelsenkirchen sowie eine angemeldete Demonstration zum heutigen Internationalen Tag gegen Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) in Mönchengladbach – bei letzterem erlaubte die Polizei kurzfristig nur eine stationäre und abgesicherte Kundgebung. Abstrakte Bedrohungslage In Gelsenkirchen wurde der Pride ganz kurz vor dem Start abgesagt, offenbar in Übereinstimmung zwischen Veranstalter und Polizei. Gegenüber msn erklärte ein Polizeisprecher: „Der Veranstalter hat sich am Samstag eigenständig dazu entschieden, den CSD kurzfristig abzusagen. Der Grund ist eine abstrakte Bedrohungslage.“ Weitere Details sind noch nicht bekannt, die CSD-Besucher sind heute am frühen Nachmittag enttäuscht wieder abgereist, zu besonderen Vorkommnissen oder Angriffen auf LGBTIQ+-Personen ist es nach bisherigen Angaben der Polizei nicht gekommen. Auch wer konkret hinter der Bedrohungslage stecken könnte, ist aktuell nicht bekannt. „Dramatische Zunahme“ von Bedrohungen Sebastian Merkens, Landesgeschäftsführer und queerpolitischer Sprecher der Linken in Nordrhein-Westfalen, erklärte dazu: „Gleich zwei queere Veranstaltungen in NRW wurden von der Polizei wegen Sicherheitsbedenken ganz oder teilweise untersagt (…) Diese Ereignisse verweisen auf eine dramatische Zunahme queerfeindlicher Einstellungen, die viele queere Menschen auch in ihrem Alltag als Belästigung, Bedrohung und Gewalt erfahren.
siehe auch: CSD in Gelsenkirchen wegen Bedrohung kurzfristig abgesagt. Kurz vor Beginn der queeren Parade war ein Gefahrenhinweis eingegangen. Der Veranstalter sagte daraufhin den CSD ab. Ab Samstagmittag wollte die queere Community eigentlich friedlich gegen Diskriminierung und Homophobie in der Gelsenkirchener Innenstadt demonstrieren. Erwartet waren 600 Teilnehmende. Anonymer Hinweis auf abstrakte Bedrohung Im Anschluss sollte es ein Straßenfest geben – mit Bühnenprogramm bis in den späten Nachmittag. Eine Stunde vor Beginn der Parade gab es allerdings einen anonymen Hinweis, der laut Polizei online eingegangen ist.
Der Verband der italienischen Partisanen, der das Gedenken an die Resistenza organisiert, wirft Israel einen Genozid an den Palästinensern vor. Die »Jungle World« sprach mit Roberto Cenati, dem ehemaligen Vorsitzenden des ANPI-Regionalverbands in Mailand, über seinen Rücktritt und die Notwendigkeit eines antifaschistischen Gedenkens, das sich gegen Antisemitismus wendet. (…) Trotz zahlreicher Initiativen, die jedes Jahr im Rahmen von Gedenktagen an die Opfer der Shoah stattfinden, scheint es an politischer und historischer Bildung an vielen Stelle zu mangeln. Dazu würde rund um den 25. April auch ein Erinnern an den jüdischen Widerstand gehören. Wird das Engagement jüdischer Partisanen und Überlebender angemessen gewürdigt? Die Widerstandsbewegung, mit dem entscheidenden Beitrag der Alliierten, hat alle befreit – unabhängig von Überzeugungen oder politischer Gesinnung. Aus diesem Grund ist der 25. April ein Tag des Feierns und der Einheit aller Italiener, die an den Antifaschismus und die Prinzipien der republikanischen Verfassung glauben. Die Beteiligung der jüdischen Gemeinschaft an der italienischen Resistenza war beträchtlich. Über 1.000 Juden haben aktiv an der Resistenza mitgewirkt – eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass es 1943 in Italien rund 41.000 Juden gab. Einige waren in Führungspositionen vertreten, wie Leo Valiani, Emilio Sereni, Giulio Bolaffi, Eugenio Colorni, Umberto Terracini – der Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung war; Emanuele Artom und Leone Ginzburg wurden in den SS-Gefängnissen gefoltert und ermordet. Eine besondere Rolle spielte auch die Brigata Ebraica, die als Einheit jüdischer Freiwilliger in der British Army an der Befreiung Italiens beteiligt war. Wie wird ihrer gedacht? Die Brigata Ebraica ist im Zusammenhang der Befreiung besonders hervorzuheben. Italiens Parlament hat sie mit der die Goldmedaille für militärische Tapferkeit ausgezeichnet. Die Brigata Ebraica war an entscheidenden Gefechten wie dem ersten Durchbruch der sogenannten Gotenstellung (Verteidigungslinie der deutschen Wehrmacht quer durch Mittelitalien; Anm. d. Red.) beteiligt. Allein dort verlor sie 50 ihrer Kämpfer und ermöglichte die Befreiung zahlreiche Orte Zentralitaliens. Diese mutigen Kämpfer – deren Geschichte bis heute zu wenig bekannt ist – trugen wesentlich dazu bei, Italien vom Nazi-Faschismus zu befreien. Die Teilnahme der jüdischen Gemeinschaft Mailands, der Union der jüdischen Gemeinden Italiens (UCEI) und der Brigata Ebraica an der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Befreiung ist also zentral für das Erinnern. Nichtsdestoweniger wurden die Überlebenden der Brigata Ebraica bei den nationalen Feierlichkeiten des 25. April, die jährlich in Mailand stattfinden, von sogenannten propalästinensischen Gruppen antisemitisch beleidigt und körperlich angegriffen.
Roberto Cenati, Vorsitzender des ANPI-Regionalverbands Mailand, hat sich von der Verbandsführung distanziert. Anlass ist eine Erklärung zum Nahostkonflikt, in der #Israel eines »Genozids an den Palästinensern« bezichtigt wird. Cenati kritisiert die Äußerung als Bruch mit dem antifaschistischen Erbe.
Reports of detainments and deportations have added fear to an already fraught visa process. Bells Larsen’s new album had been four years in the making, and he was preparing for his first U.S. tour when his plans came to an abrupt halt. The Canadian singer-songwriter began writing Blurring Time in 2021 as a way to process questions about his gender identity. Once he decided to transition, he recorded the tracks in his pre-testosterone voice and again after his voice deepened, harmonizing with the past version of himself. Blurring Time puts words to a trans experience rarely represented in the media, of the vulnerability of facing the unknown in the quest to live authentically. It resonated with fans, and Larsen began to plan his headlining tour, with dates in New York, Boston, Los Angeles and San Francisco, among other U.S. cities. In late March, Larsen got an email from the American Federation of Musicians, a labor union that represents artists from the U.S. and Canada. The AFM pointed to an April 2 policy update from the U.S. Citizenship and Immigration Services, the government agency that artists must petition for a work visa. The policy states that USCIS only recognizes two “biological sexes, male and female,” as assigned at birth. After seeking legal advice, Larsen, who had already changed his gender marker on his passport, came to the conclusion that he had no choice but to cancel his tour. “It’s really heartbreaking,” he says. Larsen isn’t the only international musician who recently canceled a U.S. tour at a time when aggressive immigration enforcement has put travelers on edge. In this rapidly evolving climate of anxiety and uncertainty, some international musicians are deciding that going through the complicated process of getting a U.S. artist visa may not be worth the financial and safety risks.