Demo nach tödlichen Polizeischüssen in Oldenburg: Rechter Streamer attackiert

Der rechte YouTuber „Weichreite“ berichtet regelmäßig von Demonstrationen. Am Freitag wird er in Oldenburg von Teilnehmern einer Demo angegriffen. Der rechte Streamer und YouTuber „Weichreite“ – bürgerlich Sebastian Weber – der regelmäßig auf seinem Kanal Demonstrationen begleitet, ist bei einer Versammlung in Oldenburg angegriffen worden. In Niedersachsen demonstrierten am Freitag 10.000 Menschen gegen Polizeigewalt. Grund dafür sind die tödlichen Polizeischüsse auf einen 21-Jährigen. (…) Streamer „Weichreite“ saß für die AfD im Kreistag Weber kündigte auf der Plattform X an, live von der Demonstration berichten zu wollen. Weber wird dafür kritisiert, rechtes und rechtsextremes Protestgeschehen eher wohlwollend zu begleiten und den Akteuren eine Plattform zu bieten. Teilweise gibt er sich bei den Demonstrationen als Journalist aus, Kritiker sehen ihn hingegen als Aktivisten. Am Freitagabend veröffentlichte er dann ein Video davon, wie er von Demonstranten angegriffen wurde. Ein Mann in einer orangen Weste forderte den YouTuber auf, die Versammlung zu verlassen und berührte ihn am Arm, worauf er unwirsch „Fass mich nicht an“, rief. Im Video zu sehen ist, wie mehrere Menschen auf ihn zugehen und ihn wegstoßen

via berliner zeitung; Demo nach tödlichen Polizeischüssen in Oldenburg: Rechter Streamer attackiert

10.000 Teilnehmer bei Kundgebung in #Oldenburg nach tödlichen Schüssen – #justiceforlorenz #polizeigewalt #polizeiproblem #blm

Die tödlichen Schüsse auf den 21-Jährigen in Oldenburg bringen Tausende Menschen in vielen Städten auf die Straße. Viele äußern sich gegen Polizeigewalt und Rassismus. Nach dem Tod eines 21-Jährigen durch Polizeischüsse in der Oldenburger Innenstadt sind dort am Freitagabend Tausende Menschen zu einer Demonstration zusammengekommen. Bei der Kundgebung mit vielen emotionalen Redebeiträgen war ein Platz, auf dem sich rund 8.000 Menschen versammeln können, bis in viele Ecken gefüllt. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf bis zu 10.000. Auch rund um den Platz standen Menschen unterschiedlichen Alters und gedachten des getöteten jungen Mannes und anderer Opfer von Polizeigewalt. Die genauen Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Fest steht, dass der 21-Jährige am frühen Ostersonntag in der Fußgängerzone von einem Polizisten erschossen wurde – von hinten. Laut Obduktionsergebnis wurde der Deutsche an der Hüfte, am Oberkörper und am Kopf getroffen. Der 27 Jahre alte Polizist wurde vorläufig vom Dienst suspendiert. Gegen ihn wird wegen Totschlags ermittelt – das übliche Verfahren in solchen Fällen. In den sozialen Medien wächst derweil der Unmut. Viele befürchten, dass die Schüsse auf den Schwarzen einen rassistischen Hintergrund haben könnten. Unter den Hashtags #gerechtigkeitfürlorenz und #justiceforlorenz mehren sich Stimmen gegen Polizeigewalt und Rassismus.

via buten un binnen: 10.000 Teilnehmer bei Kundgebung in Oldenburg nach tödlichen Schüssen

siehe auch: Tödliche Schüsse auf Lorenz A.: Tausende demonstrieren in Oldenburg gegen Polizeigewalt und Rassismus Nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf Lorenz A. sind in deutschen Städten viele Menschen auf die Straße gegangen. Sie fordern lückenlose Aufklärung der Tat. Nach tödlichen Schüssen eines Polizisten auf Lorenz A. am Ostersonntag sind in Oldenburg Tausende Menschen zu einer Demonstration zusammengekommen. In ihren Beiträgen erinnerten die Rednerinnen und Redner an Opfer von Polizeigewalt und kritisierten strukturellen Rassismus in der Behörde. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf bis zu 10.000.  “Mehrere Schüsse von hinten, das ist für uns nicht zu rechtfertigen”, sagte Suraj Mailitafi, Sprecher der Oldenburger Initiative Gerechtigkeit für Lorenz vor Beginn der Demonstration. Kein Mensch habe es verdient, Opfer von Polizeigewalt zu werden. Die Polizei solle deeskalieren, sagte Mailitafi. “Das Vertrauen in eine Institution, die eigentlich uns schützen soll, steht auf dem Spiel.” Daher müsse der Fall lückenlos aufgeklärt werden. Die genauen Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Fest steht, dass der 21 Jahre alte Schwarze Mann am frühen Ostersonntag in der Fußgängerzone von hinten von einem Polizisten erschossen wurde. Laut Obduktionsergebnis wurde Lorenz A. an der Hüfte, am Oberkörper und am Kopf getroffen. Der 27 Jahre alte Polizist wurde vorläufig vom Dienst suspendiert. Gegen ihn wird wegen Totschlags ermittelt.

Tesla „Nazi-Auto“ – Berlins Arbeitssenatorin legt nach

SPD-Politikerin Cansel Kiziltepe hat Tesla als Nazi-Auto bezeichnet. Kollegen aus ihrer Partei haben sie dafür kritisiert. Doch sie bleibt dabei. Berlins Sozial- und Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe hat ihre „Nazi“-Äußerung über den Autobauer Tesla verteidigt. „Tesla erlebt gerade eine Absatzflaute, weil dem Unternehmen von den Kunden die rechtsextremen Positionen seines Anteilseigners Elon Musk zugeschrieben werden, der rund 13 Prozent am Unternehmen hält“, teilte die SPD-Politikerin auf dem Portal X mit. „Ich halte an meinen Einschätzungen zu Elon Musk ausdrücklich fest. Selbstverständlich bedeutet das nicht, dass ich die Mitarbeitenden oder die Kunden Musks für dessen politische Positionen verantwortlich mache.“ Tesla erlebt gerade eine Absatzkrise. Der Gewinn des Unternehmens ist im ersten Quartal um mehr als 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. Ein Grund für die Kaufzurückhaltung ist auch eine weltweite Boykott- und Protestbewegung gegen das Unternehmen, die Musk mit seiner Beraterrolle in Donald Trumps Regierung ausgelöst hat. Die von Musk geleitete „Behörde für Regierungseffizienz“ (DOGE) ist maßgeblich am autoritären Staatsumbau in den USA beteiligt. Inzwischen will er jedoch seine Arbeit für Trump reduzieren. Am Donnerstag hatte Kiziltepe auf X geschrieben: „Wer will auch ein Nazi-Auto fahren? Hersteller von E-Autos erleben Absatzhoch – abgesehen von Tesla.“

via taz: Tesla „Nazi-Auto“ Berlins Arbeitssenatorin legt nach

siehe auch: Berlins Arbeitssenatorin nennt Tesla „Nazi-Auto“: Giffey geht auf Distanz – Rücktrittsforderungen aus Brandenburg Berlins Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) nannte Teslas „Nazi-Autos“ und erntete dafür Kritik. Die SPD-Politikerin verteidigt ihre Aussage – doch erhält aus der eigenen Partei nicht nur Rückendeckung. Von Benjamin LassiweSimon RöhrichtAnna ThewaltDominik Mai Heute, 14:59 Uhr Darf eine Berliner Senatorin in Brandenburg gebaute Teslas als „Nazi-Autos“ bezeichnen? Darüber gibt es nun Streit. Die Berliner Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) hatte am Mittwochabend auf der Plattform X einen Beitrag des RBB mit dem Titel „Hersteller von E-Autos erleben Absatzhoch – abgesehen von Tesla“ verlinkt und dazu kommentiert: „Wer will auch ein Nazi-Auto fahren?“. Den Post hat sie mittlerweile gelöscht. Die PNN-App Aktuelle Nachrichten aus Potsdam und Brandenburg live auf Ihr Handy. Dazu die Digitale Zeitung. Am Freitag verteidigte sie auf X, das ebenfalls wie Tesla Elon Musk gehört, ihre Aussage. „Ich halte an meinen Einschätzungen zu Elon Musk ausdrücklich fest. Selbstverständlich bedeutet das nicht, dass ich die Mitarbeitenden oder die Kunden Musks für dessen politische Positionen verantwortlich mache.“ Außerdem machte Kiziltepe Musk für den schwächelnden Absatz des Autoherstellers verantwortlich. „Tesla erlebt gerade eine Absatzflaute, weil dem Unternehmen von den Kunden die rechtsextremen Positionen seines Anteilseigners Elon Musk zugeschrieben werden, der rund 13 Prozent am Unternehmen hält.“

Local Tesla owner called a ‘Nazi’ while driving son to school

‘I had my Tesla way before things heated up in the States’. It seemed like a typical morning for Petar Ostojic, as he started his day by dropping off his son Ben at Chippewa Secondary School.  But this Friday, it was a little bit different. While waiting at the lights at O’Brien and High Street, his son noticed a car was following close behind them.  “As soon as I got through the lights, this guy started honking at me,” said Ostojic.  He started to worry that maybe something was wrong with his vehicle.  “I was going to pull over but then I saw he stuck his finger out and he gave me the finger, and honking for like 30 seconds. So I just kept driving, and then I pulled it over and my son went to school. He passed me at the next street and I followed him. Then he pulled over and I asked him, ‘How can I help you? Like, what’s wrong?’ He said, ‘You’re driving a Nazi car.’ And he gave me a finger again.” Ostojic was shocked to realize that the driver’s anger stemmed solely from him driving a Tesla

via baytoday: Local Tesla owner called a ‘Nazi’ while driving son to school

Gegen Rechtsextremismus – 300 Menschen demonstrierten in Mainz für Demokratie

Die Initiative “Mainz for Democracy” hat am Abend eine Demonstration am Gutenbergplatz veranstaltet. Anlass war eine Anfrage der AfD im Mainzer Stadtrat. Mainz for Democracy ist eine junge Initiative, sie hatte sich im Vorfeld der Bundestagswahl gegründet, um sich “den zunehmenden Angriffen auf Demokratie und Menschenrechte entgegenzustellen”. Sie hatte zur Demonstration aufgerufen. Die Polizei zählte zu Beginn der Demo rund 300 Teilnehmer. Anlass für Demo war Stadtratsanfrage der AfD Einen aktuellen Anlass für die Demonstration sehen die Veranstalter in einer Anfrage der AfD bei der jüngsten Stadtratssitzung. Die Partei wollte wissen, wie verschiedene Gruppen und Initiativen aus Mainz und Umgebung finanziell unterstützt werden. Zu den von der AfD genannten Gruppierungen gehört neben der Initiative “Mainz for Democracy” auch die Schülervertretung des Mainzer Rabanus-Maurus-Gymnasiums. Die zeigte sich empört. Wer Gewerkschaften, Vereine und sogar Schülervertretungen diffamiere, bedrohe das friedliche Zusammenleben, hieß es damals in einer Mitteilung der Vertretung.

via swr: Gegen Rechtsextremismus 300 Menschen demonstrierten in Mainz für Demokratie

Politikerin wollte Sneaker „im AfD-Stil“ versteigern – dann reagierte Ebay

Anna Nguyen (AfD) wollte einen Schuh im „AfD-Stil“ auf Ebay für einen wohltätigen Zweck versteigern. Doch die Auktion wurde offenbar von Ebay blockiert und Gebote gesperrt. Die hessische Landtagsabgeordnete der AfD Anna Nguyen hat angekündigt, einen Nike-Sneaker im „AfD-Stil“ meistbietend auf der Plattform Ebay zu versteigern und den Erlös an eine Organisation zu spenden. Die Schuhe – blaues Leder mit dem roten Nike-Logo – ähneln tatsächlich dem Logo der AfD, einige Politiker teilten in den sozialen Medien, wie sie sich die Schuhe bestellten, so auch Nguyen.  Doch nun gibt es offenbar Ärger: Nguyen wirft der Plattform vor, die Gebote für den Schuh gelöscht zu haben. Vergangene Woche kündigte sie auf der Plattform X an, die Sneaker – auf Wunsch auch mit ihrer Unterschrift – zu versteigern. „Ich versteigere meine Nike Air Force im AfD-Stil für einen guten Zweck. Der Erlös dieser Auktion kommt der Antoine de Saint-Maurice-Stiftung zugute“. Die Stiftung unterstützt krebskranke Kinder und deren Familien im Uniklinikum Frankfurt am Main. Nguyen traf Beatrix von Storch in Lichtenberg Zwischendurch lag das Höchstgebot für die Sneaker Nguyen zufolge bei über 2500 Euro. Doch nun scheint es Ärger zu geben. Nguyen schrieb am Mittwochmorgen auf der Plattform X: „Ebay hat Scheiße gebaut und vor 1h alle Gebote zurückgezogen (nicht die Bieter!). Habe den Support kontaktiert. Bin stinksauer!“ Später am Mittwoch sagte Nguyen in einem weiteren Beitrag auf X:  „Meine Auktion wurde von irgendwelchen Idioten gemeldet. Die alten Gebote sind weg und wurden gelöscht“. Personen, die ihre Auktion gemeldet hätten – ihrer Ansicht nach „Linke halt“ – seien „moralisch verkommen“.

via berliner zeitung: Politikerin wollte Sneaker „im AfD-Stil“ versteigern – dann reagierte Ebay

BISCHOF GOHL: KIRCHE MUSS KLAR GEGEN AFD STELLUNG BEZIEHEN

Der württembergische Landesbischof hat sich klar gegen die Kritik aus der CDU gestellt, die den Kirchen vorwirft, sich zu sehr in politische Themen einzumischen. Ernst-Wilhelm Gohl betonte gegenüber T-Online, dass Kirchen bei wichtigen ethischen Fragen der Gesellschaft Position beziehen müssten und eine klare Haltung gegenüber der AfD unerlässlich sei. Ernst-Wilhelm Gohl, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Württemberg, widerspricht der Kritik aus der CDU, die Kirchen agierten zu politisch. Es sei zwar nicht Aufgabe der Kirche, Tagespolitik zu betreiben, sagte Gohl dem Nachrichtenportal T-Online. „Aber als Christ sollte man politisch Stellung beziehen. Das Evangelium ist eine Sendung in die Welt – und in der Welt geht es politisch zu“, betonte Gohl. Haltung zu ethischen Fragen und zur AfD Gohl sieht eine besondere Verantwortung der Kirchen, Antworten auf die „großen, ethischen Fragen unserer Zeit“ zu liefern. Dazu zähle für ihn auch der Umgang mit der AfD. „Die AfD ist inzwischen eine rechtsradikale Partei – diese Klarheit ist unsere Pflicht“, so Gohl. Eine zentrale Lehre aus der deutschen Geschichte sei dabei für ihn entscheidend: „Rechtsradikalismus führt ins Verderben. Er ist nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar“, erklärte Gohl gegenüber T-Online. Aus der NS-Zeit habe sich ergeben, dass die Kirchen damals zu lange nicht widersprochen hätten: „Wir müssen es wagen, früh deutlich zu sein.“

via hasepost: BISCHOF GOHL: KIRCHE MUSS KLAR GEGEN AFD STELLUNG BEZIEHEN