Polizei eskortiert pöbelnde Neonazis von friedlicher Antifa-Demo in die U-Bahn; Identitäre zogen durch Döbling

Polizei eskortiert pöbelnde Neonazis von friedlicher Antifa-Demo in die U-Bahn; Identitäre zogen durch Döbling Statt Rechtsextremen zogen am Samstag friedlich Antifaschistinnen und Antifaschisten durch Wien. Martin Sellner drehte derweil auf einer Brücke in Döbling einen Imagefilm. Es war eine friedliche und ruhige, antifaschistische Demo. Von verschiedenen Punkten der Wiener Innenstadt starteten Gruppen junger und teilweise auch nicht mehr so junger Menschen nach kurzen Startkundgebungen am Samstagnachmittag in Richtung Stephansplatz. Dort war um 15 Uhr ihr Treffpunkt. Vor der Albertina im Schatten von Alfred Hrdlickas Mahnmal gegen Krieg und Faschismus hatten sich zuvor Leute versammelt und blickten auf ein Transparent der Grünen und Alternativen Student_innen: “1938 oder heute, Nazis wollen nichts Gutes Leute!” Anders ist die Szenerie in Döbling. Irgendetwas ist komisch, denkt sich Michaela M. (Name geändert, Anm.), als sie Samstag kurz nach 14 Uhr in die Heiligenstädter Straße tritt, um ihren Lebensgefährten abzuholen. In der Ferne sind Sprechchöre zu hören. Womöglich vom Fußballstadion auf der Hohen Warte, überlegt sich die Frau. Wenig später ist klar: In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft marschieren heute Faschisten und Neonazis. Am Nußdorfer Platz sieht sie schwarze Absperrungen und Rauch, vermutlich von bengalischen Feuern. Als sie später die Kahlenberger Straße hinunterfährt, laufen plötzlich mehrere Dutzend Rechtsextremisten links und rechts an ihrem Auto vorbei. “An der Beifahrerseite ist der Sellner vorbeigezischt” (…) Die Polizei schreibt dem STANDARD auf Anfrage, dass sich gegen 13.50 Uhr wohl etwas mehr als hundert Menschen versammelten. Ein Zeuge habe die Exekutive aufmerksam gemacht. Bei Ansicht eines Streifenwagens ging die Gruppe zum Nußdorfer Platz weiter, dann flüchteten deren Mitglieder in unterschiedliche Richtungen. “Durch die eingesetzten Kräfte konnten im Zuge einer Sofortfahndung einige Personen im Nahbereich angehalten werden und es wurden mehrere Identitätsfeststellungen durchgeführt”, heißt es von der Polizei. Transparente und Banner wurden sichergestellt. “Sehr gut”, sagt die ältere Dame Zurück in die Innenstadt: Am Luegerdenkmal fällt die geplante Rede aus, weil das Mikro nicht funktioniert. Doch die Stimmung ist gut. Die Info, dass sich Martin Sellner mit seinen rechtsextremen und neonazistischen Gästen nach Nussdorf “verziehen” musste, macht die Runde und finden alle gut. Man zieht durch Straßen Richtung Stephansdom und bekommt freundliche Blicke von Gehsteigen und aus Schanigärten, dort und da sogar einzelnen Applaus. Zwischendurch stimmt jemand “Siamo tutti antifascisti” an, ein paar skandieren mit, klatschen mit, dann wird es wieder ruhig.

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Sachsen-Anhalt Kampagne – “Taktisch Wählen 2026” will AfD-Mehrheit verhindern

Mit einem Online-Tool will die Kampagne “Taktisch Wählen 2026” vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt regionale Wahlempfehlungen geben, um kleinere Parteien über die Fünf-Prozent-Hürde zu bringen – und so eine absolute AfD-Mehrheit verhindern. Die Kampagne “Taktisch Wählen 2026” will mit regionalisierten Wahlempfehlungen eine absolute Mehrheit der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt verhindern. Die Initiatorinnen rufen dazu auf, Parteien wie SPD oder Grüne durch strategische Kreuze bei den Erst- und Zweitstimmen vor dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde zu bewahren. “Wir wollen demokratische Stimmen mobilisieren und so die rechtsextreme AfD stoppen!”, sagte Luise Band, Sprecherin der Kampagne, laut einer Mitteilung. Auf der Internetseite der Kampagne können Wählerinnen ihre Postleitzahl eingeben und sich anzeigen lassen, wie sie in ihrem Wahlkreis mit den beiden Stimmen am besten die Parteien unterstützen können, denen ein Ausscheiden aus dem Landtag droht. Das Tool greift den Angaben nach auf aktuelle Umfragedaten und vergangene Wahlergebnisse zurück.

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PARTEI RESERVIERT PLÄTZE IN BROCKENBAHN DER HSB – AfD auf dem Weg zum Brocken: Demonstranten empfangen Siegmund mit Buhrufen

Die AfD wollte eine Fahrt auf den Brocken als Wahlkampfaktion nutzen – das stößt in Wernigerode auf Protest. Mehr als 60 Demonstranten stellten sich Ulrich Siegmund entgegen. Währenddessen verweist die HSB auf strikte Vorgaben. Lautstarke Buhrufe und Sprechchöre empfangen Ulrich Siegmund am Freitagmorgen, 24. Juli, am Wernigeröder Bahnhof. „Wir wollen keine AfD!“, skandieren Demonstranten, während Sympathisanten den Spitzenkandidaten der als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei mit Umarmungen und Handschlägen begrüßen.

via volksstimme: PARTEI RESERVIERT PLÄTZE IN BROCKENBAHN DER HSB  AfD auf dem Weg zum Brocken: Demonstranten empfangen Siegmund mit Buhrufen

OXFAM, ASB, SPRACHSCHULE – „Bedenken hinsichtlich persönlicher Sicherheit“ – Mieter protestieren gegen möglichen AfD-Einzug

Die Gemeinschaft des Berliner Mietshauses, darunter Oxfam, der ASB und eine Sprachschule, hat sich wegen Bedenken der Sicherheit und des Arbeitsklimas an die Eigentümerin gewandt. Der Bundesverband der Partei selbst dementiert, sich an der Adresse einmieten zu wollen. Berichte über die Nutzung von Büroräumen durch die AfD sorgen in einem Berliner Mietshaus für Unruhe. Der Bundesverband der Partei selbst dementierte, sich an der Adresse am Köllnischen Park 1 einmieten zu wollen. Ein AfD-Sprecher sagte am Donnerstag auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd), er könne entsprechende Medienberichte nicht bestätigen. Insbesondere Hilfsorganisationen in dem Gebäude in Berlin-Mitte hatten sich zuvor besorgt gezeigt. Neben der Entwicklungsorganisation Oxfam Deutschland ist dort unter anderem der Berliner Landesverband des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) ansässig. Auch Büros der Berliner Stadtwerke GmbH und eine Sprachschule befinden sich dort. Über Pläne eines AfD-Einzugs hatten zuvor unter anderem die „Bild“ und die Berliner „taz“ berichtet. Mitglieder der Hausgemeinschaft haben sich nun schriftlich an die Eigentümerin des Gebäudes gewandt und um ein Gespräch gebeten, teilte der ASB-Berlin am Donnerstag auf Anfrage mit. „Uns ist sehr an einer Hausgemeinschaft gelegen, die ein gemeinsames Werteverständnis von Menschenwürde, Demokratie und Vielfalt teilt“, hieß es. Dem ASB zufolge „bestehen Bedenken hinsichtlich der persönlichen Sicherheit im gemeinsam genutzten Gebäude, des Arbeitsklimas sowie möglicher Beeinträchtigungen unserer Arbeit vor Ort“. Die Hilfsorganisation erwarte, dass die Eigentümerin die geäußerten Sicherheitsbedenken ernst nehme und angemessen adressiere. Sorge um Mitarbeiter Auch Oxfam zeigte sich alarmiert: „Wir sind überrascht und besorgt von den Medienberichten, dass Teile der AfD in das Gebäude ziehen sollen, in dem Oxfams Büroräume untergebracht sind“, hieß es in einer Stellungnahme. Oxfam stehe für Menschenrechte und demokratische Werte. Die in Teilen als rechtsextrem eingestufte Partei stehe den Werten und Zielen der Organisation entgegen. Oxfam sei daher in Sorge um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, „unseren Kiez und unsere freie, demokratische und weltoffene Gesellschaft“.

via welt: OXFAM, ASB, SPRACHSCHULE „Bedenken hinsichtlich persönlicher Sicherheit“ – Mieter protestieren gegen möglichen AfD-Einzug

Eklat um AfD-Kranz: Präses Latzel solidarisch mit Bonhoeffer-Großneffen – #AntifaIstHandarbeit

Bei einer Gedenkveranstaltung für NS-Widerstandskämpfer kam es zu einem Streit um einen AfD-Kranz. So reagiert der evangelische Präses Latzel. Nach dem Eklat um einen AfD-Kranz am Jahrestag des gescheiterten Stauffenberg-Attentats vom 20. Juli in Berlin zeigt sich der evangelische rheinische Präses Thorsten Latzel solidarisch mit dem Großneffen des NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke. Dieser habe versucht, einen Kranz der AfD bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag zu entfernen, schrieb Latzel am Dienstag, 21. Juli, auf Instagram. „Ganz ehrlich: Ich kann ihn so gut verstehen“, erklärte der oberste Repräsentant der zweitgrößten Landeskirche. Präses Latzel: „Einfach nur perfide“ Es müsse fürchterlich sein, wenn eine Partei, die insgesamt als rechtsextremer Verdachtsfall und in Teilen sogar als gesichert rechtsextrem durch den Verfassungsschutz eingeordnet werde, das Andenken an Familienmitglieder politisch instrumentalisiere, schrieb Latzel. Es sei „einfach nur perfide“, sich als AfD an der Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung zu beteiligen, wenn man im Gedankengut so nah an der völkischen Ideologie sei, gegen die die Widerstandskämpfer eintraten. Seine Gedanken seien bei den Familien der bei dem Gedenktag Bedachten, „insbesondere bei der Familie Dietrich Bonhoeffers und Tobias Korenke, der öffentlich einsteht für seine Überzeugungen“, erklärte Latzel weiter.

via kirche und leben: Eklat um AfD-Kranz: Präses Latzel solidarisch mit Bonhoeffer-Großneffen

siehe auch: STREIT UM AFD-KRANZ-NIEDERLEGUNG Präses Latzel hat Verständnis für Bonhoeffer-Großneffen Bei einer Gedenkveranstaltung für NS-Widerstandskämpfer kam es zu einem Streit um einen AfD-Kranz. Der rheinische Präses Latzel zeigte sich solidarisch mit dem Großneffen von Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke, der in das Handgemenge verwickelt war. Korenke habe versucht, einen Kranz der AfD bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag zu entfernen, schrieb Latzel am Dienstag auf Instagram. “Ganz ehrlich: Ich kann ihn so gut verstehen”, erklärte der oberste Repräsentant der zweitgrößten Landeskirche. Es müsse fürchterlich sein, wenn eine Partei, die insgesamt als rechtsextremer Verdachtsfall und in Teilen sogar als gesichert rechtsextrem durch den Verfassungsschutz eingeordnet werde, das Andenken an Familienmitglieder politisch instrumentalisiere, schrieb Latzel. Es sei “einfach nur perfide”, sich als AfD an der Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung zu beteiligen, wenn man im Gedankengut so nah an der völkischen Ideologie sei, gegen die die Widerstandskämpfer eintraten. (…) Die jährlichen AfD-Kranzniederlegungen im Bendlerblock “verletzen viele Angehörige der Frauen und Männer des Widerstands zutiefst”, hatte die Stiftung weiter erklärt. Vieles von dem, wofür die AfD stehe, stehe im Widerspruch zu den Überzeugungen, für die die Widerständlerinnen und Widerständler gegen das NS-Regime eingetreten seien.

Erfolg: Die Wahrheit über Müller

Alles AfD, oder was? Nach unserer bundesweiten Kampagne dürfte nicht nur uns klar sein: Theo Müller unterstützt die AfD. Diesen Erfolg feiern wir mit einem Rückblick und Bildergalerien. Von öffentlichen Freundschaftserklärungen für Alice Weidel (AfD) bis hin zum Vorschlag einer Koalition mit der AfD in Sachsen. Fakt ist: Müllermilch-Konzerngründer Theo Müller unterstützt die rechtsextreme AfD. Mit seinen Sympathiebekundungen normalisiert er die Partei immer wieder. Dadurch verharmlost ihre menschenverachtenden Positionen. Als im Sommer 2025 wieder ein Foto von Theo Müller an der Seite von Alice Weidel öffentlich wurde, starteten wir eine Aufklärungskampagne: Alle sollten die Wahrheit über Müller erfahren. Zusammen mit Aktiven demonstrierten wir vor Supermärkten in Lüneburg, Augsburg und Dresden. Über 100.000 Menschen bestellten unsere Stickerpakete und beklebten Müllermilch-Produkte im Supermarkt mit unseren Slogans: “Alles AfD, oder was?” und “Jetzt mit AfD-Geschmack”. Die Resonanz auf unsere Kampagne war so groß, dass wir noch einmal nachlegten. Deutschlandweit hängten wir 28.000 Plakate in 14 Städten auf. In 8 Städten erstrahlte unsere Botschaft riesengroß an Häuserfassaden. Dazu berichteten Zeitungen im ganzen Land über unsere Kampagne. Theo Müller sah sich gezwungen zu reagieren und zog gegen Campact vor Gericht. Allerdings scheiterte der Milliardär mit seiner Klage und musste schließlich zurückrudern. Mit dem gewonnenen Prozess sendeten wir ein politisches Zeichen, das weit über Müller hinaus weist: Wer Rechtsextreme unterstützt, muss mit unserem Protest rechnen.

via campact: Erfolg: Die Wahrheit über Müller

»Keine Angst«: Danger Dan und Igor Levit fordern Debatte über Rechtsextremismus

Nach dem ZDF-Eklat sind die Musiker in Berlin aufgetreten. In den letzten Tagen sei zu viel über die Ausladung und zu wenig über rechte Gewalt gesprochen worden. Die Musiker Danger Dan und Igor Levit haben nach dem abgesagten Auftritt im ZDF ein Ersatzkonzert gespielt und die Debatte der zurückliegenden Tage kritisiert. Es sei viel darum gegangen, ob die Ausladung angemessen gewesen sei, sagte Danger Dan im Columbia Theater in Berlin. Das sei aber nicht die entscheidende Frage, ergänzte Pianist Levit. Als eine Frage, die stattdessen diskutiert werden sollte, nannte Danger Dan: »Wie gehen wir um mit rechter Gewalt, die explosionsartig anwächst und immer brutaler wird?« Levit forderte zudem einen Fokus auf Hilfe für Menschen, die von rechter Gewalt bedroht werden und etwa Angst hätten, aus dem Haus zu gehen. (…) Man habe es »unzweifelhaft mit einer Gebrauchsanweisung zum linken, gewaltbereiten Widerstand zu tun«, sagte Intendant Norbert Himmler der Süddeutschen Zeitung. Dieser münde in freundliche Grüße an linksextreme, zum Teil rechtskräftig verurteilte Gewalttäter. Zugleich räumte Himmler Fehler beim Entscheidungsprozess ein. Danger Dan hatte bestritten, mit seinem Song zu Gewalt aufzurufen. Die beiden Musiker sprachen von einem Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisierte den Schritt als schwerwiegenden Eingriff in die redaktionelle Freiheit. Auch die Macher der Sendung kritisierten die Ausladung. Sie sprachen von einer »mutlosen« Entscheidung

via zeit: »Keine Angst«: Danger Dan und Igor Levit fordern Debatte über Rechtsextremismus