Der 48-jährige gebürtige Rumäne könnte in einer blauen Regierung Kultus- und Wissenschaftsminister werden. Uli hier, Uli da. Seit dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt hat Spitzenkandidat Ulrich Siegmund noch mehr Popstar-Status als schon zuvor. Er ist und bleibt das Gesicht jener Landespartei, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft worden ist. Inhaltlich aber zieht ein anderer die Fäden, der während des Wahlkampfes nicht so im Vordergrund stand: Hans-Thomas Tillschneider. Er ist das Mastermind hinter dem radikalen Regierungsprogramm der AfD, in dem Sätze wie jener stehen: “Dieser pervers-linke, radikal feministische und individualistische Ungeist zersetzt (…) nicht nur traditionelle Familien- und Rollenbilder, er leugnet und kriminalisiert selbst biologische Tatsachen.” Tillschneider selbst findet das Programm “moderat”. Dass die AfD gar nicht so extrem sei und etwa in der Migrationspolitik immer wieder missverstanden werde, macht er an seiner eigenen Person fest. Er selbst sei ja auch kein gebürtiger Deutscher und dennoch in der AfD aufgestiegen. (…) Der Verfassungsschutz von Sachsen-Anhalt beobachtet ihn seit 2020 und sieht ihn am ganz rechten Rand der AfD. Tillschneider gehörte dem mittlerweile offiziell aufgelösten völkisch-nationalistischen “Flügel” um Björn Höcke an, er hat Kontakte zur rechtsextremen Identitären Bewegung (IB) und nach Russland. Wladimir Putin ist für ihn “ein richtiger Mann mit gesundem Wertegerüst”.

via standard: Hans-Thomas Tillschneider, das Mastermind hinter dem radikalen AfD-Programm


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