Vor wenigen Monaten hat die AfD mit der “Generation Deutschland” eine neue Jugendorganisation gegründet. Das Innenministerium erkennt weder eine personelle noch eine inhaltliche Abgrenzung vom extremistischen Vorgänger “Junge Alternative”. Bei der neuen AfD-Jugendorganisation ist aus Sicht der Bundesregierung keine Mäßigung gegenüber ihrer aufgelösten Vorgängerorganisation zu erkennen. Das geht aus einer sogenannten Kleinen Anfrage im Bundestag hervor. Die Generation Deutschland (GD) wurde Ende November 2025 unter Protest aus der Zivilbevölkerung gegründet und trat die Nachfolge der vorherigen AfD-Jugendorganisation “Junge Alternative” (JA) an. Die JA hatte sich im März desselben Jahres aufgelöst, da ihr ein Vereinsverbot gedroht hatte. Zuvor hatte der Verfassungsschutz sie als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft. Das Verwaltungsgericht (VG) Köln hatte diese Einstufung bestätigt und festgestellt, dass die JA Stimmung gegen das Demokratieprinzip mache und gegen die Menschenwürde verstoße. Infolge der Einstufung distanzierte sich auch die AfD von ihrer damaligen Jugendorganisation. Die JA war als eigenständiger Verein nur lose an die AfD angebunden, sodass die AfD wenig Einfluss auf das Verhalten der JA hatte. Immer noch die gleichen Funktionäre Auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Marlene Schönberger schreibt das zuständige Innenministerium, die Zusammensetzung des Bundesvorstands der GD zeige besonders auf Funktionärsebene eine hohe personelle Kontinuität zur ehemaligen JA. Der ganz überwiegende Teil sei bereits Mitglied oder Funktionär bei der vorherigen Organisation gewesen, heißt es in dem Schreiben, über das zuvor der Spiegel berichtete. “Es sind Verbindungen von Mitgliedern der Generation Deutschland zu anderen extremistischen Organisationen bekannt”, heißt es weiter. Neben inhaltlichen Aussagen gebe es im Kontext der Gründungsveranstaltung Aussagen von Vorstandsmitgliedern, “die hervorheben, dass sich die GD im Vergleich zur JA nicht inhaltlich mäßigen, sondern an den bisherigen Inhalten festhalten” wolle.

via lto: Bundesinnenministerium – AfD-Jugend hat sich nicht gemä­ßigt

siehe auch: »Generation Deutschland« Neue Jugendorganisation liefert Belege für Verfassungsfeindlichkeit der AfD Radikal wie bisher und Verbindungen zu Extremisten: Die Bundesregierung sieht bei der neuen AfD-Jugend keine Mäßigung. Eine entsprechende Einschätzung liegt dem SPIEGEL vor. Die rechtsextreme AfD hatte ihre Nachwuchsorganisation umgebaut, um gleich mehrere Probleme zu lösen: Die »Generation Deutschland« sollte nicht nur leichter gemanagt werden können, sondern auch weniger radikal daherkommen als die »Junge Alternative« (JA), zumindest nach außen. Dadurch sollte sie besser geschützt sein vor staatlichen Maßnahmen, man sorgte sich etwa vor einem Verbot. Doch das Vorgehen war offenkundig zu durchsichtig und könnte der AfD noch schaden. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünenabgeordneten Marlene Schönberger erklärt das zuständige Bundesinnenministerium nun, dass es keine Mäßigung erkennen kann.