Nach seinem Auftritt in Russland zieht die Hamburger AfD die Reißleine: Robert Risch fliegt aus der Fraktion – ihm droht zudem der Rauswurf aus der Partei. Die AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft hat den Abgeordneten Robert Risch ausgeschlossen. Anlass ist seine Teilnahme an einer internationalen Konferenz in St. Petersburg, die laut Partei eine antidemokratische Ausrichtung hatte. Auch der Landesvorstand der AfD Hamburg hat ein internes Verfahren eingeleitet, das auf Rischs Ausschluss aus der Partei zielt. Bei der Veranstaltung gründeten rechtsextreme und teils neonazistische Gruppierungen am 12. September im Mariinski-Palast in St. Petersburg eine sogenannte “Internationale Anti-Globalistische Liga”, die laut Recherchen von Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL) unter dem Namen Paladine firmiert. Risch trat dort als Vertreter Deutschlands auf. Unter den Organisatoren waren der russische Oligarch Konstantin Malofejew und der als faschistisch geltende Ideologe Alexander Dugin – beide Unterstützer des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Medien enthüllen geheime Russlandreise Bekannt wurde Rischs Auftritt erst durch Recherchen des US-Auslandssenders RFE/RL, der Fotos der Veranstaltung auswertete. Auf den Aufnahmen war der AfD-Politiker hinter einem Schild mit der Aufschrift “Germany” zu sehen. Hier lesen Sie mehr dazu. Gegenüber seiner Fraktion hatte er seine Abwesenheit zuvor mit “privaten Gründen” erklärt.
via t-onöine: Teilnahme an rechtsextremer Konferenz Hamburger AfD wirft Abgeordneten Risch raus