Ein Mitarbeiter des CDU-Politikers Philipp Amthor war Teil einer Burschenschaft, die dem rechtsextremen Milieu nahesteht. Nach öffentlicher Kritik zog er nun Konsequenzen. Amthor betont die klare Trennlinie zur AfD. Der Büroleiter des CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor hat seine Mitgliedschaft in einer radikalen Studentenverbindung beendet. Das bestätigte Amthor dem SPIEGEL. Zuerst hatte der NDR berichtet. Die »taz« hatte zuvor offengelegt , dass der Mitarbeiter Amthors der Burschenschaft Markomannia Aachen in Greifswald angehört – einer Gruppierung mit engen Bezügen zur AfD, die unter anderem den bekannten Rechtsextremisten Martin Sellner zu einem Vortrag eingeladen hatte. Auch der AfD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Nikolaus Kramer, ist laut Landespolitikern Mitglied der Burschenschaft. Der CDU-Abgeordnete Amthor, der auch im Bundesdigitalministerium als Staatssekretär tätig ist, verteidigte zwar das Recht seiner Mitarbeiter auf private Lebensführung. Er fügte aber an, es sei völlig inakzeptabel, wenn Gruppierungen offenkundige Rechtsextremisten wie Martin Sellner salonfähig machten. Die Austrittserklärung seines Mitarbeiters sei daher notwendig und »Konsequenz einer längerfristigen Entwicklung dieser Vereinigung«, schrieb Amthor dem SPIEGEL. Der Mitarbeiter war nicht nur während des Studiums aktiv, sondern auch danach noch als »Alter Herr« Teil der Burschenschaft. Er ist CDU-Mitglied und in seinem Kreisverband Vorpommern-Greifswald für Mitgliederfragen zuständig.

via spiegel: Öffentlicher Druck Amthors Büroleiter tritt aus extrem rechter Burschenschaft aus

siehe auch: Amthor-Mitarbeiter verlässt Verbindung Bursche steigt aus Nach einem taz-Bericht zieht Digital-Staatssekretär Philipp Amthor die Notbremse. Sein Büroleiter muss die rechte Burschenschaft verlassen. Bislang schützte Staatssekretär Philipp Amthor (CDU) seinen Büroleiter, nachdem die taz über dessen Mitgliedschaft in einer extrem rechten Burschenschaft berichtete. Nun aber erklärte Amthor, Sandro M. sei nicht länger „Alter Herr“ der Verbindung Markomannia Aachen in Greifswald. Der langjährige Leiter seines Büros sei „inzwischen ausgetreten“, so Amthor am Dienstag gegenüber der taz. Am Montag hatte die taz auf die Mitgliedschaft in der Markomannia verwiesen. In der Burschenschaft aus Mecklenburg-Vorpommern ist auch der AfD-Landtagsfraktionsvorsitzende Nikolaus Kramer aktiv, sowie der rechtsextreme Publizist Martin Sellner als Referent geladen gewesen. Die Mitgliedschaft ordnete Amthor zunächst noch als „private Lebensgestaltung“ ein. Die politische Brisanz dürfte zum Nach- und Umdenken geführt haben. Die Markomannia legt ihre politische Ausrichtung fast gänzlich offen. Sie tritt ein für „Ehre, Freiheit, Vaterland“, beklagt „zeitgeistlichen Bildersturm“ gegen rechts-nationale Dichter, warnt vor Identitätsverlust und interessiert sich für „Remigration“. An Nazi-Jargon erinnernd, berichtet sie auf Social Media an eine „Ostlandfahrt“ ins heutige Polen: „Alljährlich fahren wir in die Ostgebiete, um am malerischen Dadaisee zu weilen, der vertriebenen Deutschen zu gedenken und die gefallenen Soldaten zu ehren, (…) die im Verteidigungskampf gegen die vorrückende Rote Armee fielen.“ Verschiedene Recherchen zu der schlagenden Verbindung von der Autonomen Antifa Freiburg und Team Webmoritz haben die Kontakte schon früh offenbart. Kritische Nachfragen der taz versuchte aber nicht nur Amthor herunterzuspielen, auch M. teilte mit, dass er sich nicht an der taz-Berichterstattung „beteiligen wird“.

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Von Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1918 – http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/kunst/untertan/, Gemeinfrei, Link