Nach dem Überfall auf eine Kundgebung der Initiative „Bad Freienwalde ist bunt“ werden dringend Zeugen gesucht. Es gibt offenbar einen Verdächtigen, der Kontakt zur rechten Szene haben soll. Das Dezernat Staatsschutz der Polizei hat eine Ermittlergruppe zur Aufklärung des Angriffs auf die Veranstaltung „Bad Freienwalde ist bunt“ am Sonntag (15. Juni) gebildet. Dort sollen maskierte Unbekannte kurz vor Start der Kundgebung auf Teilnehmer eingeschlagen haben. Mehrere Personen wurden verletzt. Bei der intensiven Zeugenbefragung im Nachgang der Veranstaltung habe ein Zeuge erklärt, dass er einen der Maskierten aus der Gruppe erkannt haben will, hieß es aus Kreisen des Staatsschutzes. Allerdings habe dieser Zeuge auf Nachfrage erklärt, dass er die Person, die er an der Augenpartie erkannt haben will, einen jungen Mann aus Märkisch-Oderland, eigentlich nur aus dem Internet kenne – eine dünne Beweislast. Der Name des jungen Mannes wird in sozialen Medien bereits in antifaschistischen Kreisen öffentlich gehandelt. Nach Angaben linker Portale soll er bereits in der Vergangenheit mit rechtsextrem motivierten Straftaten aufgefallen sein. Nach Überfall in Bad Freienwalde werden Zeugen gesucht Der Leiter der Ermittlungsgruppe erklärte auf Nachfrage, dass die genannte Person, der Heranwachsende aus Märkisch-Oderland, bei der weiteren Ermittlung zwar eine Rolle spiele. Ebenso dessen Verbindung zur rechtsextremen Kleinpartei III. Weg. Allerdings seien in der Bad Freienwalder Region eher Vertreter der ebenso rechtsextremen Nationalen Revolutionären Jugend (NRJ) aktiv, der Jugendorganisation des III. Weges. Sie verteilen vor allem in Berlin Flyer und Aufkleber und waren bislang nicht mit anderen Straftaten auffällig geworden, wie es aus Kreisen des Staatsschutzes hieß. Der Staatsschutz bittet weiter dringend Zeugen um Aussagen, um weitere Hinweise zu bekommen.

via moz: Angriff in Bad Freienwalde :Verdächtiger soll Kontakt zu rechtsextremer Szene haben

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