Lydia Funke ist AfD-Kreistagsabgeordnete in Sachsen-Anhalt, saß zuvor im Landtag. Nun arbeitet sie im Thüringer Umweltministerium von BSW-Mann Kummer. Lydia Funke schmähte politische Gegner als „vaterlandslose Gesellen“, kündigte kriminellen „Ausländern“ an, sie „rauszuschmeißen“. Seit knapp zehn Jahren fällt die AfD-Politikerin mit Sprüchen dieser Art auf, fünf Jahre davon auch als Landtagsabgeordnete in Sachsen-Anhalt. Nun hat die 42-Jährige einen neuen Job: als Referentin im Thüringer Umweltministerium, das vom BSW-Mann Tilo Kummer geführt wird. (…) Und Funke bewegte sich früh im radikalen Spektrum der AfD. So gehörte sie 2015 zu den Erstunterzeichnenden der „Erfurter Resolution“, dem damaligen Gründungsmanifest des AfD-„Flügels“, einem Sammelbecken von Parteiradikalen um Björn Höcke. Die Gruppierung wurde bereits 2020 vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft und löste sich danach formal auf. Prägende Akteure wie Höcke aber blieben einflussreich in der AfD. Die Personalie ist brisant, weil die AfD sowohl in Thüringen als auch Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz schon länger als gesichert rechtsextrem eingestuft ist – und dort einige der radikalsten Parteivertreter*innen aktiv sind. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hatte wiederholt Beamten und Angestellten des früheren AfD-„Flügels“ mit disziplinarrechtlichen Schritten gedroht. Es dürfe kein Toleranz für Extremisten im öffentlichen Dienst geben, so Maier.
via taz: Trotz AfD-Einstufung als rechtsextrem AfD-Abgeordnete in Thüringer BSW-Ministerium angestellt
siehe auch: Expertin für »Invasive Arten« AfD-Frau arbeitet in BSW-Ministerium Das Thüringer Umweltministerium wird vom BSW geführt. Doch nach SPIEGEL-Recherchen ist dort auch eine AfD-Politikerin tätig. Im Thüringer Umwelt- und Naturschutzministerium, das von BSW-Politiker Tilo Kummer geführt wird, arbeitet neuerdings eine rechtsextreme AfD-Politikerin: Lydia Funke ist Referentin für das Thema »Invasive Arten«. Funke war im Landesvorstand der AfD in Sachsen-Anhalt aktiv und als Abgeordnete für die rechtsextreme Partei fünf Jahre dort im Landtag. Aktuell sitzt sie für die AfD im Kreistag Burgenlandkreis, der eine gute Stunde von ihrem neuen Arbeitsplatz in Erfurt entfernt ist. In sozialen Netzwerken macht sie sich weiter für die AfD stark. Und schon 2015 unterzeichnete sie die sogenannte Erfurter Resolution, jenes Schreiben, mit dem sich der rechtsextreme »Flügel« rund um den Thüringer Landeschef Björn Höcke gründete. Funke war eine von nur 23 Erstunterzeichnern.
