Die Ziele waren hoch gesteckt: In Thüringen wollte die Werteunion regieren, gar den Ministerpräsidenten stellen. Bei der Landtagswahl scheiterte die Partei jedoch krachend. Zur anstehenden Bundestagswahl tritt die Werteunion im Freistaat nun nicht einmal an. Wo steht die Partei um den umstrittenen Ex-Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen jetzt? Die Partei Werteunion (WU) wird nicht zur Bundestagswahl am 23. Februar antreten. Von allen 14 Landesverbänden nehmen lediglich sechs an der vorgezogenen Bundestagswahl teil, obwohl die Werteunion ursprünglich mit Blick auf diese Wahl gegründet wurde und regelmäßig ein Ende der Ampel-Politik forderte. Neben dem Thüringer haben auch die anderen mitteldeutschen Verbände in Sachsen und Sachsen-Anhalt keine Liste aufgestellt. Mehr noch: Auch Bundesparteichef Hans-Georg Maaßen wird nicht wieder in Thüringen kandidieren. Laut einem Parteisprecher wird er den Wahlkampf der sechs aufgestellten Verbände jedoch “mit einer Vielzahl an Auftritten begleiten”. (…) Als Begründung dafür, dass die gesamte Thüringer Werteunion an der diesjährigen Bundestagswahl nicht teilnimmt, sagte Landesvorstand Hans Pistner MDR THÜRINGEN: “Nach dem erschöpfenden Landtagswahlkampf sind wir finanziell und personell noch nicht wieder voll einsatzfähig.” Bei der Landtagswahl im September 2024 hatte die Werteunion ein Zweitstimmen-Ergebnis von 0,6 Prozent erreicht und war damit deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.

via mdr: TRITT NICHT ZUR WAHL AN Vorstand ausgetauscht und kein Geld: Was aus der Werteunion in Thüringen wurde

Bemalter Abfalleimer in Uetersen
Von Huhu UetEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link