Die Eichsfelder Polizei ist seit Freitag im Einsatz wegen eines angekündigten Treffens der Reichsbürgerszene. Anhänger aus ganz Deutschland sind am Samstag angereist. Um einer geplanten Veranstaltung der Reichsbürgerbewegung am Samstag im Eichsfeld entgegenzuwirken, führte die Polizeiinspektion bereits seit Freitag umfangreiche Einsatzmaßnahmen durch. Die Landespolizeiinspektion Nordhausen arbeitete eng mit der Polizeiinspektion Eichsfeld und den lokalen Behörden zusammen, um den Einsatz zu koordinieren. Versuche der Reichsbürger, eine Örtlichkeit in Siemerode für ihr Treffen zu mieten, scheiterten, da kein Mietvertrag zustande kam. Der Gastwirt leitete vergangene Woche rechtliche Schritte gegen den bereits geschlossenen Mietvertrag ein. Er sah sich „arglistig getäuscht“, da es nach seiner Darstellung nicht ersichtlich war, dass es sich bei dem Mieter um Personen aus der Reichsbürger-Szene handelte. Der Mietvertrag sei für eine private Veranstaltung abgeschlossen worden. Als klar wurde, mit wem er es zu tun hat, wurde der Vertrag mit anwaltlicher Hilfe rückgängig gemacht. Am Samstag verstärkte die Polizei ihre Kontrollen und konnte feststellen, dass bereits bis zum Mittag Anhänger der Reichsbürgerszene aus Deutschland im Landkreis anreisten. Versammlungsbehörde genehmigt Kundgebung auf Friedensplatz Rund 150 Anhänger und Sympathisanten der Reichsbürgerbewegung versammelten sich gegen 13 Uhr am Marktplatz von Heiligenstadt und zogen zum Friedensplatz. Nach Gesprächen mit der Versammlungsbehörde gab es grünes Licht für eine Kundgebung, an der in der Spitze etwa 170 Personen teilnahmen.

via thüringer allgemeine: Reichsbürger ziehen durch Heiligenstadt und halten Kundgebung ab