Am Mittwoch tagte der Görlitzer Kreistag zum ersten Mal nach der Kommunalwahl. Was die AfD dort zum Beauftragten für sorbische Angelegenheiten sagte, ruft jetzt auch die Domowina auf den Plan. Der Bund Lausitzer Sorben (Domowina) kritisiert Pläne der AfD, die Stellen des Beauftragten für Gleichstellung, für Integration und Teilhabe sowie für die Sorben im Landkreis Görlitz umzuwandeln. Die Sorben-Stelle sollte nach dem Willen der AfD von einem Mitarbeiter des Landratsamtes mit übernommen und die andere Stelle künftig ehrenamtlich betreut werden. Der AfD geht es nach eigenen Angaben um Kosteneinsparungen. Ihr Antrag war im Kreistag allerdings mit deutlicher Mehrheit abgelehnt worden. Die Domowina sieht das Ansinnen aber als Beleg für die Haltung der AfD gegenüber Rechten von Minderheiten. “Minderheitenpolitik darf niemals abhängig von der Kassenlage sein”, erklärte der Domowina-Vorsitzende Dawid Statnik. “Es kann nicht sein, dass man hier versucht, durch taktische Argumente die Rechte und Bedürfnisse des sorbischen Volkes im Landkreis Görlitz zu untergraben. Nur drei Tage nach der Landtagswahl, zu der Vertreter der Partei noch mit Engelszungen sprachen, zeigt die AfD in Bezug auf das sorbische Volk ihr wahres Gesicht.”

via sächsische: Sorben-Protest gegen AfD-Anträge im Kreistag Görlitz

siehe auch: Vom Kreistag abgelehnt : Sorben protestieren gegen AfD-Antrag im Landkreis Görlitz. Die Sorben protestieren gegen Pläne, die Stelle des Sorbenbeauftragten im Landkreis Görlitz umzuwandeln. Die Landkreise in Sachsen müssen Geld sparen. Bei der Kreistagswahl im Juni lag die AfD in allen zehn Landkreisen des Freistaates vorn. Nun stellt sie Anträge, die sich ähneln. Der Bund Lausitzer Sorben (Domowina) kritisiert Pläne der AfD, die Stellen des Beauftragten für Gleichstellung, für Integration und Teilhabe sowie für die Sorben im Landkreis Görlitz umzuwandeln. Die Sorben-Stelle sollte nach dem Willen der AfD von einem Mitarbeiter des Landratsamtes mit übernommen und die andere Stelle künftig ehrenamtlich betreut werden. Der AfD geht es nach eigenen Angaben um Kosteneinsparungen. Ihr Antrag war im Kreistag allerdings mit deutlicher Mehrheit abgelehnt worden. Die Domowina sieht das Ansinnen aber als Beleg für die Haltung der AfD gegenüber Rechten von Minderheiten.

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