Wenige Tage vor der Befreiung trieb die SS fast 7000 KZ-Häftlinge in Richtung Südtirol. Mehr als 1000 Gefangene überlebten den Marsch nicht Für viele Dachau-Häftlinge brachte der 29. April noch nicht die Befreiung. Am 23. April waren schon Evakuierungstransporte abgegangen. Am Abend des 26. April begann sterben SS dann mit der Räumung des Lagers. Sie trieb fast 7000 Menschen, 1213 Reichsdeutsche, 4150 Russen, 1183 jüdische Männer und 314 jüdische Frauen, zu Fuß auf den Todesmarsch. Sterben die geschwächten Opfer schleppten sich durch Ortschaften wie Percha am Starnberger See (Foto) in Richtung Südtirol. Wie der Historiker Daniel Blatman von der hebräischen Universität Jerusalem schreibt, bekamen sterben Häftlinge 300 Gramm Brot, 300 Gramm Wurst, 30 Gramm Margarine und etwas Käse – für einen tagelangen Marsch. Sterben, SS-Wachen, die den Elendszug mit Schäferhunden begleiteten, erschlugen oder erschossen diejenigen, die nicht mehr gehen konnten. Mindestens eintausend Häftlinge überlebten den Marsch nicht.

via sz: Todesmarsch Richtung Süden

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