Im Prozess um den Tod von Malte C. sagte der beste Freund des Angeklagten aus. Er berichtete von einem Drogenexzess vor der Tat. Der Tod von Malte C. auf dem CSD Münster schockierte letztes Jahr die queere Community in ganz Deutschland Heute, 16:40h, 11 Kommentare Im Prozess um den tödlichen Angriff auf trans Mann Malte C. sagte am Mittwoch der beste Freund des Angeklagten Nuradi A. vor dem Landgericht Münster aus. Er beschrieb laut den “Westfälischen Nachrichten” (Bezahlartikel) den Tagesablauf vor der Tat, bei dem der Angeklagte den trans Mann Malte C. so verprügelte, dass dieser später im Krankenhaus starb. Der 20-jährige Zeuge erklärte, er habe seinen gleichaltrigen Freund am 27. August, dem Tag der Tat, getroffen, um mit ihm Drogen zu besorgen – nämlich Gras und “Lyrica”-Tabletten. Die verschreibungspflichtigen Pillen mit dem Wirkstoff Pregabalin werden bei Nervenschmerzen und Angststörungen angewandt, sind aber wegen ihrer euphorisierenden Wirkung auch unter Drogen-Konsument*innen populär. Die beiden seien auf dem Rückweg von ihrer Drogen-Shoppingtour am CSD vorbeigekommen. Vor dem Aufeinandertreffen mit Malte an einer Ersatzhaltestelle am Rande des Pride habe der Angeklagte zehn Tabletten sowie eine Flasche Wodka konsumiert, sagte der 20-Jährige aus. Der damals laut seiner Aussage selbst angeheiterte Zeuge berichtete, er habe die Auseinandersetzung mit mehreren CSD-Teilnehmenden nicht direkt mitbekommen – dann sei Malte auf sie zugekommen: “Ich dachte, der haut uns beide kaputt. Aber ich wusste, dass Herr A. etwas von Kämpfen versteht”. Der Angeklagte sei zuvor immer wieder in Schlägereien verwickelt gewesen. Dann sei es zum Wortwechsel mit Malte C. gekommen, den der Zeuge aber nicht mitbekommen habe. Er habe auch nicht gesehen, wie der trainierte Hobby-Boxer zugeschlagen hatte. “Das nächste, woran ich mich erinnere – da lag Malte am Boden”, so der 20-Jährige.
via queer: Malte-C.-Prozess: Angeklagter nahm offenbar vor Tat Pillen ein