Immer wieder gab es in der Vergangenheit Spekulationen über ukrainische Militäraktionen in Russland. Bei der Diskussion um Langstreckenraketen und andere schwere Waffensysteme ist ein möglicher Angriff auf Ziele in Russland immer wieder Thema. Zuletzt warnte der ukrainische Geheimdienstchef, Kyrylo Budanov, Moskau vor Angriffen „tiefer und tiefer im eigenen Land“, wie der US-Sender ABC News berichtet. Zuvor gab es Angriffe auf Flugfelder auf dem Territorium der russischen Föderation. Ein Journalist der englischen Zeitung The Guardian, konnte jetzt mit Soldaten einer Spezialeinheit sprechen, die sich zu Sabotageakten in Russland bekannt hat. Die Einheit nennt sich selbst die „Bruderschaft“. In Kiew hatte Daniel Boffey die Möglichkeit, mit zwei Soldaten und dem Kommandanten einer Spezialeinheit zu sprechen. Technisch gesehen gehört die Truppe nicht dem ukrainischen Militär an. Das macht es der ukrainischen Regierung möglich, sich von den Aktionen der freiwilligen Soldaten zu distanzieren. „Für uns ist es sehr einfach, die russische Grenze zu überqueren“, sagte der erst 21-jährige Vladyslav gegenüber dem Guardian. Diese Botschaft ist der Grund, warum sich die Militärs überhaupt auf das Interview eingelassen haben. Ukraine-Krieg: Brandanschläge und Sabotage in Russland Widerstand und Protest gegen den Angriff auf die Ukraine, ist in Russland nicht ungefährlich. Wer erwischt wird, muss mit drakonischen Strafen rechnen. Doch gibt es immer wieder auch Berichte über Sabotageakte, wie Brandanschläge und ähnlichem. „Ich weiß mit Sicherheit, dass einige Menschen in Russland bereit sind, den Ukrainern zu helfen“, so Taras (23) im Interview mit The Guardian. Zuvor hatte er geschildert, wie die Einheit Sprengstoff auf russischen Gebiet abgelegt hatte. Russland versucht immer wieder gegen Saboteure auf ihrem Staatsgebiet vorzugehen, dabei werden teils auch Unbeteiligte getötet. Am 23. November 2022 hatte der russische Geheimdienst FSB die Tötung von drei mutmaßlichen Saboteuren bekannt gegeben. Sie sollen Anschläge auf die Energieinfrastruktur der Stadt Woronesch geplant haben, wiedas ZDF berichtet. Später stellte sich heraus, dass es sich bei den angeblich Saboteuren wohl um verkleidete Gaming-Fan handelte, die zur lokalen Softair-Waffen-Community gehörten.

via fr: Die „Bruderschaft“ agiert im Ukraine-Krieg auch hinter der russischen Grenze

Categories: Rechtsextremismus