In Österreich eskaliert die Corona-Lage immer weiter. Das Virus macht einen normalen Alltag mittlerweile unmöglich. Ein Lagebild aus Salzburg, wo bereits Triage-Teams benannt werden. In Salzburg ist die Sieben-Tages-Inzidenz der Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche von knapp 1094 auf 1719 am Donnerstag in die Höhe geschnellt. Die Kliniken sind am absoluten Limit. Schon zu Beginn der Woche hatte Österreich neue Beschränkungen beschlossen: Die 2G-Regel – geimpft oder genesen – gilt in weiten Teilen des öffentlichen Lebens, ausgenommen sind nur Lebensmittelläden, Apotheken und Ähnliches. Und für Ungeimpfte gilt eine Ausgangssperre – sie dürfen die Wohnung nur für den Weg zur Arbeit, zum Lebensmitteleinkauf und für die „körperliche Erholung“ verlassen, wie es vom Gesundheitsministerium heißt. (…) Das alles weist doch auch sehr auf Deutschland und an das, was bevorstehen könnte. Ist Österreich der Bundesrepublik zwei, drei Wochen voraus? Die Impfquoten liegen bei deutlich unter 70 Prozent ähnlich niedrig, die Anzahl der hartnäckigen Impfgegner dürfte in etwa gleich sein, deren Begründungen für ihre Realitätsverweigerung unterscheiden sich nicht (…) In Salzburg wird Triage vorbereitet. „Die Planungen zur Triage in den Spitälern schockiert die Leute richtig“, beobachtet Harald Kratzer vom Sternwirt. Die Menschen in Salzburg und Umgebung würden nur mehr wenig rausgehen. Triage – das ist die medizinische Katastrophe. Es ist die Entscheidung darüber, welche Intensivpatienten bei Knappheit ein benötigtes Bett bekommen und welche nicht. Oftmals ist es eine Entscheidung über Leben und Tod. Die Kliniken im Land Salzburg haben nun ein sechsköpfiges Team benannt, das dies bestimmt, wenn es notwendig ist. So etwas gab es noch nie. Paul Sungler, Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken, spricht von einer „Notstandsversorgung“.

via rnd: „Jetzt reißt es uns wieder alles weg“: Die Salzburger Corona-Katastrophe

Categories: AllgemeinDienste