2020 bestritt Alice Weidel, der Geschäftsmann Friedel Opitz sei für sie tätig gewesen. Nun belegen Kontounterlagen: Ihr AfD-Kreisverband überwies dem umstrittenen Berater rund 1900 Euro. Der Kreisverband von AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel hat Geld an einen umstrittenen Politikberater überwiesen. Das geht aus Kontounterlagen hervor, die dem Recherchezentrum Correctiv, dem ARD-Politikmagazin »Kontraste« und dem SPIEGEL vorliegen. Demnach flossen von einem AfD-Wahlkampfkonto, auf dem auch illegale Spenden aus der Schweiz eingingen, im Oktober 2017 rund 1900 Euro an den Berliner Geschäftsmann Friedel Opitz. Opitz tritt unter anderem als Experte für »Krisenmanagement« auf und verfügte über Bundestagsvisitenkarten, die ihn als »Strategischen Berater« Weidels auswiesen. Wiederholt war er im Visier der Justiz: Im Februar klagte ihn die Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen des Verdachts auf gemeinschaftlichen Betrug an, es geht um fragwürdige Fahrzeugfinanzierungen. Zum Vorwurf der Anklage nahm Opitz auf Anfrage inhaltlich keine Stellung; auch zu etwaigen Geschäftsbeziehungen zur AfD oder zu Weidel äußerte er sich nicht. Weidel dementierte Geschäftsbeziehungen mit Opitz. Als das ARD-Magazin »Kontraste« die Chefin der AfD-Bundestagsfraktion Anfang 2020 zu ihren Kontakten zu dem Politikberater befragte, gab sie sich ahnungslos.

via spiegel: Geld »retourniert« – Weidels AfD-Kreisverband bezahlte umstrittenen Berater.

siehe auch: Weidel-Kreisverband zahlte an dubiosen Berater. Der Kreisverband von AfD-Spitzenkandidatin Weidel hat Geld an einen justizbekannten Berliner Geschäftsmann überwiesen. Weidel bestreitet, dass der Mann für sie tätig gewesen ist. Der AfD-Kreisverband Bodenseekreis, Heimatverband der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel, hat Geld an einen dubiosen Politikberater überwiesen. Das geht aus Kontounterlagen hervor, die dem ARD-Politikmagazin Kontraste, dem Recherchezentrum Correctiv und dem “Spiegel” vorliegen. So flossen von einem Konto des Verbands im Oktober 2017 rund 1900 Euro unter dem Betreff “RG 359/2017” an den Berliner Geschäftsmann O. Bemerkenswert ist die Zahlung der AfD an den Unternehmer vor dem Hintergrund, dass Kontraste Weidel im Januar 2020 gefragt hatte, ob der Geschäftsmann O. für sie als Berater tätig gewesen sei. Weidel hatte dies verneint und darauf verwiesen, dass sie lediglich freundschaftliche Beziehungen zu O. unterhalte. Zur Frage, warum der Geschäftsmann über Bundestags-Visitenkarten verfügte, auf denen er als “strategischer Berater” Weidels firmierte, erklärte Weidel jetzt, ein ursprünglich geplantes Beratungsverhältnis sei nicht zu Stande gekommen. O. habe “allerdings von meinem Büro bereits im Vorfeld Visitenkarten erhalten, die er vernichten sollte”, so Weidel.  Bis November 2019 hatte der Unternehmer, der auch als “Krisenmanager” firmiert, auf seiner Website noch angegeben, er sei “für zahlreiche Bundestagsabgeordnete der größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag” tätig. Größte Oppositionsfraktion war damals wie heute die AfD-Fraktion. Weiter hieß es auf seiner Website, er sei “direkter Berater der Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag”. Später änderte er die Passage und schrieb, er arbeite für zahlreiche Bundestagsabgeordnete diverser Parteien – um welche es sich dabei handelt, wollte der Politikberater auf Kontraste-Nachfrage nicht beantworten. Auf die Frage, was der Grund für die Zahlung des Betrags an O. gewesen sei, teilte Weidel dem “Spiegel”, Correctiv und Kontraste mit: “Herr O. (Name von der Redaktion gekürzt) hatte sich damals um einen Mietwagen gekümmert, den ich für die Absolvierung meiner Wahlkampfauftritte und Medientermine vor der Bundestagswahl 2017 benötigte. Der Betrag, den er dafür vorgestreckt hatte, wurde ihm von der Kreispartei retourniert.”Ob es weitere Zahlungen an den Geschäftsmann gegeben hatte, wollte ein Sprecher Weidels weder bestätigen noch ausschließen.

Visitenkarte Opitz;Bild Twitter.
Categories: Rechtsextremismus