Rechtspopulist Flávio Bolsonaro flieht nach der verlorenen Präsidentschaftswahl aus Brasilien in die USA und richtet sich dort für einen längeren Aufenthalt ein. Seine Betrugsvorwürfe stoßen auch im eigenen Lager auf Widerspruch. Nach seiner illegalen Ausreise in die USA stößt Brasiliens unterlegener Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro mit unbelegten Wahlbetrugsvorwürfen auf Kritik im eigenen politischen Lager. “Niemand hat den Brief gebilligt”, sagte der Vorsitzende seiner rechten Partei PL, Valdemar Costa Neto, über ein Schreiben Bolsonaros, in dem dieser den Vorwurf des Wahlbetrugs erhebt. Nicht einmal sein Vater, der wegen eines versuchten Putsches zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilte Ex-Präsident Jair Bolsonaro, habe von der Ausreise seines Sohnes gewusst, klagte Costa Neto weiter. Bolsonaro war trotz Aufforderung, seine Pässe abzugeben, in die USA geflohen. In der Heimat laufen Ermittlungen gegen ihn wegen Geldwäsche. Nach Recherchen der “New York Times” hatte Jason Miller, Kommunikationsmitarbeiter des Weißen Hauses, einen Privatjet für die Flucht nach Miami organisiert. Die Einreiseerlaubnis ordnete US-Präsident Donald Trump an. Nach Angaben der Zeitung will sich Bolsonaro um eine Greencard bemühen, um dauerhaft in den USA zu bleiben.
via t-online: Illegale Ausreise Trump organisiert Privatjet für Bolsonaro – Parteispitze reagiert
siehe auch: Wahlniederlage in Brasilien Bolsonaro stößt nach Ausreise auf Kritik im eigenen Lager Nach seiner heimlichen Ausreise in die USA stellt Brasiliens Wahlverlierer Flávio Bolsonaro das Wahlergebnis infrage. Selbst Verbündete weisen seine Betrugsvorwürfe zurück. Nach seiner Ausreise in die USA stößt Brasiliens unterlegener Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro mit seinen unbelegten Wahlbetrugsvorwürfen auf Kritik im eigenen politischen Lager. »Niemand hat den Brief gebilligt«, sagte der Vorsitzende seiner rechten Partei PL, Valdemar Costa Neto. Nicht einmal sein Vater, der wegen eines versuchten Putsches zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilte Ex-Präsident Jair Bolsonaro, habe von der Ausreise seines Sohnes gewusst, sagte Costa Neto nach einem Besuch beim ehemaligen Staatschef. Bolsonaro hatte nach seiner Wahlniederlage gegen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva einen offenen Brief veröffentlicht, in dem er die Wahl als »abscheulichen Wahlbetrug« bezeichnete und sich zunächst zum »wahren« und »gewählten Präsidenten« des größten und wirtschaftsstärksten Landes in Lateinamerika erklärte. Später änderte er die Formulierung in »Anführer« Brasiliens, hielt aber an seinen Vorwürfen fest. Belege für Wahlbetrug legte er nicht vor. Die Wahlbehörde bestätigte Lulas Sieg mit 51,8 Prozent der Stimmen gegen 48,2 Prozent für Bolsonaro.
0 Comments