Extrem rechte Verlage, AfD-Politiker, ein russischer Propagandist: Die zweite Büchermesse zeigt, dass die Szene selbstbewusster auftritt. Dieses Jahr soll alles noch größer werden, noch mehr Aussteller, noch mehr Fläche. Die zweite Auflage der Büchermesse „Seitenwechsel“ will sich ausbreiten, das bewirbt Susanne Dagen seit Wochen. Die Dresdner Buchhändlerin ist die Veranstalterin des Events, das am 7. und 8. November in Halle stattfinden soll. Die Stadt in Sachsen-Anhalt dürfte damit erneut eines der größten Vernetzungstreffen der rechten Szene erwarten. Einige Wochen, nachdem die AfD stärkste Partei bei den Landtagswahlen wurde. Kurz bevor ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund im Dezember bei der Ministerpräsidenten-Wahl antreten will. Gegenstimmen und Protest dazu? Bisher spärlicher als im vergangenen Jahr. „Rund 100 Veranstaltungen, 150 Aussteller und voraussichtlich 10.000 Besucher“, das sind die Größenordnungen, mit denen Susanne Dagen dieses Jahr plant, so erzählte sie es kürzlich der rechtsnationalen Zeitung „Junge Freiheit“. Die gehört ebenfalls zu den Ausstellern, nicht zu den radikalsten. Angekündigt sind Verlage und Politiker aus dem gesamten konservativen, rechten und rechtsextremistischen Spektrum, Publizisten aus der esoterischen Szene und Querfront-Aktivisten. Das Ganze wird erneut Gäste aus dem ganzen Land anziehen.
via morgenpost: Die rechte Szene baut ihr Netzwerk aus – und trifft sich in Halle zur Buchmesse Halle
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