Altkanzler Gerhard Schröder hat einen neuen Spitzenjob in Moskau angenommen – und mit Kremlchef Putin dessen 74. Geburtstag gefeiert. Das sorgte für massive Kritik aus der deutschen Politik. Während Russland die Ukraine mit schweren Angriffen überzieht, feiert Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit Wladimir Putin dessen Geburtstag in Moskau. Der russische Präsident habe am Mittwochmorgen aus den Medien von Schröders Anwesenheit in der russischen Hauptstadt erfahren, teilte der Kreml bei Telegram mit. Daraufhin habe er „seinen alten Freund zu sich nach Hause eingeladen“, hieß es weiter. Dazu veröffentlichte der Kreml ein Foto, auf dem Schröder auf der Geburtstagsparty lächelnd mit Putin vor einem Kachelofen in dessen Residenz posiert. Möglicherweise handelt es sich um das mit Flugabwehrtürmen gesicherte Anwesen Putins am Waldaisee, wie das unabhängige russische Medium „Proekt“ vermutet. Putins „Geburtstagsgeschenk“ war ein massiver Luftangriff Zeitgleich führte Russland in der Ukraine erstmals in diesem Herbst einen der gefürchteten kombinierten Angriffe mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Kampfdrohnen durch. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach danach von mindestens 25 Toten und über 100 Verletzten und bezeichnete den Angriff als ein „Geburtstagsgeschenk für Putin“.
via tagesspigel: „Der nützlichste Idiot unter der Sonne“: Scharfe Kritik für Schröders Teilnahme an Putins Geburtstagsfeier
siehe auch: Altkanzler Schröder bei Putin “Eine Schande sondergleichen” Kopfschütteln, Wut, Empörung: Der Besuch von Altkanzler Schröder bei Putins Geburtstag in Moskau stößt in Berlin auf Unverständnis. Zum wiederholten Mal irritiert der 82-Jährige mit seiner Nähe zum Kremlchef. Das Wort von der Schande, es macht in Berlin die Runde. Die Empörung über Ex-Kanzler Gerhard Schröder ist groß – angefangen ganz oben im Kanzleramt. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer formuliert, was Bundeskanzler Friedrich Merz über einen seiner Vorgänger denkt: “Der Bundeskanzler ist über das Treffen von Herrn Schröder mit dem russischen Präsidenten Putin zutiefst empört.”Empört auch, weil dieser Wladimir Putin für Tausende Tote verantwortlich sei, für unermessliches Leid in der Ukraine. Kopfschütteln, dass ein Ex-Kanzler da mit Putin dessen 74. Geburtstag in Moskau feiert. “Der Bundeskanzler empfindet es vor diesem Hintergrund als geradezu unmoralisch, dass Herr Schröder an einem solchen Tag mit Herrn Putin feiert.”Kopfschütteln bei der SPD”Völlig inakzeptabel” – das fällt dem SPD-Vizekanzler Lars Klingbeil ein. Bei der SPD kollektives, resigniertes Kopfschütteln über den Mann, den sie vergeblich aus ihrer Partei werfen wollten und ihn seither – so gut es eben geht – ignorieren. Bis zur Stunde gilt, was die heutige Co-Vorsitzende Bärbel Bas so formulierte: “Am Ende so ein politisches Erbe auch selbst zu zerstören, finde ich einfach nur traurig.”Die Grüne Katrin Göring-Eckhart ist nicht traurig, sondern wütend. Sie schreibt von einer Schande, einem Verrat an Europa, einem Bärendienst für den Frieden.Nicht die erste gemeinsame GeburtstagspartyNoch deutlicher wird die FDP-Politikerin und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Europaparlaments, Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Sie nennt den 82-jährigen Schröder Deutschlands frechsten Rentner und schreibt: “Zu krank für Untersuchungsausschüsse (ganz schlimmer Burnout), aber für gut dotierte Mandate in Russland und Geburtstagsparty zuhause bei Kriegsverbrecher Putin reichts dann doch noch. Eine Schande sondergleichen.”Da ist sie dann wieder: die Schande. Wenig ist über den Geburtstagsbesuch bekannt. Ein Bild zeigt Schröder händeschüttelnd mit Putin. Es ist nicht die erste gemeinsame Geburtstagsparty der beiden. Zu Schröders 60. reiste einst Putin mit einem Kosakenchor in Hannover an. Den 70. feierte Schröder schlittenfahrend in Sankt Petersburg.
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