Beim Projekt „Demokratie, was geht?“ stehen marginalisierte Jugendliche selbst hinter und vor der Kamera. Im Wiener Stadtkino präsentierten sie zwei Kurzfilme, die von Rassismus, Polizeigewalt und ihrem eigenen Alltag erzählen. (…) Ziel des gesamten Projekts ist es, Menschen, die normalerweise keinen Platz in der oft sehr elitären Kulturbubble haben, mit einzubeziehen. „Die Idee ist es, den Jugendlichen einen Rahmen zu geben, an dem sie wachsen können“, erzählt Fabian Reicher, Sozialarbeiter. Eine Mischung aus Streetwork und Filmemachen. Kennengelernt haben Reicher und seine Kollegen die Protagonisten der Filme auf der Straße – etwa in den großen Gemeindebausiedlungen am Wiener Schöpfwerk oder Rennbahnweg.  In den Kurzfilmen greifen die Jugendlichen vor allem Erlebnisse auf, die viele von ihnen selbst gemacht haben. So erzählt die Komödie „Die Agentur“ von einer Gruppe junger Menschen mit Migrationsgeschichte, die rassistischen Personen Streiche spielen. Der Actionfilm „Im Schatten von Wien 2“ wiederum setzt sich mit Polizeigewalt und Racial Profiling auseinander. Persönliche Erfahrungen flossen dabei direkt in die Drehbücher ein.

via profil.at: Polizeiwillkür und Rassismus: Jugendliche bringen ihre Geschichten ins Kino

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