Energiepolitische Offensive: Die AfD attackiert den Ausbau der erneuerbaren Energien – und begründet das vor allem mit Naturschutz. Tatsächlich geht es der Partei um eine fundamentale Wende. Zudem beruft sie ein „Windkraft-Symposium“ ein. AfD-Chefin Alice Weidel sorgte im vergangenen Jahr mit ihrem Ruf nach einem Abriss der „Windmühlen der Schande“ bei Politik und Wirtschaft für Empörung. Nun legt die AfD nach: Mit Anträgen im Bundestag und einem eigenen „Windkraft-Symposium“ nimmt sie erneut die erneuerbaren Energien ins Visier. Am Freitag standen im Bundestag fünf Anträge der Fraktion zur Beratung auf der Tagesordnung — alle mit einem Ziel: dem Ausbau der erneuerbaren Energien ein Ende zu setzen. Die offizielle Begründung lautet, man wolle Kommunen, Landschaft und Natur schützen. Besonders um die Insektenbiomasse und -vielfalt sorgt sich die Fraktion, auch ein Fledermaussterben soll verhindert werden. „Es geht ihnen in Wirklichkeit doch nicht um Artenvielfalt. Es geht ihnen darum, Zweifel zu sähen, Angst zu schüren und am Ende wieder dort zu landen, wo sie immer landen: bei ihren ewiggestrigen energiepolitischen Fantasien“, warf der CDU-Abgeordnete Klaus Mack im Plenum der AfD vor. Philipp Rottwilm von der SPD scherzte, es sei „amüsant, wenn die AfD über Nacht zur Naturschutzpartei wird“. In der Rede der AfD-Abgeordneten Carolin Bachmann wurde dann deutlich, worum es eigentlich ging: „Es war ein schwerer Fehler, 17 sichere Kernkraftwerke abzuschalten“, sagte sie. Etwa eine Stunde und 20 Minuten wurde im Plenum darüber debattiert — offenbar zu wenig für die Partei.
via welt: AFD VS. ERNEUERBARE ENERGIEN „Windmühlen der Schande“ reloaded

Von User:Adl252 – File:Windpark Jüchen A44n 2021-09-12 03.jpg, CC BY-SA 4.0, Link