Nach der Schweiz und Italien nun Norwegen: Eine AfD-Abgeordnete reist durch Europa, um Werbung für die Vorstellungen von “Remigration” zu machen. Sie steht in der ersten Reihe der AfD, wenn es um den selbst in der Partei umstrittenen Begriff “Remigration” geht. Die Brandenburger Abgeordnete Lena Kotré ist unter anderem deshalb jetzt vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft worden. Mit ihrer Mission hat sie nun in Norwegen Aufregung ausgelöst. Die norwegische Öffentlichkeit diskutiert geplante Auftritte von Kotré in Oslo. Oslos Bürgermeisterin Anne Lindboe ging schon vor dem Auftauchen von Kotré an die Öffentlichkeit: “Es tut weh, wenn Kräfte von außen hierherkommen, um Rassismus, Hass und Polarisierung zu verbreiten”, schrieb die Politikerin der Mitte-Rechts-Partei Høyre auf Facebook. “Darum geht es nämlich, wenn die AfD von der Partei Norwegische Demokraten zu einer ‘Inspektion’ eingeladen wird.” (…) Am Samstag ist Kotré schließlich Hauptrednerin der Konferenz “Remig25” der ND. Kotré setzt damit fort, im Ausland bei extremen Gruppierungen für “Remigration” zu werben. So war sie bei einer Veranstaltung der rechtsextremen “Jungen Tat” in der Schweiz, an der auch Aktivisten der in Deutschland verbotenen “Blood & Honour”-Bewegung teilnahmen. In Mailand sprach sie bei einem “Remigrationssummit”, zu dem deutsche Mitglieder der rechtsextremen “Identitären Bewegung” trotz eines Ausreiseverbots reisten. Das norwegische Portal “Rabulisten”, geführt von dem früheren Neonazi und “Identitären”-Anführer Tore Rasmussen, einem Mitglied der Norwegischen Demokraten, berichtete über Kotrés Vortrag: “Wie AfD und Aktivisten Remigration in Deutschland zum Mainstream machen”. Rasmussen war auch in Mailand.

via t-online: Tour durch Oslos Multikulti-Viertel Proteste in Norwegen: AfD-Abgeordnete Kotré macht Werbung für “Remigration”