Die AfD kündigte an, gemäßigter aufzutreten im Bundestag. Direkt wird klar, dass die neuen Benimmregeln heiße Luft sind. Eigentlich hatte die AfD-Fraktion im Bundestag bei ihrer Klausurtagung am Wochenende neue Benimmregeln beschlossen. Partei- und Fraktionschef Tino Chrupalla spricht von einer „Professionalisierung“. Die Rechtsaußen-Politiker wollen gemäßigter und rhetorisch weniger aggressiv auftreten, auch um perspektivisch eine Machtoption mit der Union zu bekommen. Doch wie rüpelhaft die Fraktion weiterhin auftritt, zeigt sich schon direkt bei der Bundestagssitzung am Mittwoch (9. Juli). Vor der Generaldebatte zum Kanzlerhaushalt begrüßt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner eine neue Abgeordnete. Die AfD reagiert darauf gewohnt unangenehm. (….) Später in der Debatte droht Klöckner der AfD-Fraktionschefin sogar mit einem Rauswurf aus dem Plenarsaal. Alice Weidel spricht bei einer Rede von Jens Spahn ständig dazwischen, darauf stellt Klöckner klar: „Frau Dr. Weidel, die AfD hat eine Redezeit, Sie können das alles zusammenfassen nachher. Jetzt hat der Redner das Wort hier.“ Doch Weidel pfeift drauf, worauf die CDU-Politikerin droht: „Wir zwei diskutieren hier nicht. Sonst können Sie den Saal hier verlassen!“
via der westen: Schon nach einer Minute schmeißen die AfD-Rüpel die neuen Benimmregeln über Bord