Die Journalistin Wiktorija Roschtschyna recherchierte zu Putins Foltergefängnissen in der Ostukraine. Dabei wurde sie eingesperrt und starb. Ihre Leiche weist Folterspuren auf. Sie wollte zu den finsteren Orten russischer Besatzung recherchieren und kehrte von dort nicht lebend zurück. Die ukrainische Journalistin Wiktorija Roschtschyna suchte nach Putins Folterkellern in der russisch besetzten Ostukraine. Dabei wurde sie selbst verschleppt, eingesperrt und offenbar gefoltert. Am 14. Februar 2025 wurde ihre stark verweste Leiche an die Ukraine übergeben. Der Körper wurde tiefgefroren übergeben, mit späten Leichenveränderungen in Form von ausgeprägter Austrocknung (Mumifizierung), Fäulnis, teilweiser Ablösung der Epidermis und Gewichtsverlust mit ausgeprägten Anzeichen von Mangelernährung. Laut ukrainischer Staatsanwaltschaft zeigte ihr Körper zahlreiche Spuren von Folter und Misshandlung. Aus Ermittlerkreisen heißt es, ihr Zungenbein sei gebrochen und sie habe Verbrennungen an ihren Füßen. Ihr Gehirn, ihre Augen und Teile ihres Kehlkopfs seien von russischer Seite entfernt worden. Damit wird der Nachweis von Folter womöglich wesentlich erschwert.
via zdf: Der Fall Wiktorija Roschtschyna : Journalistin stirbt durch Putins Foltersystem
siehe auch: Ukrainische Journalistin Viktoriia Roshchyna Diese Frau wollte Russlands Folterpraktiken aufdecken. Ihre Peiniger schickten sie tot zurück Sie galt als todesmutig und stur: Viktoriia Roshchyna recherchierte über Foltergefängnisse in den besetzten ukrainischen Gebieten. Dort kam sie ums Leben. Nun versucht die Familie herauszufinden, was die Reporterin erleiden musste. (…) Am Ende ihres Weges ist Viktoriia Roshchyna, die unermüdliche Rechercheurin, selbst zum Gegenstand einer Recherche geworden. Forensiker in der Ukraine untersuchen zurzeit den geschundenen Körper der Journalistin. Sie wollen herausfinden, wie Roshchyna starb, und was sie vor ihrem Tod im Alter von 27 Jahren in russischer Gefangenschaft erleiden musste. Die Reporterin war im Sommer 2023 in den besetzten Gebieten der Ukraine festgenommen und später in eine Haftanstalt in der südrussischen Stadt Taganrog gebracht worden. Mehr als 400 Tage befand sie sich in russischer Gewalt. Im Februar dieses Jahres übergaben die Russen der Ukraine Roshchynas Leiche zusammen mit den Leichen von mehr als 750 toten Soldaten. Sie lag in einem weißen Sack auf der Ladefläche eines Lastwagens. Beinahe wäre Roshchynas Körper übersehen worden. Ihr Name fehlte auf der Liste, die Russland übermittelt hatte. Erst als die ukrainischen Ermittler in Winnyzja die gefrorenen Körper auftauen, entdecken sie in einem als »männlich« markierten Sack einen weiblichen Körper und an dessen Schienbein ein Schild mit dem Namen »Roshchyna«. Der magere Körper mit dem kahl rasierten Kopf soll zahlreiche Folterspuren aufweisen, eine gebrochene Rippe, Blutergüsse am Kopf, Verletzungen im Nacken, Spuren von Elektroschocks. Ein DNA-Test bestätigt, dass es sich um die in der Ukraine bekannte Journalistin handelt; ‘Numerous signs of torture’: a Ukrainian journalist’s detention and death in Russian prison The Guardian, working with media partners, has tracked down first-hand accounts to reconstruct Viktoriia Roshchyna’s final months. (…) The journalist Viktoriia Roshchyna was captured in the summer of 2023 near the Zaporizhzhia nuclear power station. It was at least her fourth reporting trip into the occupied territories. She was by this stage of the war the only Ukrainian journalist prepared to risk crossing the frontline in order to pierce the information blackout imposed by Russia. Roshchyna died after a year in detention, aged 27. Information on the circumstances of her death is limited. Roshchyna was held without charge and without access to a lawyer. During her detention, her only known contact with the outside world was a four-minute phone call to her parents, a full year after she was taken. Preliminary forensics suggest “numerous signs of torture”, according to the prosecutor. Burn marks on her feet from electric shocks, abrasions on the hips and head, and a broken rib. Her hair, which she liked to wear long and tinted blonde at the tips, had been shaved. Sources close to the official investigation have also disclosed that the hyoid bone in her neck was broken. It is the kind of damage that can occur during strangulation. However, the exact cause of death may never be known because when her body was returned during the exchange on 14 February, certain parts were missing, namely the brain, eyes and larynx. A war crimes investigation has been opened with a view to prosecuting those responsible. There were also witnesses to her suffering. The Guardian, working with media partners including Roshchyna’s publisher, Ukrainska Pravda, in a collaboration led by the French newsroom Forbidden Stories, has tracked down first-hand testimonies to reconstruct the events that led to Roshchyna’s capture, and the details of her treatment in detention.

By Maks Levin – Original publication: XImmediate source: https://x.com/visegrad24/status/1844527359698850116/photo/1, Fair use, Link