Der ukrainische Geheimdienst berichtet von Upgrades der Shahed-Kamikazedrohne. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Messengerdienst Telegram. Laut den ukrainischen Nachrichtendiensten sind die von Russland massenhaft eingesetzten Shahed-Drohnen durch technische Upgrades deutlich gefährlicher geworden. Nicht nur verfügen sie über einen deutlich schwereren Sprengkopf, auch die Elektronik wurde wohl deutlich verbessert. Offenbar ist der Messengerdienst Telegram ein integraler Bestandteil der Kamikazedrohnen. Wie der ukrainische Militärnachrichtendienst (HUR) am Dienstag auf dem eigenen Telegram-Kanal mitteilte, wurden die von Russland hergestellten Shahed-136-Drohnen erheblich verändert. Die Drohnen erhielten einen neuen Sprengkopf, der nun 90 Kilogramm schwer ist. Bislang konnten die Drohnen lediglich einen 60 Kilogramm schweren Sprengkopf transportieren. Das Steuerungssystem, die Elektrik und die Batterie wurden von der Nase der Drohne in das Heck verlegt, offenbar um die Flugeigenschaften zu verbessern. Außerdem wurde die Drohne offenbar mit Ballast ausbalanciert, wie die ukrainische Militärzeitung Militarnyi berichtet. Bessere Elektronik So verfügen die Drohnen nun über eine CRP-Antenne. Diese soll im Wesentlichen immun gegen elektronische Kriegsführung, also Störmaßnahmen der Ukraine, sein. Auf dem Modul einer abgeschossenen Shahed-Drohne wurde ein Sticker mit chinesischen und englischen Aufschriften gefunden. Die Spezialantenne wurde als “Teil für landwirtschaftliche Geräte” deklariert. Das Herstellungsverfahren und die Gehäusefarbe dieser Antenne ähneln den im Iran und in Russland hergestellten Komponenten der Shahed-“Ы”-Serie. (…) In der neuen Drohnenserie wurde aber noch mehr gefunden: Im Inneren befindet sich ein Raspberry Pi. Dabei handelt es sich um einen Minicomputer, der in Großbritannien entwickelt wurde, aber auch in China und Japan hergestellt wird. Dieser ist mit einer Webcam sowie einem LTE-Modem verbunden. Damit ist es möglich, Ziel- und Aufklärungsdaten mit den Wegwerfdrohnen zu sammeln. Dazu nutzen die russischen Streitkräfte den umstrittenen Messengerdienst Telegram. Auf dem Minirechner wird Telegram lokal installiert. Ein Bot schickt anschließend Bilder und Videos zurück an die russische Heimatbasis, bevor die Drohne im Ziel einschlägt

via standard: Russische Shahed-Drohnen nutzen Telegram zur Bildübertragung

Shahed 136
Von IdmentalShahed-136 on Sketchfab, CC BY 4.0, Link

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