Ein Ex-Soldat der Bundeswehr wird in der Ukraine verhaftet und soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Ihm werden unter anderem schwere Sexualdelikte vorgeworfen. Der frühere Bundeswehrsoldat Ben R. ist in der Ukraine gefasst worden und soll demnächst nach Deutschland ausgeliefert werden. Das bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg dem “Spiegel”. Nach Informationen des Magazins wurde der 29-Jährige in der Region Sumy im Nordosten des Landes festgenommen. Ben R. hatte sich in den vergangenen Jahren öffentlich als Unterstützer der ukrainischen Streitkräfte inszeniert (…) Parallel zu seinen Aktivitäten in der Ukraine laufen in Deutschland Ermittlungen gegen ihn. Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg wirft ihm schwere Sexualstraftaten vor, darunter mehrere Vergewaltigungen. Zudem soll er Missbrauchsdarstellungen von Kindern besessen und verbreitet haben. Laut “Spiegel” wird auch in der Ukraine gegen ihn ermittelt, unter anderem wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer Minderjährigen. Behörden suchten Ben R. – da war er schon in der Ukraine Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Ben R. begannen bereits 2021. Nach Angaben der Wehrbeauftragten Eva Högl (SPD) führte die Wehrdisziplinaranwaltschaft der Bundeswehr ein Verfahren gegen ihn. Im März 2022 erhielt er ein Uniformtrage- und Dienstausübungsverbot, ein Jahr später wurde er aus der Bundeswehr entlassen. Im selben Zeitraum geriet er ins Visier der bayerischen Zentralstelle Cybercrime. Laut “Spiegel” übermittelte das US-amerikanische “National Center for Missing and Exploited Children” im Januar 2022 einen Hinweis an die deutschen Behörden. Ermittler fanden auf der Onlineplattform Discord kinderpornografisches Material, das Ben R. zugeordnet wurde. Eine Durchsuchung seiner Wohnung in Oberfranken im März 2022 förderte umfangreiches belastendes Material zutage: sichergestellte Datenträger enthielten Tausende Bilder und Videos mit sexualisierter Gewalt an Kindern. Zudem wurde Munition aus Bundeswehrbeständen entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt gab es jedoch keinen Haftbefehl gegen ihn. (…) Die Ermittlungen gegen ihn weiteten sich aus, als im November 2023 deutsche Behörden auf pornografischen Websites Videos entdeckten, die mutmaßlich von ihm stammen. Die Aufnahmen zeigen Frauen, die offenbar gegen ihren Willen missbraucht wurden. Die Ermittler gehen inzwischen von mindestens sechs Vergewaltigungsfällen aus
via t-online: Er ließ sich als Kriegsheld feiern Schwere Verbrechen: Deutscher in der Ukraine festgenommen