Zwischen europäischen Parteien entfalten sich prorussische Netzwerke. Mit dabei: die AfD. Sie will mit ihren bulgarischen Verbündeten näher an den Kreml rücken. Seine Kritiker nennen den bulgarischen Politiker Kostadin Kostadinov beim Spottnamen “Kosta Kopeke”, in Anspielung auf die kleinste russische Geldeinheit. Kostadinov ist Chef der rechtsextremen Partei Wasraschdane, zu Deutsch Wiedergeburt. Und die gilt als besonders kremltreu, selbst unter anderen europäischen Rechtsextremisten. Verfemt ist sie unter ihresgleichen dennoch nicht. Wasraschdane belegt drei Sitze im Europäischen Parlament, dort gehört sie zur Fraktion Europa der Souveränen Nationen, die im August von Parteien aus acht Ländern gegründet wurde und als besonders radikal eingestuft wird. Mit von der Partie: die AfD, die kurz vor der Europawahl aus ihrer bisherigen Fraktion ausgeschlossen worden war. Die Rechten aus Deutschland und aus Bulgarien, sie können gut miteinander. Das liegt an ihrer Sympathie für Russland, aber auch an Persönlichkeiten wie Parteichef Kostadinov und seiner Vertrauten Rada Laykova. Sie gilt als Bindeglied zwischen beiden Parteien. Laykova nimmt an Vernetzungstreffen teil, führt AfD-Politiker nach Bulgarien – und arbeitet an einer deutsch-bulgarischen Neuorientierung gen Moskau.

via zeit: Prorussische Netzwerke: In Brüssel treffen sich die rechten Kreml-Freunde