Nach Vorwürfen um gefälschte Hochschulabschlüsse und Mitgliedermanipulation soll der Landtagsabgeordnete aus Düren die Partei verlassen. Die Landesspitze hat das Ausschlussverfahren nun auf den Weg gebracht – und findet deutliche Worte. Für den ehemaligen Landesvize Klaus Esser dürfte sein Ende innerhalb der Partei endgültig absehbar sein. Der AfD-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen hat ein sogenanntes Parteiausschlussverfahren gegen ihn jetzt offiziell auf den Weg gebracht. Der formale Antrag ist am vergangenen Freitag (25. Oktober) beim parteiinternen Landesschiedsgericht eingegangen, das darüber befinden muss. Hintergrund sind Betrugsvorwürfe gegen den 43-Jährigen, die durch die Berichterstattung unserer Redaktion öffentlich wurden. Esser soll für die Manipulation bei der Mitgliederaufnahme in seinem Dürener Kreisverband verantwortlich sein und außerdem Teile seines Lebenslaufs gefälscht haben, um parteiintern Karriere zu machen. Beides wird in dem Schreiben als Begründung für den Ausschluss angeführt. Esser habe mit der vorsätzlichen Täuschung über seine Qualifikation „im Zusammenhang mit der Bewerbung um eine entsprechend vergütete und für die Parteiorganisation absolut zentrale Arbeitsstelle“ nicht nur schwerwiegend gegen die Parteiordnung verstoßen, heißt es darin. Er habe der AfD auch nach außen hin „schweren Schaden zugefügt“, nicht nur materieller Art.

via rp online: Betrugsvorwürfe gegen NRW-Politiker AfD-Vorstand startet Ausschlussverfahren gegen Klaus Esser