Ein Angreifer sticht bei einem Stadtfest scheinbar wahllos auf Menschen ein. Was genau ist in Solingen passiert? Und was wissen wir über den Täter oder seine Beweggründe? Ein Angreifer ist am Freitagabend auf einem Jubiläumsfest der Stadt Solingen offenbar wahllos mit einem Messer auf Menschen losgegangen und hat drei von ihnen getötet. Zudem wurden mehrere Menschen teils schwer verletzt. Vieles ist noch unklar, darunter auch die Identität des Täters und dessen mögliches Motiv. Der Überblick. Anschlag in Solingen: Was wir wissen Die Tat: Der unbekannte Angreifer begann am Freitagabend gegen 21.40 Uhr plötzlich, auf seine Opfer einzustechen. Die Polizei stuft das Verbrechen wegen des zielgerichteten Vorgehens des Täters als Anschlag ein – und nicht etwa als Amoklage. Gleichwohl sprechen die Behörden bislang nicht von einem Terroranschlag. Mögliche Komplizen: Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. Der Tatort: Tausende feierten in der Solinger Innenstadt am Abend ausgelassen das 650-jährige Jubiläum der Stadtgründung. Auf dem gut besuchten Fronhof, einem Marktplatz, war für das Fest eine Bühne aufgebaut. Unmittelbar vor der Bühne schlug der Täter zu. Die Opfer: Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums scheint der Täter bei der Feier wahllos auf Menschen losgegangen zu sein, seine Opfer also zufällig ausgewählt zu haben. Gleichzeitig habe er aber sehr gezielt auf ihre Hälse eingestochen. Bei den Getöteten handle es sich um eine Frau und zwei Männer. Acht Menschen wurden verletzt, fünf davon schwer. Über ihren Zustand und die Identität der Opfer wurde bis zum Morgen nichts Näheres bekannt. (…) Was wir nicht wissen Der Täter: Auch am Tag nach der Tat gelang es der Polizei bis zum Samstagvormittag nach eigenen Angaben nicht, den Täter zu identifizieren. Das Motiv: Es gab zunächst keine belastbaren Hinweise auf das Motiv des Täters. Es blieb daher auch unklar, ob die Tat möglicherweise einen terroristischen Hintergrund hat. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) rief die Bevölkerung auf, auf Spekulationen zum Tatmotiv und Täterherkunft insbesondere in den sozialen Medien zu verzichten. „Spekulationen über die Tat in Solingen verbieten sich. Ich appelliere an alle, besonders an die Nutzer in den sozialen Medien, darauf zu verzichten, Gerüchte zu verbreiten“, sagte der NRW-Chef der GdP, Michael Mertens, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

via rnd: Drei Tote nach Messerangriff in Solingen: Was wir wissen – und was nicht

siehe auch: Messerangriff in Solingen: Was über den Anschlag auf dem Solinger Stadtfest bekannt ist Nach dem tödlichen Angriff in Solingen fahndet die Polizei nach dem Täter. Ein anderer Mann sitzt Medienberichten zufolge in Gewahrsam. Was bisher bekannt ist. Ein Angreifer hat am Freitagabend auf einem Stadtfest in der Innenstadt von Solingen drei Menschen mit einem Messer getötet. Er griff noch acht weitere Menschen an, fünf von ihnen wurden schwer verletzt. Bei den drei Getöteten handelt es sich nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) um zwei Männer und eine Frau. Sie seien Besucher des Stadtfestes gewesen. (…) Dem Täter sei es gelungen, im Tumult nach der Tat zu entkommen, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums laut tagesschau.de. Da zahlreiche Zeugen nach dem Vorfall unter Schock standen, war es zunächst schwierig, eine genauere Beschreibung des Täters zu erhalten. “Die Ermittlungen dazu laufen”, sagte eine Sprecherin der zuständigen Düsseldorfer Polizei am Samstagmorgen.  Demnach handelte es sich nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen um einen Einzeltäter. “Von weiteren Personen ist uns nichts bekannt”, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums scheint der Täter bei der Feier wahllos auf Menschen losgegangen zu sein, seine Opfer also zufällig ausgewählt zu haben.

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