Heiße Schokolade mit Rum trägt mit Lumumba den Namen eines afrikanischen Volkshelden. Aufgrund dieser Tatsache ist das beliebte Heißgetränk derzeit umstritten. Frankfurt – Angesichts der Teuerung, die auch vor dem Weihnachtsfest keinen Halt macht, sind wohl die meisten Menschen auf Weihnachtsmärkten über die hohen Kosten für Glühwein und Punsch verärgert. Aber auch der Name eines an besonders an Weihnachten populären Heißgetränks hat nun für Aufregung gesorgt. Eine ehemalige Historikerin und Stadträtin aus Bautzen in Sachsen kritisierte auf X den Namen Lumumba für heiße Schokolade mit Rum. Sie bezeichnet die Namensgebung als rassistisch. Namensgeber Lumumba wurde erschossen Der Name des populären Getränks lässt sich auf einen zentralafrikanischen Nationalhelden zurückführen. Patrice Lumumba spielte eine zentrale Rolle in der Unabhängigkeitsbewegung des Kongo. Er war der erste Ministerpräsident der Demokratischen Republik Kongo und wurde 1961 vermutlich mit Beteiligung Belgiens und der USA ermordet. „Die Bezeichnung des Getränks ist rassistisch“, teilt die frühere Historikerin Annalena Schmidt auf X, ehemals Twitter. „Er wurde erschossen und ihr benennt ‚Kakao mit Schuss‘ nach ihm“, macht sie ihrem Unmut Luft. (…) Für Tahir Della steht in der Diskussion jedoch ein anderer Punkt im Vordergrund: „Eine zentrale Figur des Widerstands gegen Kolonisierung und Rassismus wird hier auf ein Getränk reduziert“, meinte der Sprecher der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland bereits im Dezember 2022 gegenüber Cosmo. Dieses Vorgehen löse bei schwarzen Menschen erheblichen Unmut aus, da sie dadurch zu bloßen Objekten herabgewürdigt würden. Es sei jedoch schwierig, auf dieses Problem aufmerksam zu machen, da viele Leute in Deutschland die zugrundeliegende Geschichte nicht verstehen würden

via merkur: Historikerin startet Debatte um Kakao mit Schuss – „Bezeichnung des Getränks ist rassistisch“

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