Rauchfackeln, Transparente und brüllende, vermummte Männer: Neonazis störten eine Lesestunde von Dragqueens in Zürich. Die Aktion erinnert an Attacken, die aus Wien und den USA gemeldet wurden. Die Naonazis der “Jungen Tat” vor dem Veranstaltungsort der Drag-Lesestunde Heute, 13:51h, 2 Kommentare Im Zürcher Tanzhaus sollte am Sonntag eigentlich wieder die jährliche Vorleseveranstaltung von Dragqueens für Kinder stattfinden. Doch Neonazis hatten, wie zuletzt bei ähnlichen Veranstaltungen in den USA oder in Wien, etwas dagegen. Die Faschistinnen schlichen sich zunächst in die Veranstaltung und versuchten, ein Transparent zu entrollen. Das konnte allerdings unterbunden werden. Eine weitere Gruppe zündete vor dem Veranstaltungsgebäude hinter einem Transparent mit der Aufschrift “Familie statt Gender Ideologie (sic)” Rauchfackeln und schüchterte so Besucherinnen ein. Drag Story Time erfreut sich “immenser Beliebtheit” Laut einem vom Tanzhaus verbreiteten Statement finde die Veranstaltung unter dem Namen “Drag Story Time” schon seit vier Jahren statt. Die Vorlesestunde “für Kinder von drei bis zehn Jahren” werde von Brandy Butler und ihren Drag-Freund*innen konzipiert und durchgeführt. Sie erfreue sich “immenser Beliebtheit bei Klein und Gross”, vermittele Diversität, Toleranz und Inklusion und lebe von einem offenen Diskurs über Geschlechteridentitäten und Rollenvorbilder. Die Gruppe vor dem Tanzhaus habe aus etwa neun Personen bestanden und die Zufahrt zur Veranstaltung blockiert. Neben den eingesetzten Rauchfackeln hätten sie Parolen gerufen. (…) Im Juni hatten Neonazis eine ähnliche Leseveranstaltung in einer Wiener Bücherei gestört, indem sie nachts eine Mauer im Eingang errichteten. Auf der Mauer in den österreichischen Nationalfarben war der Spruch “#NOPRIDEMONTH” angebracht gewesen. Die Veranstaltung konnte letztlich nur unter Polizeischutz und weiteren Störungen von Rechten stattfinden
via queer: Schweiz Neonazis störten Drag-Kinderlesestunde in Zürich