Auf dem Weg von Hamburg zum SHMF wurde ein Künstler-Konvoi angehalten. “Porgy and Bess”-Hauptdarsteller Morris Robinson wirft nun dem Zoll Racial Profiling vor. Ein Gespräch mit dem Journalisten Stephan Anpalagan, der häufig über Gesellschaftsthemen mit dem Schwerpunkt Rassismus schreibt. Herr Anpalagan, Sie sind asiatischer Herkunft. Ihre Eltern sind Tamilen. Sie selbst kennen das Gefühl, öfter als andere kontrolliert zu werden. Wie fühlt sich das an? Stephan Anpalagan: Jede Form von Diskriminierung ist eine Form von Entwürdigung und Herabsetzung. Das ist im Prinzip auch eine Form von Entmenschlichung, von Entgrenzung. Und dass das von Sicherheitsbehörden, von staatlichen Akteuren immer noch ein Thema ist in Deutschland, ist in höchstem Maße bedauerlich. Sie schreiben, es gebe praktisch keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Wie geht man also damit um? Wie verhalte ich mich, wenn ich zum Beispiel aufgrund meines fremdländischen Aussehens ohne konkreten Anlass kontrolliert werde und die Polizei mich vielleicht noch auf Englisch fragt: “Do you speak german?” Anpalagan: Das Problem ist ja schon das “fremdländische Aussehen”. Wie sehen denn Menschen aus, die nicht deutsch sind oder die ausländisch aussehen? Das ist also nicht eine Frage der Fremdenfeindlichkeit, sondern das ist ein klar rassistisches Problem. Nicht-weiße Menschen werden aufgrund ihrer Hautfarbe vermehrt von der Polizei kontrolliert – das ist ein Riesenproblem.
Eklat in Wittener Tennisclub: Vorstand verbietet AfD-Treffen im Vereinslokal Witten
Die Wittener AfD hatte in der Gastronomie des TC Schwarz-Weiß Annen einen „Bürgerdialog“ geplant. Der Vorstand wusste davon lange nichts – und war entsetzt. Die AfD hatte zu einem „Bürgerdialog“ in der Vereinsgastronomie des Tennisclubs Read more