Der Mann wählte einen Supermarkt als Tatort, ingesamt gab es 13 Opfer. Die Bundespolizei FBI geht von einem rassistisch motivierten Angriff aus. Im US-amerikanischen Buffalo im Bundesstaat New York hat ein 18-Jähriger am Samstag bei einem mutmaßlich rassistisch motiviertem Gewaltverbrechen in einem Supermarkt zehn Menschen erschossen und drei weitere verletzt. (…) Der Mann sei mehrere Stunden aus einem anderen Ort nach Buffalo gefahren, erklärte Buffalos Polizeipräsident Joseph Gramaglia zum Tathergang. Dort sei er auf den Parkplatz eines Supermarktes der regionalen Kette Tops Markets gefahren und schwer bewaffnet mit Schutzausrüstung nebst Helm sowie einer Kamera ausgestiegen. Mit der Kamera livestreamte er in der Folge seine Tat im Internet. Nach Angaben Gramaglias schoss er noch auf dem Parkplatz auf vier Menschen.(…) Von den 13 Opfern sind 11 Schwarz, der Supermarkt liegt in einer vornehmlich von Afroamerikanerinnen bewohnten Nachbarschaft. Wie die New York Times aus Polizeiquellen berichtete, hatte der Täter vor dem Gewaltakt online ein hasserfülltes Manifest veröffentlicht, in dem er seine Motivation und die Planung des Gewaltaktes detailliert erläuterte. Demnach strotzt das Dokument vor rassistischem sowie antisemitischem Gedankengut und legt einen genauen Zeitplan für den Anschlag dar. Es zeige das Bild eines Manns, der sich im Internet zusehends radikalisiert habe. G. erklärt darin laut Medienbericht auch, er habe den Tatort wegen seines hohen Anteils schwarzer Bewohnerinnen gewählt. Er nennt demnach auch andere Attentäter als Inspiration, wie etwa den Mann, der im neuseeländischen Christchurch im Jahr 2019 51 Muslim*innen beim Freitagsgebet in zwei Moscheen getötet hatte.
via taz: Gewalttat im US-amerikanischen Buffalo :18-Jähriger tötet zehn Menschen
siehe auch: BREAKING NEWS – #Gunman kills 10 at New York store while livestreaming on #Twitch – #buffalo #shooting. A man has opened fire at a supermarket in Buffalo, New York while live-streaming on Twitch, killing at least 10 people and injuring several others, local officials and witnesses say. He also posted an online manifesto in which he described himself as a white supremacist. The incident began on early Saturday afternoon when police were called for an active shooter at Tops Markets at 1275 Jefferson Avenue in Buffalo. Upon arrival, officers found victims both inside and outside the supermarket. The exact number of victims was not immediately clear, but officials told The Buffalo News that at least 10 people were killed and 3 injured, including two who were in critical condition; KOMMENTAR: Buffalo: Die USA kapitulieren vor Rechtsterrorismus. Nach dem Massaker von Buffalo trauern die USA. Doch bei dem herrschenden Rassismus in dem Land, ist das nächste Attentat nur eine Frage der Zeit. Zehn Tote. Die meisten Schwarze. Wieder beugt sich Amerika über von rassistisch getriebenen Inlandsterrorismus von rechts. Und wieder ist ein allein handelnder weißer Mann, der in einer toxischen Kultur der Feindseligkeit gegenüber Andersaussehenden und einer pluralistischen Gesellschaft aufgewachsen ist und sich via Internet autodidaktisch radikalisiert hat, der Täter. Ähnlichkeiten mit seinen monströsen Vorgängern in Utøya, Charleston, Pittsburgh, Christchurch, Halle, Hanau und El Paso, die sich gegenseitig teilweise mit Referenzen ausstatten und ihre Taten als globalen Fortsetzungsroman verstanden wissen wollen, sind kein Zufall. Payton Gendron hat sich eingebettet in das Lager derer, die in ihrer Hybris im eingebildeten Überlebenskampf der weißen Rasse Mord als legitime Notwehr erachten. Seine Hassfantasien, die um die wirre Lehre von der Vorherrschaft der Weißen kreisen, die durch den „Austausch” der Stamm-Bevölkerung durch Zuwanderer bedroht sein soll, sind die Kopie der Kopie der Kopie. Dirk Hautkapp, Washington-Korrespondent Foto: Privat Das Bedrückende: Was in seinem Manifest steht, ist im rechtskonservativen Spektrum längst gesellschaftsfähig. Ex-Präsident Donald Trump machte mit fremdenfeindlicher, entmenschlichender Sprache gegen Armutsflüchtlinge aus Lateinamerika vier Jahre lang Regierungspolitik. TV-Dreckschleudern wie Fox News hämmern ihren Zuschauern bis heute allabendlich ein, dass sie Opfer einer ethnischen Überflutung würden