Die CDU hat die Landtagswahl in Schleswig-Holstein laut ersten Hochrechnungen klar gewonnen – und kann sich den Koalitionspartner aussuchen. Die SPD kommt auf ihr historisch schlechtestes Ergebnis. Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat die CDU um Ministerpräsident Daniel Günther ersten Hochrechnungen zufolge einen Erdrutschsieg errungen. Die Christdemokraten kommen demnach auf 42,7 Prozent – und gewinnen damit im Vergleich zur Wahl 2017 deutlich hinzu (+10,7 Prozentpunkte). (…) Für die SPD mit Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller entschieden sich gerade einmal 15,5 Prozent (-11,8 Prozentpunkte), ein historisch schlechtes Ergebnis. Damit unterboten die Genossen ihren bisherigen Negativwert aus dem Jahr 2009 (25,4 Prozent) um rund zehn Prozentpunkte. (…) Die FDP mit 6,7 Prozent (-4,8) ist weiterhin im Landtag vertreten, ebenso der Südschleswigsche Wählerverband (6,2 Prozent, +2,9). Die AfD droht den Hochrechnungen zufolge aus dem Landtag zu fliegen (4,8 Prozent, -1,1 Punkte). Es wäre das erste Mal, dass die AfD wieder aus einem Landesparlament ausscheidet. Die Linke verfehlt wie schon 2017 die Fünfprozenthürde.
via spiegel: CDU triumphiert bei Landtagswahl in Schleswig-Holstein, SPD stürzt ab
siehe auch: AfD vor dem Aus in Schleswig-Hostein :Der Anfang vom Ende im Westen. Die radikal rechte Partei fliegt aus dem Landtag. Und das in einem Bundesland, in dem ein ausgesprochen liberaler CDU-Ministerpräsident regiert. Noch steht das Endergebnis nicht fest. Aber in den Hochrechnungen scheint sich ein Trend zu verfestigen: Dass die AfD wohl nicht wieder in den Landtag von Schleswig-Holstein einziehen wird. Das ist eine ausgesprochen erfreuliche Entwicklung. Und könnte der Anfang vom Niedergang der AfD im Westen sein. (…) Bemerkenswert ist auch, dass die AfD gerade in einem Land aus dem Landtag zu fliegen scheint, in dem ein ausgesprochen liberaler CDU-Ministerpräsident regiert, der rechtspopulistischen Ausflügen eine Absage erteilt und auf einen mittigen, pragmatischen und fortschrittlichen Kurs gesetzt hat. Das zeigt erneut: Nicht das Anbiedern an die AfD ist erfolgreich, sondern das Gegenteil. Es wäre gut, das würden in der Union endlich alle verstehen.